-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  12.: 1. Kläger L
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 12. 1. Kläger L
186 Gerichtsakten   1   -   10   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1864
Prozessgegenstand: Mandatum de restituendo Auseinandersetzung um Auslieferung von Untertanen
Alte Signatur: Wismar L 5 (W L 1 n. 5)
Laufzeit: (1657) 26.09.1657-01.10.1657 (20. Jahrhundert)
Fallbeschreibung: Dem Kl. ist im Dreißigjährigen Krieg sein Untertan Jochim Henning entlaufen und hat sich mit seiner Frau auf Poel aufgehalten. Bekl. will ihm auf seine Bitte zwar Henning, nicht aber dessen Frau, die auf Poel geboren wurde, ausliefern. Das Tribunal weist Bekl. am 30.09.1657 zur Auslieferung beider an.
Prozessbeilagen: (7) Verpflichtung Jasper von der Lühes auf Mulsow vom 11.09.1657; hand- und maschinenschriftliche Zusammenfassungen des Falls (20. Jh.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1657
Kläger: (2) Jasper von der Lühe auf Mulsow
Beklagter: Jochim Krolow, Amtmann auf Poel
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1864


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1873
Prozessgegenstand: Mandatum inhibitorium de non exequendo poenale Auseinandersetzung um Fälligkeit einer Bürgschaft
Alte Signatur: Wismar L 12 (W L 1 n. 12)
Laufzeit: (1664-1667) 02.11.1667-06.11.1667 (20. Jahrhundert
Fallbeschreibung: Asmus Lembke hatte 1664 eine Bürgschaft für den Müller auf Poel übernommen, die der Bekl. nun eingeklagt hat und vollstrecken lassen will. Kl. gibt an, daß das angebliche Fälligwerden dieser Bürgschaft auf falschen Preisberechnungen des Bekl. beruhe. Kl. bittet Tribunal, Bekl. die Vollstreckung zu verbieten und ihn stattdessen den Müller vor das Tribunal fordern und seinen Vater als Zeugen laden zu lassen. Das Tribunal folgt dem Antrag am 05.11.1667.
Prozessbeilagen: (7) Zahlungsaufforderung Hannolts an Asmus Lembke vom 31.10.1667; Bürgschaft Lembkes für den Müller auf Poel vom 29.02.1664; maschinenschriftliche Zusammenfassung (20 Jh.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1667
Kläger: (2) Gabriel Lembke namens seines Vaters Asmus Lembke
Beklagter: Johann Paul Hannolt, Amtmann zu Poel
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1873


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1985
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Mietzahlung
Alte Signatur: Wismar L 102 (W L 3 n. 102)
Laufzeit: (1743-1571) 25.09.1751-05.05.1753
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Kl.in vom 25.09., 23.10. und 30.10. um Fristverlängerung und Genehmigungen des Tribunals vom 28.09. und 26.10. trägt Kl.in am 01.11. ihre Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor. Um Mietsteigerungen zu entgehen, hatte Kl.in dem Kaufmann Johann Caspar Velthusen im Jahre 1743 ein Kapital von 700 Rtlr zur Leibrente ausgesetzt und sich ausbedungen, von den Zinsen zu ihren Lebzeiten ein Haus bewohnen zu können. Dieser Vertrag wird bis zum Konkurs Velthusens erfüllt, als seine Kuratoren zunächst versuchen, eine höhere Miete bei ihr zu erzielen, dann das Haus zu verkaufen und den Käufer in das Haus einziehen zu lassen. Schließlich klagen sie vor dem Ratsgericht, das Kl.in verurteilt, das Haus binnen 3 Monaten zu räumen und seit Beginn des Konkurses 50 Rtlr Miete zu zahlen. Dagegen appelliert Kl.in an das Tribunal, das das Ratsgericht am 04.02.1752 auffordert, die Akten der Vorinstanz einzuschicken. Diese gehen am 15.04. ein, am 17.04. bittet Klin um Eröffnung, die das Tribunal am 22.04. auf den 24.04. ansetzt. Am 03.07. und 23.10.1752 bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung, am 22.01.1753 setzt das Tribunal einen Gütetermin auf den 02.03.1752 an, der auf Bitten der Parteien vom 01.03., 03.04. und 02.05.1753 jedoch aus verschiedenen Gründen immer wieder verschoben wird. Der Ausgang des Verfahrens erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 25.06.1751; Ratsgerichtsurteil vom 16.06.1751; Vertrag zwischen Kl.in und Johann Caspar Velthusen vom 05.07.1743; Prozeßvollmachten der Bekl. für Hertzberg vom 15.04.1752 und der Kl.in für Ungnade vom 01.10.1752; Rationes decidendi des Ratsgerichts
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1751 2. Tribunal 1751-1753
Kläger: (2) Emerentia Sophia von der Lühe (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Johann Ernst Karthaus und Christian Friedrich Fabricius als Kuratoren der Velthusenschen Güter (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Joachim Friedrich Stemwede (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P); seit 23.10.1751 Joachim Christoph Gabriel Hasse (A) Bekl.: Dr. Erich Christoph Hertzberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1985


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1998
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Eröffnung eines Testaments
Alte Signatur: Wismar L 112 (W L 112)
Laufzeit: (1758-1761) 13.05.1761-20.05.1761; 26.01.1765-
Fallbeschreibung: Nach dem Tod des Tribunalsassessors Bogislaw Friedrich von Liebeherr bittet Palthen im Namen der Kl. um baldige Testamentseröffnung und legt ein Schreiben des verstorbenen Assessors vor, in dem dieser anzeigt, daß außer diesen beiden Parteien niemand etwas von seinem Erbe zu erwarten habe. Das Tribunal setzt die Testamentseröffnung am 14.05. für den 15.05. an und bestimmt Dr. Hasse ex officio zum Prokurator für die übrigen Erben. Das Testament wird eröffnet, Palthen benennt am 16.05. die im Testament nicht erwähnten Nebenerben, damit ihnen die letztwillige Verfügung mitgeteilt werden kann. Das Tribunal erläßt am 18.05.1761 entsprechende Anweisungen an Kl. Wegen des Krieges wird die Ausführung des Testamentes verzögert. Am 26.01.1765 bittet J. F. v. Liebeherr um beglaubigte Kopien für die Schweriner Justizkanzlei und die Stettiner Verwandten und teilt mit, welchen Erben das Testament bereits bekanntegemacht worden sei. Das Tribunal folgt dem Antrag am 04.02.1765.
Prozessbeilagen: (7) Schreiben Bogislaw Friedrich von Liebeherrs vom 03.07.1759; Vollmacht Liebeherrs zu Schlatkow für Palthen vom 12.05.1761; Auftrag des Tribunals für Joachim Christoph Gabriel Hasse vom 14.05.1761; Testament Bogislaw Friedrich von Liebeherrs vom 19.06.1748 mit Ergänzungen und Berichtigungen vom 21.06.1755, 25.11.1756 und 04.01.1759; Aufstellung über nicht im Testament bedachte Erben vom 16.05.1761; Bestätigung der C.H. v. Essen, geb. v. Beggerow und der D.J. v. Beggerow auf Üselitz über Bekanntmachung des Liebeherrschen Testaments vom 26.06.1761; des Friedrich Wilhelm von der Osten auf Plate namens seiner Frau vom 02.06.1761, des Gustav Ludwig von Liebeherr zu Amsterdam vom 25.08.1761, des Christian Mauve zu Stettin vom 26.06.1761, des Carl Albrecht von Liebeherr zu Stettin für sich und seinen Bruder vom 12.06.1761.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1761-1765
Kläger: (2) Johann Friedrich von Liebeherr zu Schlatkow sowie die Söhne des Halbbruders Carl Wilhelm, August Wilhelm und Carl Albrecht von Liebeherr als Bruder bzw. Neffen des verstorbenen Assessors Bogislaw Friedrich von Liebeherr
Beklagter: Henrietta von Liebeherr, Ehefrau des Kammerherrn von der Osten zu Stettin, Christian Mauve zu Stettin, Hans Bogislaf Mauve, Karl Mauve, Kriegsrat in Tecklenburg, Daniel Mauve, Amtmann in Stettin; N N Mauve, Ehefrau des Amtmanns Hering in Bernau, N N Mauve, Ehefrau des N N von Lockstedt auf Klein Sabow bei Plate, Charlotte Henriette von Beggerow, ehemalige Ehefrau des Kriegsrates von Essen, Dorothea Juliana von Beggerow und Friedrich von Beggerow, Leutnant im von Zeunerschen Regiment in Chemnitz als eventuelle weitere Erben des Assessors von Liebeherr
Anwälte: Kl.: Johann Franz von Palthen (A & P) Bekl.: Dr. Jochim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1998


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2017
Prozessgegenstand: Implorationis Auseinandersetzung um Einhaltung eines Vertrages
Alte Signatur: Wismar L 130 (W L n. 130)
Laufzeit: (1755-1771) 07.01.1772-05.10.1772, 22.09.1777-
Fallbeschreibung: Kl.in hat von Bekl. Haus in der Lübschen Straße gemietet. Bekl. hatte versprochen, das Haus und die angrenzenden Gebäude in Dach und Fach" baulich instandzuhalten, hat diesen Vertrag jedoch nicht erfüllt, so daß das Dach schadhaft wurde, es durchregnete, Böden einbrachen und die Tapeten der Kl.in und ihr Mobiliar beschädigten. Kl.in bittet darum, Bekl. zur baldmöglichen Renovierung und zur Leistung von Schadensersatz anzuweisen. Das Tribunal erläßt eine entsprechende Verordnung am 10.01.1772. Bekl. antwortet am 25.01. darauf, daß Mieterin lt. Vertrag zu den laufenden Reparaturen verpflichtet ist und das Haus jahrelang vernachlässigt hat, so daß es sich jetzt in sehr schlechtem Zustand befindet. Bekl. weigert sich, diese Versäumnisse auf seine Kosten auszugleichen. Das Tribunal teilt Kl.in dies am 28.01. mit und fordert Erwiderung von ihr. Am 05.02. läßt Bekl. Reparaturplan erstellen und fordert vom Tribunal, die Kl.in zur Übernahme der Kosten zu veranlassen. Das Tribunal weist Kl.in am 07.02. zur Erwiderung an. Diese geht am 15.02. ein, Kl.in besteht auf ihrer Ansicht, daß Bekl. laut Vertrag zu den Reparaturen und zur Instandhaltung verpflichtet sei, berichtet, daß durch den schlechten Zustand des Hauses für die Bewohner Lebensgefahr bestehe und bittet Bekl. entsprechend anzuweisen. Das Tribunal fordert Bekl. am 18.02. auf, nötige Reparaturen sofort zu erledigen und die Kosten zumindest zunächst vorzuschießen. Am 24.02. bietet Bekl. der Kl.in als Alternative ein Haus am Markt und sein Haus in der Beguinenstraße an und bestreitet, daß in ihrem jetzigen Wohnhaus Lebensgefahr bestehen würde. Das Tribunal fordert K.in am 25.02. zur Antwort auf, am 01.04. lehnt Kl.in beide Häuser ab, da ihnen der Garten fehlt und setzt Fristen zur Reparatur ihres jetzigen Wohnhauses, da sie sich anderfalls ein anderes Haus suchen werde, für das Bekl. ihr die Kosten zu erstatten habe. Das Tribunal fordert Bekl. am 03.04. auf, sich zu den Fristen zu äußern, am 11.05. erklärt sich Bekl. bereit, die Reparaturkosten bis zu einem Tribunalsurteil vorzuschießen, verweigert aber Terminzusagen und Mietübernahme für ein anderes Haus. Am 12.05. teilt das Tribunal Kl.in dies mit und schließt die Beweisaufnahme. Am 06.07. bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung. Am 09.09. beschwert sich K.in über die unfachmännisch ausgeführten Reparaturen, die das Hintergebäude teilweise noch verschlechtert hätten, und die Nichtzahlung von vereinbarten 20 Rtlr / Jahr an Reparaturkosten und bittet um Abhilfe. Das Tribunal fordert Bekl. am 11.09. entsprechend auf. Am 21.09. verweigert Bekl. die Bezahlung der Reparaturkosten der Kl.in während der Bauzeit, da er die Reparaturen bezahlt habe und fordert sie auf, den abgebrochenen Ofen auf seine Kosten ersetzen zu lassen. Am 30.09. fordert das Tribunal Bekl. zur Bezahlung der 20 Rtlr auf. Am 16.10. beschwert sich Kl.in, daß Bekl. die nötigen Reparaturen immer noch nicht erledigt habe und bittet ihn aufzufordern, ihr die 1.000 Rtlr, die sie in dem Haus angelegt hat, zurückzuzahlen und den Vertrag aufzulösen, wenn nicht binnen 14 Tagen die Reparaturen erledigt sind. Am 19.10. lädt das Tribunal die Parteien auf den 30.10. zu einem Vergleich vor. Am 26.10. weist Bekl. alle Klagen als "Hypochondrie" zurück, am 27.10. weist das Tribunal ihn zur Zahlung der 20 Rtlr an und droht widrigenfalls Vollstreckung an. Am 26.10. lehnt Kl.in den Vergleich ab und erbittet Urteil. Am 04.11.1772 verurteilt das Tribunal den Bekl. grundsätzlich dazu, die Instandhaltungskosten zu übernehmen, falls er nicht beweisen kann, daß andere Verabredungen mit der Kl.in bestanden. Bekl. ergreift dagegen am 16.12.1772 restitutio in integrum, bittet jedoch zunächst am 16.12.1772, 27.01. und 10.03.1773 um Fristverlängerung, die er am 18.12.1772 und 29.01.1773 erhält. Am 24.03. trägt Bekl. seine Einwände gegen das Tribunalsurteil vor, am 26.04. bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung. Am 10.06. bittet Kl.in erneut um Bezahlung der ihr zugestandenen 20 Rtlr ohne den vom Bekl. beabsichtigen Abzug von Nachtwachegeldern , am 15.06. weist das Tribunal Bekl. an, für die vergangenen 2 Jahre 40 Rtlr an Kl.in zu bezahlen. Am 05.06. und 18.10.1773, 24.01. und 11.07.1774 bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung, am 31.08. beschwert sich Kl.in, daß Bekl. ihr die 20 Rtlr für das abgelaufene Jahr noch nicht bezahlt habe und fordert Reparatur der Gesindestuben. Das Tribunal fordert Bekl. am 07.09. zur Erwiderung wegen der Gesindestuben und zur Bezahlung des Geldes auf, am 03.10. erneuert Kl.in ihre Beschwerden. Am 04.10. erklärt Bekl., Zahlung geleistet zu haben und lehnt Reparatur als unnötig ab. Das Tribunal informiert Kl. am 05.10.1774 darüber. Am 22.09.1777 fordert Kl.in erneut Zahlung der im Vertrag vereinbarten 20 Rtlr Reparaturkosten / Jahr von Bekl., die seit 1775 ausstehen. Am 26.09. weist das Tribunal Bekl. zur Zahlung binnen 14 Tagen an, am 27.10. erklärt Bekl. ein mehrfaches der Summe verauslagt zu haben zum Erhalt des Hauses und verweigert die Bezahlung. Das Tribunal weist ihn am 31.10.1777 erneut zur Bezahlung an. Am 24.11.1778 fordert Kl.in erneut die Bezahlung der ausstehenden Jahresrate und erhält am 25.11. ein entsprechendes Mandat. Am 11.12. beschwert sich Kl.in, daß Bekl. dem Mandat keine Folge geleistet habe, das Tribunal beauftragt Kanzlist Anders am 15.12.1778 mit der Vollstreckung des Mandates. Am 05.07.1779 setzt das Tribunal für den 03.09.1779 einen Termin für einen Vergleich an, am 05.08. bittet Kl.in um ein Urteil und ein Mandat an Bekl. zur Bezahlung der jährlichen Reparaturkosten. Am 10.08.1779 hebt das Tribunal den Vergleichstermin auf und weist Bekl. zur Bezahlung der 20 Rtlr an. Am 24.01.1780 weist das Tribunal Kl.in zur Stellungnahme zum Restitutionsschriftsatz des Bekl. an, am 10.04. beschwert Bekl. sich, daß Kl.in dem nicht gefolgt sei und erbittet erneutes Mandat an sie, das er am 11.04. erhält. Am 19.05. legt Kl.in ihre Stellungnahme vor, weist Behauptungen des Bekl. zurück und besteht auf Einhaltung des Vertrages, das Tribunal fordert Bekl. am 30.05. zur Erwiderung auf. Am 02.12.1780 beschwert sich Kl.in, daß diese Antwort noch nicht erfolgt sei und bittet zugleich um Zahlungsanweisung wegen der ihr zustehenden 20 Rtlr, die sie am 06.12.1780 erhält. Am 17.03.1781 erneuert Kl.in ihre Bitte, erhält aber keinen Bescheid des Gerichts. Am 07.05. erklärt Bekl. erneut, daß er für die Bezahlung der 20 Rtlr Reparaturkosten auch die Durchführung von Reparaturen verlange und nicht willens sei, das abrißreife Hintergebäude grundlegend zu sanieren. Das Tribunal fordert Kl.in am 08.05. zur Erwiderung auf, am 29.06. bedauert Kl.in, daß der Vertrag über den Umfang der Reparaturen nicht eindeutig sei und erbittet Urteil des Tribunals. Am 09.07. und 22.10.1781 bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung, am 21.01.1782 setzt das Gericht erneut einen Termin für den 15.02.1782 zum Vergleich an, der erfolgreich durchgeführt wird, die Zuständigkeiten für die Reparaturen, Prozeßkosten und Schadensersatz neu regelt. Am 28.07.1783 und 01.04.1784 erhobene erneute Ansprüche der Kl.in auf die Zahlung der vereinbarten jährlichen Reparaturkosten von 20 Rtlr werden am 17.04.1784 mit Verweis auf den geschlossenen Vergleich abgewiesen.
Prozessbeilagen: (7) Mietverträge zwischen den Parteien vom 03.04.1761 und 07.07.1764; Zustandsbericht und Reparaturplan des Maurermeisters Bernitt und des Zimmermeisters Friedrich Fust vom 04.02.1772; Auszug aus dem Kaufvertrag zwischen dem Ratsherrn Staalkopf und dem Bekl. vom 01.05.1755; Quittung der Kl.in von Trinitatis 1772; Verzeichnis der Reparaturkosten vom 21.09.1772 (97 Rtlr 24 s); Prozeßvollmacht der Kl.in für Dr. Ungnade vom 15.10.1772; von Tribunalspedell C.G. Wolf ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 25.11.1778; Auszug aus dem Protokoll des Vergleichs vom 15.02.1782
Instanzenzug: 1. Tribunal 1772 2. Tribunal 1772-1784
Kläger: (2) Friederica Dorothea von Langen zu Wismar
Beklagter: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse, Prokurator am Tribunal
Anwälte: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P), seit 1782: Johann Franz von Palthen (A & P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2017


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3021
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Zinsen
Alte Signatur: Wismar S 147 (W S 5 n. 147)
Laufzeit: (1701-1704) 26.04.1704-07.03.1705, 05.07.1706-
Fallbeschreibung: Kl. ist von der Witwe des Assessors Schleusing, die ihm 1.000 Rtlr schuldet, im Jahre 1701 eine Obligation der Bekl. über 600 Rtlr überschrieben worden, für die er von Bekl. Zinsen gefordert hat. Da Bekl. die Zahlung verweigert, bittet Kl. um entsprechende Anweisung an sie. Am 02.05. wird Bekl. vom Tribunal aufgefordert, sich binnen 6 Wochen zu den Vorwürfen zu äußern. Am 10.06. erbittet sie Fristverlängerung und erhält diese am 23.06., am 01.09. trägt sie vor, daß sie selbst Ansprüche an die Witwe Schleusing hat, der sie ein Haus vermietet hat und von der sie die Miete nicht pünktlich erhält, so daß sie die Zinsen der Obligation für die Mietzahlung einbehält. Sie verspricht aber, Kl. die Zinsen künftig pünktlich zu bezahlen. Das Tribunal teilt Kl. dies am 05.09. mit. Am 17.11.1704 besteht Kl. auf seinen Ansprüchen, am 03.01.1705 bittet Bekl. wegen des Todes ihrer Tochter um Fristverlängerung und erhält diese am 27.01. Am 03.03. besteht Bekl. darauf, mit den Geldern, auf die Kl. Anspruch erhebt, ihre Ansprüche gegen Witwe Schleusing abzusichern und bittet, sie von seiner Klage zu entbinden. Das Tribunal teilt dies dem Kl. am 04.03.1705 mit und schließt die Beweisaufnahme. Am 05.07.1706 setzt das Tribunal die Entscheidung in der Sache bis zur Klärung des Falles des Kl.s gegen die Witwe Schleusing aus.
Prozessbeilagen: (7) Schreiben der Bekl. an Kl. vom 09.04.1704; Nachricht des Auditeurs Mevius Völschow vom 13.10.1701; Schreiben der Witwe Schleusing an Kl. vom 03.03.1703; Schreiben des Kl.s an Witwe Schleusing vom 15.10.1701; Schreiben der Witwe Schleusing an Bekl. vom 30.06.1703; Prozeßvollmacht der Bekl. für Dr. Gerdes vom 11.11.1704
Instanzenzug: 1. Tribunal 1704-1706
Kläger: (2) Generalmajor Carl Leopold Müller von der Lühne zu Stettin
Beklagter: Barbara Mevius, Witwe des Assessors Klinckow von Friedensschildt
Anwälte: Kl.: Mevius Völschow (A), Dr. Christoph Gröning (P) Bekl.: Jacob Bullius (A), Dr. Jacob Gerdes (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3021


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1878
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar L 21 (W L 1 n. 21)
Laufzeit: (1684-1686) 19.04.1686-08.07.1686,
Fallbeschreibung: Kl. ist am 19.01.1685 in Hamburg als Hauslehrer der Söhne des Bekl. angestellt worden und hat bis Dezember des Jahres nur 4 Rtlr 16 s erhalten, obwohl er den Söhnen täglich 6 bis 8 Stunden Unterricht erteilt hat. Er bittet das Tribunal, ihm zu seinem Lohn und seinen Ausgaben in Höhe von 96 Rtlr 19 s zu verhelfen. Tribunal fordert Kl. am 19.04. zur Vorlage einer Rechnung auf. Am 18.05. bittet Bekl. zunächst um Mitteilung des Schriftsatzes des Kl.s, den er am 21.05. erhält. Am 20.05. legt Kl. seine Rechnung vor und bittet Bekl. zur Bezahlung anzuweisen. Das Tribunal erläßt am 21.05. ein Mandat cum clausula. Am 12.06. streitet Bekl. jedoch um die Höhe des Lohnes und bereits erfolgte Zahlungen, über die er Aufstellung vorlegt. Das Tribunal fordert Kl. am 14.06. zur Erwiderung auf. Diese geht am 21.06. ein, Kl. besteht auf seiner Forderung und weist Vorwürfe des Bekl. zurück. Am 22.06. fordert das Tribunal Bekl. zur Antwort auf, am 22.06. bittet Kl. darum, Bekl., der aus Wismar abreisen will, zur Stellung einer Kaution für seine Forderungen anzuweisen. Am 30.06. weist Bekl. die Forderungen erneut zurück, das Tribunal schließt die Beweisaufnahme daraufhin am 03.07.1686. Am 07.10.1687 bittet Kl. um Prozeßbeschleunigung, am 23.01.1688 setzt das Tribunal den Lohn schließlich auf 80 Rtlr fest, zieht den bereits gezahlten Lohn davon ab und weist die Zahlung aus der Kaution des Bekl. an.
Prozessbeilagen: (7) Auszug aus mehreren Schreiben des Generalmajors von Vick an Lemmayer vom 11. und 22.02., 06.05.1685 und vom 17.03.1686; Zeugnisse für die Arbeit Lemmayers von mehreren Kollegen: J.G. Meurer, Theodor Röph, Magister Johann Conrad Helsing, Reinert Solcher, alle aus Hamburg vom 19.03.1686; Schreiben Lemmayers an Vick vom 27.03.1686 und o.D.; Schreiben Reinnert Sölschers zu Hamburg an Kl. vom 12.02.1686; der C.G. Werin aus Hamburg an Vick vom 01.06.1685; Schreiben der Söhne Nicolaus Heinrich und Georg Leonhart von Vick an ihren Vater vom 26. und 28.05.1686; Aussage des Magister Christian Keil, Pastor zu Ottensen vom 26.05.1686; Rechnung über bereits gezahlten Lohn an Kl. (32 Rtlr 19 s); Arbeitszeugnisse für Lemmayer von Christoph Andreas Weingab zu Berka vom 09.11.1684 und von Magister Theophil Rößer zu Vinaria vom 16.11.1684, Quittung Lemmayers über von Bekl. empfangene 5 Rtlr 13 s; Prozeßvollmacht des Bekl. für Dr. Gerdes vom 19.06.1686
Instanzenzug: 1. Tribunal 1686-1688
Kläger: (2) Tobias Lemmayer, Hauslehrer in Hamburg
Beklagter: Heinrich von Vick, Generalmajor und Landeshauptmann
Anwälte: Bekl.: Dr. Jacob Gerdes (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1878


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0753
Prozessgegenstand: Promotoriales Auseinandersetzung um Verteilung eines Erbes
Alte Signatur: Wismar E 54 (W E n. 54)
Laufzeit: (1760-1763) 15.05.1763-12.08.1763,
Fallbeschreibung: Kl. teilen Tribunal am 23.04.1763 mit, daß die Ehefrau des Kriegsrates von Essen, geb. v. Beggerow, verstorben ist und als Vormund ihrer Tochter Beata Amalia den Bekl. eingesetzt hat. Kl. bitten darum, Bekl. zum Anfertigen eines Inventars aufzufordern und ihn dieses an sie schicken zu lassen. Das Tribunal fordert Lange am 12.08.1763 entsprechend auf. Am 30.03. und 05.07.1765 erneuern Kl. ihre Bitte an das Tribunal, das Gericht weist Bekl. am 10.07. entsprechend an. Am 27.08. berichtet Bekl. von seinen Bemühungen, dem weit verstreuten Erbe und von der Habe seines Mündels, die er verwaltet. Das Tribunal leitet diese Information am 09.09.1765 an Kl. weiter. Am 01.02.1766 teilen Kl. die Einwände des Kammeradvokaten Sproegel gegen das Inventar mit, das von Bekl. nicht durch einen Eid bekräftigt worden ist und in dem wertvolle Gegenstände fehlen. Das Tribunal fordert Bekl. am 18.03. zur Erwiderung auf, die am 21.04.1766 eingeht und in der Bekl. Vorwürfe zurückweist. Am 25.02.1768 erbitten Kl. Amtshilfe bei der Ermittlung der Ansprüche von Beata Amalia von Essen am Colberg-Liebeherrschen Fideicommiss, am 26.05.1768 erstattet Bekl. Bericht. Am 21.11.1769 berichtet Bekl. von anstehender Hochzeit seines Mündels mit dem Bützower Prof. Martini und erbittet Zustimmung des Tribunals zur Rechnungslegung, die er am 24.11.1769 erhält. Am 01.05.1770 legt Bekl. die Vormundschaftsrechnung vor, am 24.07.1770 erläßt das Tribunal Bekl. die Vormundschaft.
Prozessbeilagen: (7) Inventar der Hinterlassenschaft der Witwe des Kriegsrates von Essen in Üselitz auf Rügen bzw. Berlin vom 07.10.1762; Auszug aus dem Testament des verstorbenen Hofrats Gottfried Klippel vom 12.06.1760; Schreiben des Kammeradvokaten Sproegel an Kl. vom 28.12.1765; Taxationsprotokoll des Silberschmucks der Witwe von Essen vom 20.02.1764; Bericht des gemeinen Anwalts der Liebeherrschen Konkurses wegen der von Liebeherrschen Fideicommisse vom 23.12.1767; Vormundschaftsrechnung von Langens vom 25.02.1763-Dezember 1769 vom 02.01.1770; Bestätigung von Amalia Beata Martini, geb. von Essen und Johann Matthias Martini über Abrechnung der Vormundschaft durch Bekl.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1763-1770
Kläger: (2) Präsident und Räte des Königl. Preußischen Mittelmärkischen Pupillenkollegs zu Berlin
Beklagter: Kammerherr Johann Carl von Langen zu Neukloster
Anwälte: Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0753


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3584
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Verteilung der Konkursmasse
Alte Signatur: Wismar V 44 (W V I n. 44)
Laufzeit: (1734-1742) ??.04.1742-23.02.1743
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl. um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Appellation und erteilter Genehmigung des Tribunals vom ??.04.1742 reichen die Kl. am ? ihre Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil ein. Der Bekl. hatte beim Konkurs seines Schwiegersohnes Dietrich Aller zwei Forderungen geltend gemacht, für die er keine Zinsen erhoben und deshalb nach Lübischem Recht den Vorzug vor den anderen Gläubigern erhalten hatte. Die Kl. finden heraus, daß es sich bei den Schuldforderungen des Bekl. jedoch teilweise um Warenschulden gehandelt hatte, die sich für eine bevorrechtigte Behandlung nicht qualifizieren. Da sie vor dem Ratsgericht in zweiter Instanz abgewiesen werden, appellieren die Kl. an das Tribunal und bitten die Reihenfolge bei der Befriedigung der Schuldansprüche neu zu regeln. Das Tribunal lehnt den Antrag am 20.10.1742 ab, am ??.11. bitten die Kl. um 6wöchige Frist, um neue Argumente vortragen zu dürfen und erhalten diese am 04.12.1742. Am ??.01.1743 trägt Lembke allein neue Argumente gegen das Ratsgerichtsurteil vor, wird aber am 22.02.1743 abgewiesen.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 20.09.1741, 28.02.1742; von Notar Johann Philipp Treffner aufgenommene Appellation vom ?; Ratsgerichtsprotokoll vom ??.12.1741; Obligationen Allers für Holst vom 23.11.1734, 22.04.1736; Vertrag zwischen Dietrich Allers und David Lembke sen. über die Reparatur einer gemeinsamen Brandmauer vom 18.05.1737; Stadtbuchschrift vom 12.12.1738
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1741 2. Ratsgericht 1741-1742 3. Tribunal 1742 4. Tribunal 1742-1743
Kläger: (2) David Lembke sen. und die Erben von Emanuel Stegmeister als Erben des Ratsherrn Johann Jürgen Velthusen (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Marcus Holst, Bürgerworthalter zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Johann Hinrich Lüers (A), Dr. Carl Daniel Schlaff (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3584


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2035
Prozessgegenstand: Implorationis Auseinandersetzung um Besitz an Häusern
Alte Signatur: Wismar L 144 (W L n. 144)
Laufzeit: 11.03.1785-10.09.1785
Fallbeschreibung: Nach dem Tod seiner Frau Albertina Friederica, geb. v. Bornfeldt, bittet Kl. das Tribunal, durch eine öffentliche Aufforderung herauszufinden, ob an den von ihm geerbten Häusern in der Lübschen und Baustraße Ansprüche Dritter bestehen. Er bittet das Tribunal, auch den Lübecker Rat und die Schweriner Justizkanzlei um ihre Unterstützung bei der Suche nach eventuellen Erben anzuhalten. Das Tribunal erläßt am 16.03. entsprechende Proklamationen in Wismar und Schreiben an die auswärtigen Instanzen, am 31.05. findet ein Liquidationstermin statt, bei dem die Forderungen anderer Erben namhaft gemacht werden (Nr. 2036). Am 09.06. erhalten alle eventuellen Erben eine 6wöchige Frist zur Anmeldung ihrer Ansprüche, am 10.09.1785 werden alle späteren Forderungen abgewiesen..
Prozessbeilagen: (7) Schreiben an die Schweriner Justizkanzlei und den Lübecker Rat vom 16.03.1785; Auszug aus dem Liquidationsprotokoll vom 31.05.1785; Bestätigung über erfolgte Aushänge durch Tribunal, Räte Schwerins und Lübecks vom 28.-30.05.1785; Mecklenburgische Nachrichten vom 02.04., 07. und 14.05.1785; "Wismarsche privilegirte wöchentliche Anzeigen und Nachrichten" vom 07. und 24.04.1785; Altonaischer Merkur vom 07. und 14.04.1785
Instanzenzug: 1. Tribunal 1785
Kläger: (2) Christian Ludwig von Lowtzow, kgl. preußischer Major und Ritter
Beklagter: eventuelle Erben der Albertina Friederica von Lowtzow, geb. v. Bornfeldt
Anwälte: Kl.: Dr. Johann David Lembcke (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2035
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