-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  22.: 1. Kläger V
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 22. 1. Kläger V
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Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3593
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar V 51 (W V I n. 51)
Laufzeit: (1749) 23.06.1749-12.07.1749
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Bekl. um Verkürzung der Frist für den Kl. zum Einreichen seines Schriftsatzes vom 23.06.1749 und erteiltem Mandat des Tribunals an den Kl., binnen 8 Tagen seinen Fall vorzutragen, legt dieser am 02.07. seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor. Der Kl. hat Weine aus Bordeux gekauft und mit drei Wechseln bezahlen wollen, von denen einer geplatzt ist. Der Weinhändler verweigert daraufhin jeden weiteren Zahlungsaufschub und läßt den dem Kl. gehörenden Sechstelpart in der Fregatte "Die Stadt Wismar", die sich gerade in Bourdeaux befindet, beschlagnahmen. Der Schiffer schließt einen Bodmereibrief über 2.950 Livres ab und darf daraufhin mit seinem Schiff auslaufen. Als er in Hamburg ankommt, legte der Weinhändler dort auf das Schiff Arrest. Die Reeder forderten daraufhin vor dem Ratsgericht vom Kl., das Geld an Weinhändler zu bezahlen, damit das Schiff weiterfahren könne. Das Ratsgericht verurteilt den Kl. dazu, dafür zu sorgen, daß der Arrest sofort gelöst wird oder stellen den Reedern frei, sein Sechstelpart zu verkaufen. Dagegen appelliert der Kl. vor dem Tribunal. Dieses trägt dem Rat am 11.07.1749 auf, den Gläubigern des Kl.s Kopien des Vorgangs zur Verfügung zu stellen und die vom Kl. erbetene Beschlagnahme der Frachtgelder "in anderweitige Erwegung" zu ziehen.
Prozessbeilagen: (7) Schreiben der Bekl. an Franz Kindt zu Wismar vom 17.06.1749; Schreiben der Bekl. an Wismarer Rat vom 20. und 31.05.1749; 2 Ratsgerichtsurteile vom 02.06.1749; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 03.06.1749
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1749 2. Tribunal 1749
Kläger: (2) Johann Caspar Velthusen, Ratsherr zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Landrat von Oertzen, Hans Kahl, Franz Kind, Jochim Ludwig Kahl, N N Karthaus als Reeder der Fregatte "Die Stadt Wismar" (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Carl Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3593


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3592
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar V 50 (W V I n. 50)
Laufzeit: (1745-1752) 05.07.1752-05.03.1753; 26.09.1754-
Fallbeschreibung: Beide Parteien hatten sich im Jahre 1750 auf die Bezahlung der Schulden der Bekl. in bestimmten Raten geeinigt, die Bekl. hat aber seit 1751 nicht mehr bezahlt, weshalb die Kl. um ein entsprechendes Mandat an sie bitten, das sie am 07.07. erhalten. Am 04.12.erbitten sie ein Mandat mit Vollstreckungsbefehl, da das erste nicht befolgt worden ist und erhalten es am 08.12.1752. Am 26.09.1754 erbitten die Kl. erneut einen Vollstreckungsbescheid gegen die Bekl., da diese außer der ersten Rate nichts bezahlt hat. Das Tribunal erläßt das gewünschte Mandat am 08.10. an den Kanzlisten Lehmann. Am 11.10. bietet die Bekl. an, die Forderung auf ihr Haus ins Stadtbuch eintragen zu lassen. Das Tribunal fordert die Kl. am 12.10.1754 auf, sich dazu zu erklären. Diese lehnen das Angebot am 24.10.1757 ab, woraufhin das Tribunal die Bekl. am 02.11. entsprechend zur Zahlung anweist. Am 26.10.1758 fordern die Kl. erneut die Zahlung, das Tribunal droht der Bekl. die Vollstreckung an, falls sie binnen sechs Wochen ihre Schulden nicht bezahlt. Am 15.12. erbitten die Kl. Umsetzung des Mandates und erhalten am 19.12.1758 entsprechenden Bescheid. Am 13. und 15.01.1759 versiegelt der Tribunalspedell das Haus der Bekl. und fordert diese zur Bezahlung auf, am 20.01. erbittet sie 6wöchige Fristverlängerung, wird am 22.01. aber abgewiesen. Am 24.01. wird ihr Besitz inventarisiert und abtransportiert, am 01.02. bitten die Kl. um Aussetzung der öffentlichen Versteigerung wegen des Krieges und erhalten am 03.02. einen entsprechenden Bescheid. Am 27.08. erbitten die Kl. Durchführung der Auktion, am 04.09. beauftragt das Tribunal den Pedellen entsprechend. Am 18.09. bietet die Bekl. an, eine Obligation der Familie Velthusen über 71 Rtlr, die sie geschenkt bekommen hat, an die Kl. auszuliefern, wenn diese ihr ihre Sachen zurückgeben. Das Tribunal verweist sie damit am 21.09. an die Kl. Diese zeigen am 12.02.1760 das Auktionsergebnis an und bestehen auf Bezahlung ihrer Restschuld durch den Verkauf des Hauses. Das Tribunal teilt dies der Bekl. am 13.02.1760 mit.
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Prozeßkosten vom 05.07., 04.12.1752, 26.09.1754, 24.10.1757, 26.10. und 15..12.1758; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 08.07.1752, 04.11.1757, 31.10.1758; von Tribunalspedell Wulff aufgenommenes Protokoll über die Versiegelung des Hauses der Bekl. vom 13. und 15.01.1759; Protokoll über Inventarisierung der Habe der Bekl. vom 24.01.1759; Schenkung der Catharina Maria Klockmann vom 07.05.1759; Obligation Johann Caspar Velthusens für Müller Klockmann vom 29.09.1745; Auktionsprotokoll vom 11.10.1759
Instanzenzug: 1. Tribunal 1752-1760
Kläger: (2) Velthusensche Kuratoren
Beklagter: Christine Louise Schneider zu Wismar
Anwälte: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: seit 11.10.1754: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P), seit 18.09.1759: Dr. Theodor Johann Quistorp
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3592


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3590
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar V 50 (W V I n. 50)
Laufzeit: (1716-1749) 09.05.1749-15.09.1750
Fallbeschreibung: Johann Rudolf Lauterbrunn hat 1737 100 Rtlr von den Erben des Ratsherrn Johann Jürgen Velthusen empfangen und als Sicherheit für die Rückzahlung sein Haus verpfändet, in dem die Bekl. jetzt wohnt. Da der Kl. sein Geld seit langem zurückfordert, es aber nicht erhalten kann, bittet er das Tribunal, die Bekl. zur Räumung des Hauses binnen 3 Wochen oder zur Bezahlung der 100 Rtlr nebst Zinsen und Unkosten aufzufordern. Das Tribunal lädt die Bekl. am 13.05. auf den 03.06. vor, um die Verträge und Quittungen anzuerkennen. Am 02.06. bittet sie um Terminverschiebung, erhält diese am 03.06. auf den 20.06. und erkennt die Siegel ihres Stiefvaters an. Am 20.06. fordert sie weitere Beweise für die Berechtigung der Forderung des Kl.s und gibt an, Lauterbrunn habe das Haus unrechtmäßig verpfändet, da es mit dem Geld der Mutter gekauft worden sei. Das Tribunal fordert den Kl. am 23.06. zur Stellungnahme binnen 6 Wochen auf. Am 20.08. melden sich Johann Ernst Karthaus und Christian Friedrich Fabricius als Kuratoren der Velthusenschen Güter, weisen die Behauptungen der Bekl. zurück und fordern bessere Beweise. Das Tribunal fordert die Bekl. am 21.08. und 25.10. zur Stellungnahme auf, die am 10.12. eingeht und in der die Bekl. auf ihrer Sicht besteht. Am 11.12.1749 schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 19.01. und 13.04.1750 bitten Parteien um Beschleunigung der Sache. Am 06.07. setzt das Tribunal den 15.09.1750 zum gütlichen Vergleich an und vermittelt an diesem Tag die Ratenzahlung der auf 250 Mk. herabgesetzten Schuld.
Prozessbeilagen: (7) Obligation des Kammerschreibers Johann Rudolph Lauterbrunn vom 23.02.1737; Kaufvertrag zwischen den Vormündern der Kinder des Kapitäns Schneider und J. R. Lauterbrunn über ein Haus in der Böttcherstraße vom 08.07.1716; Quittung über die Bezahlung des Kaufpreises vom 15.11.1716; von Notar Ernst August Leich aufgenommene Zeugenbefragung des Hinrich Meyer und dessen Frau Catharina Maria vom 29.05.1749; von Notar Johann Philipp Treffner aufgenommene Zeugenbefragung der Elisabeth Kähler vom 09.06.1749; Schreiben des J.R. Lauterbrunn an seine Ehefrau vom 14.05.1716; Obligation von J. R. und Agnes Dorothea Lauterbrunn für General Kraag vom 01.07.1716; Einquartierungsbescheide für Lauterbrunn vom ??.04., ??.06., 12.09. und 06.08.1716; Schuldverschreibung Lauterbrunns für die Witwe Andreas Steffens vom 24.07.1733; Schreiben des N N von Blücher an Lauterbrunn vom 21.12.1737; Auskunft des Kämmereischreibers Joachim Christoph Eschert vom 07.08.1749; Prozeßvollmachten der Velthusenschen Kuratoren vom 02.09.1749 und der Bekl. vom 31.12.1749
Instanzenzug: 1. Tribunal 1749-1750
Kläger: (2) Johann Caspar Velthusen, Ratsherr zu Wismar
Beklagter: Christine Louisa Schneider zu Wismar
Anwälte: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.: Dr. Michael Zylius (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3590


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3589
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar V 49 (W V I n. 49)
Laufzeit: (1747) 11.01.1748-31.05.1748
Fallbeschreibung: Der Kl. hat beim Bekl. im Jahre 1742 Hering bester Qualität bestellt. Von der Lieferung waren 13,5 Tonnen aber bereits bei ihrer Ankunft verdorben und mußten aus dem Verkehr gezogen werden. Der Kl. hat ein Qualitätszeugnis vom vereidigten Heringswracker Linow anfertigen lassen, den Bekl. zur Rücknahme aufgefordert und vom Gewett nach anderthalb Jahren die Erlaubnis erhalten, den Hering vergraben zu lassen. Kurz darauf wird er vom Bekl. wegen Bezahlung des Herings vor dem Rat verklagt, der den Kl. in zwei Instanzen zur Bezahlung verurteilt und von ihm bessere Beweise für die mindere Qualität des Herings verlangt. Der Kl. appelliert daraufhin an das Tribunal und fordert Beweise vom Bekl. für die angeblich gute Qualität des Fisches und Berichtigung des Urteils. Das Tribunal lehnt die Annahme des Prozesses ohne Angabe von Gründen am 09.02.1748 ab. Daraufhin trägt der Kl. am 21.03. neue Gründe für seine Appellation vor, diese werden jedoch am 24.05.1748 wegen Unerheblichkeit zurückgewiesen.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 04.10.1747; vom Notar Josias Matras aufgenommene Appellation vom 12.10.1747; Articuli probatoriales für die Zeugen Caspar Fröhlich, Hans Jürgen Hancke und Jürgen Matthias Lahtz
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1747 2. Ratsgericht 1747 3. Tribunal 1748 4. Tribunal 1748
Kläger: (2) Erich Voigt, Brauer und Kaufmann zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Carl von der Fehr aus Bergen in Norwegen (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Joachim Christoph Ungnade (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3589


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3588
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Ausübung des Handwerks
Alte Signatur: Wismar V 48 (W V I n. 48)
Laufzeit: (1740) 24.06.1745-29.06.1745
Fallbeschreibung: Der Kl. nimmt kleinere Operationen und Kuren vor, soll aber auf Bitten der Wismarer Chirurgen vom Rat aus der Stadt gewiesen werden. Er bittet darum, seine Arbeit weiterhin ausüben zu dürfen, da sie die Tätigkeit der Wismarer Chirurgen nur ergänzt, ihnen aber keine Patienten wegnimmt. Das Tribunal weist den Rat am 29.06.1745 entsprechend an und erteilt dem Kl. eine unbefristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.
Prozessbeilagen: (7) Bescheinigungen der Vorpommerschen Landesregierung vom 17.08. und 21.12.1740; Schreiben der Vorpommerschen Landesregierung an Oberinspektor Roman vom 21.12.1740
Instanzenzug: 1. Tribunal 1745
Kläger: (2) Georg Christian Vollbrecht, Operateur aus Grimmen
Beklagter: Bürgermeister und Rat von Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3588


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3586
Prozessgegenstand: Querulationis Auseinandersetzung um Festnahme
Alte Signatur: Wismar V 47 (W V I n. 47)
Laufzeit: (1745) 20.12.1745-18.05.1748
Fallbeschreibung: Der Kl. ist in Wismar auf Bitte des Rostocker Weinschenken Kravel, der noch 100 fl. von ihm zu fordern hat, von der Stadtwache im Namen des Wismarer Rates festgenommen worden und queruliert gegen diese Festnahme vor dem Tribunal, da er als mecklenburgischer Adliger nicht unter Wismarer Jurisdiktion stehe. Am 20.12.1745 erbittet der Rostocker Rat die Unterstützung des Tribunals bei der Befriedigung der Forderungen seines Bürgers Kravel. Das Tribunal erläßt am 01.02.1746 ein Schreiben an den Wismarer Rat, die Akten der Vorinstanz einzusenden. Diese gehen am 14.02. ein, am 25.04. wird auf Antrag des Kl.s der 03.05. zur Eröffnung der Akten angesetzt, am 04.07. und 17.10.1746 sowie am 23.01.1747 bitten die Parteien um Beschleunigung des Verfahrens. Am 17.04.1747 erklärt das Tribunal das Vorgehen des Rates für rechtmäßig und gibt die Akten der Vorinstanz an den Rat zum Vollzug seines Urteils zurück. Am 29.05.1747 ergreift der Kl. gegen das Urteil restitutio in integrum und erbittet Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes, die er am 31.05. erhält. Seine Bitte vom 10.07. wegen weiterer Fristverlängerung wird am 12.07.1747 abgelehnt.
Prozessbeilagen: (7) Bürgschaft Christian Ludwig Hundts für Kl. vom 17.12.1745; Schreiben des Kl.s an den Wismarer Rat vom 17.12.1745; Ratsgerichtsurteil vom 17.12.1745; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 18.12.1745; Schreiben Kravels an den Rostocker Rat vom 19.12.1745; Rationes decidendi des Wismarer Ratsgerichts; Erklärung der Margaretha Catharina v. Vietinghoff geb. v. Preen vom 08.01.1746; Prozeßvollmachten des Kl.s für Dr. C.C. Gröning vom 01.02.1746, Kravels und des Rates für Dr. A.C. Gröning vom 11.05.1746 bzw. 30.01.1747
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1745 2. Tribunal 1745-1747 3. Tribunal 1747-1748
Kläger: (2) Carl Leopold von Vietinghoff, mecklenburgischer Oberkammerjunker (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar sowie der Weinschenk Joachim Kravel jun. aus Rostock (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Carl Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Anton Christoph Gröning (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3586


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3585
Prozessgegenstand: Querulationis Auseinandersetzung um Rückgabe persönlichen Eigentums
Alte Signatur: Wismar V 46 (W V I n. 46)
Laufzeit: (1745) 04.09.1745-25.04.1746 (1746)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 04. und 25.09. um Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilten Genehmigungen des Tribunals vom 07. und 27.09., legt der Kl. am 16.10. seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor. Nachdem seine Mutter ihre Zahlungsunfähigkit erklärt hatte, wird ihr Haus versiegelt. In diesem Haus befindet sich aber auch die persönliche Habe des Kl.s gegen den niemand Ansprüche erhoben hat. Er bittet daher den Rat, ihm neben seiner Kleidung und seinem Reitzeug seine andere Habe auszuhändigen, wird aber im Gegenzug aufgefordert zu beweisen, daß die von ihm geforderten Sachen ihm wirklich gehörten. Als er dagegen restitutio in integrum vor dem Ratsgericht einlegt, wird das Urteil bestätigt, weshalb er sich an das Tribunal wendet und dort queruliert und auf Herausgabe seiner Habe klagt. Das Tribunal fordert den Rat am 07.12. auf, die Akten der Vorinstanz zur Prüfung einzusenden. Diese gehen am 30.12.1745 ein, , am 24.01.1746 erbitten die Parteien die Prüfung der Akten, am 28.01. setzt das Tribunal den 01.02. dazu an. Am 25.04.1746 bestätigt das Gericht das Ratsgerichtsurteil und sendet die Akten am 07.06.1746 an dieses zurück
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 26.05. und 24.07.1745; von Notar Jochim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 30.07.1745; Schreiben der Bekl. an den Wismarer Rat vom 26.05.1745; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Gröning vom 22.01.1746; Rationes decidendi des Ratsgerichts; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabebestätigung für ein Tribunalsmandat vom 15.06.1746
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1745 2. Ratsgericht 1745 3. Tribunal 1745-1746
Kläger: (2) Leutnant Dietrich Joachim von Vietinghoff (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: die Gläubiger seiner Mutter, der Witwe des Oberst Vietinghoff (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Carl Christoph Gröning (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3585


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3581
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo sine clausula Auseinandersetzung um die Gewährung freier Unterkunft
Alte Signatur: Wismar U 41 (W U I n. 41)
Laufzeit: 01.10.1739-23.10.1739
Fallbeschreibung: Der Kl. hatte im Sommer 1739 3 Monate lang die Wismarer Garnison befehligt und vom Rat freies Quartier erbeten. Die Bekl. hatten ihm aber nur 2 Rtlr 24 s / Monat Quartiergeld gegeben, mit denen er sein Quartier nicht hatte bezahlen können. Er bittet das Tribunal um ein Mandat an den Rat, die 15 Rtlr, die er seinem Wirt noch schuldet, auszuzahlen. Das Tribunal weist den Rat am 02.10. entsprechend zur Zahlung an. Der Rat legt am 20.10. seine Gegenargumente vor und bittet, ihn von der Zahlung der 15 Rtlr zu entbinden und es bei dem gezahlten Betrag zu belassen. Die Entscheidung des Tribunals erhellt nicht, da ein Protokoll extrajudiciale vom 23.10.1739, auf das verwiesen wird, nicht beiliegt.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1739
Kläger: (2) Oberstleutnant F.V. von Usedom
Beklagter: Bürgermeister und Rat von Wismar
Anwälte: Bekl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A), Dr. Erich Hertzberg (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3581


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3580
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Teilung eines Erbes
Alte Signatur: Wismar V 39 (W V I n. 39)
Laufzeit: (1719-1737) 03.09.1737-02.10.1737
Fallbeschreibung: Der Kl. war mehrere Jahre als Hofmeister in Europa unterwegs und ist trotz wiederholter Bitten an den Rat, ihm für den eventuell eintretenden Todesfall der Eltern einen Vormund von Amts wegen zu bestellen, bei der Aufteilung des Erbes nicht berücksichtigt worden. Bei seiner Rückkehr nach Wismar fordert er seinen Teil aus der Konkursmasse des Erbes, erreicht aber nur die Anweisung des Rates, das ihm zustehende Sechstel bis nach der Bezahlung aller Schulden zu reservieren. Der Kl. appelliert dagegen, da seinen Geschwistern auch bereits beträchtliche Summen ausgezahlt worden sind. Das Tribunal weist die Appellation am 01.10.1737 zurück.
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Kl.s an den Wismarer Rat vom 16.07., 05., 08. und 16.08.1737; von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommene Appellation vom 16.08.1737; Ratsgerichtsurteile vom 20.07. und 08.08.1737; Testament des Johannes Vehlhering vom 18.12.1719; Auszug aus der Vormundschaftsrechnung für Catharina Dorothea Vehlhering 08.07.1723-09.06.1733; für Maria Vehlhering vom 05.10.1723-30.04.1733
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1737 2. Tribunal 1737
Kläger: (2) Christoph Vehlhering, früher Hofmeister, jetzt zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Albrecht Ernst Riemer und Joachim Ludwig Spangenberg zu Neubukow (Bekl. in 1. Instanz)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3580


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3579
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Baumaßnahmen
Alte Signatur: Wismar V 38 (W V I n. 38)
Laufzeit: (1731-1732) 06.05.1732-11.07.1732 (20. Jh.)
Fallbeschreibung: Der Kl. wollte sich auf seinem Grundstück einen Katen als Wohnung fürs Altenteil bauen und Haus und Hof an seinen Sohn abtreten. Die Bekl. wehren sich vor dem Amtsgericht gegen die Baupläne, weil sie die Rechte des Dorfes und ihre eigenen Rechte beschnitten sehen, das Amtsgericht verbietet den Bau des Katens am von Kl. vorgesehenen Ort. Dieser appelliert gegen das Urteil des Amtsgerichts und erbittet am 27.06. Nachricht über die Entscheidung des Tribunals, das den Antrag am 11.07.1732 ablehnt.
Prozessbeilagen: (7) Gerichtsprotokoll im Haus des Ratsherrn Dr. Gröning vom 18.09.1731; Protokoll des Poeler Amtsgerichts vom 03.04.1732; von Notar Georg August Pladecius aufgenommene Appellation vom 09.04.1732; Amtsgerichtsurteil vom 03.04.1732; Aussage des Claes Bauert (o.D.); Aufstellung über erwähnte Personen (20. Jh.)
Instanzenzug: 1. Amtsgericht zu Poel 1732 2. Tribunal 1732
Kläger: (2) Carl Vieth zu Malchow auf Poel (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Peter Steenhagen und Joachim Beyer zu Malchow auf Poel (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Josias Matras (A)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3579
55 Gerichtsakten «   11   -   20   »