-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  22.: 1. Kläger V
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 22. 1. Kläger V
55 Gerichtsakten   1   -   10   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3579
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Baumaßnahmen
Alte Signatur: Wismar V 38 (W V I n. 38)
Laufzeit: (1731-1732) 06.05.1732-11.07.1732 (20. Jh.)
Fallbeschreibung: Der Kl. wollte sich auf seinem Grundstück einen Katen als Wohnung fürs Altenteil bauen und Haus und Hof an seinen Sohn abtreten. Die Bekl. wehren sich vor dem Amtsgericht gegen die Baupläne, weil sie die Rechte des Dorfes und ihre eigenen Rechte beschnitten sehen, das Amtsgericht verbietet den Bau des Katens am von Kl. vorgesehenen Ort. Dieser appelliert gegen das Urteil des Amtsgerichts und erbittet am 27.06. Nachricht über die Entscheidung des Tribunals, das den Antrag am 11.07.1732 ablehnt.
Prozessbeilagen: (7) Gerichtsprotokoll im Haus des Ratsherrn Dr. Gröning vom 18.09.1731; Protokoll des Poeler Amtsgerichts vom 03.04.1732; von Notar Georg August Pladecius aufgenommene Appellation vom 09.04.1732; Amtsgerichtsurteil vom 03.04.1732; Aussage des Claes Bauert (o.D.); Aufstellung über erwähnte Personen (20. Jh.)
Instanzenzug: 1. Amtsgericht zu Poel 1732 2. Tribunal 1732
Kläger: (2) Carl Vieth zu Malchow auf Poel (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Peter Steenhagen und Joachim Beyer zu Malchow auf Poel (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Josias Matras (A)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3579


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3592
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar V 50 (W V I n. 50)
Laufzeit: (1745-1752) 05.07.1752-05.03.1753; 26.09.1754-
Fallbeschreibung: Beide Parteien hatten sich im Jahre 1750 auf die Bezahlung der Schulden der Bekl. in bestimmten Raten geeinigt, die Bekl. hat aber seit 1751 nicht mehr bezahlt, weshalb die Kl. um ein entsprechendes Mandat an sie bitten, das sie am 07.07. erhalten. Am 04.12.erbitten sie ein Mandat mit Vollstreckungsbefehl, da das erste nicht befolgt worden ist und erhalten es am 08.12.1752. Am 26.09.1754 erbitten die Kl. erneut einen Vollstreckungsbescheid gegen die Bekl., da diese außer der ersten Rate nichts bezahlt hat. Das Tribunal erläßt das gewünschte Mandat am 08.10. an den Kanzlisten Lehmann. Am 11.10. bietet die Bekl. an, die Forderung auf ihr Haus ins Stadtbuch eintragen zu lassen. Das Tribunal fordert die Kl. am 12.10.1754 auf, sich dazu zu erklären. Diese lehnen das Angebot am 24.10.1757 ab, woraufhin das Tribunal die Bekl. am 02.11. entsprechend zur Zahlung anweist. Am 26.10.1758 fordern die Kl. erneut die Zahlung, das Tribunal droht der Bekl. die Vollstreckung an, falls sie binnen sechs Wochen ihre Schulden nicht bezahlt. Am 15.12. erbitten die Kl. Umsetzung des Mandates und erhalten am 19.12.1758 entsprechenden Bescheid. Am 13. und 15.01.1759 versiegelt der Tribunalspedell das Haus der Bekl. und fordert diese zur Bezahlung auf, am 20.01. erbittet sie 6wöchige Fristverlängerung, wird am 22.01. aber abgewiesen. Am 24.01. wird ihr Besitz inventarisiert und abtransportiert, am 01.02. bitten die Kl. um Aussetzung der öffentlichen Versteigerung wegen des Krieges und erhalten am 03.02. einen entsprechenden Bescheid. Am 27.08. erbitten die Kl. Durchführung der Auktion, am 04.09. beauftragt das Tribunal den Pedellen entsprechend. Am 18.09. bietet die Bekl. an, eine Obligation der Familie Velthusen über 71 Rtlr, die sie geschenkt bekommen hat, an die Kl. auszuliefern, wenn diese ihr ihre Sachen zurückgeben. Das Tribunal verweist sie damit am 21.09. an die Kl. Diese zeigen am 12.02.1760 das Auktionsergebnis an und bestehen auf Bezahlung ihrer Restschuld durch den Verkauf des Hauses. Das Tribunal teilt dies der Bekl. am 13.02.1760 mit.
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Prozeßkosten vom 05.07., 04.12.1752, 26.09.1754, 24.10.1757, 26.10. und 15..12.1758; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 08.07.1752, 04.11.1757, 31.10.1758; von Tribunalspedell Wulff aufgenommenes Protokoll über die Versiegelung des Hauses der Bekl. vom 13. und 15.01.1759; Protokoll über Inventarisierung der Habe der Bekl. vom 24.01.1759; Schenkung der Catharina Maria Klockmann vom 07.05.1759; Obligation Johann Caspar Velthusens für Müller Klockmann vom 29.09.1745; Auktionsprotokoll vom 11.10.1759
Instanzenzug: 1. Tribunal 1752-1760
Kläger: (2) Velthusensche Kuratoren
Beklagter: Christine Louise Schneider zu Wismar
Anwälte: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: seit 11.10.1754: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P), seit 18.09.1759: Dr. Theodor Johann Quistorp
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3592


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2239
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo poenale Auseinandersetzung um Bezahlung einer Entschädigung
Alte Signatur: Wismar M 169 (W M n. 169)
Laufzeit: (1783) 29.08.1783-29.11.1783
Fallbeschreibung: Das Tribunal hatte die Parteien am 17.06.1783 darauf verglichen, daß Bekl. dem Kl. Geld wegen der widerrechtlichen Veräußerung von Amtssilber und seiner daraus entstandenen Prozeßkosten bis Johannis bezahlen sollten. Da dies nicht geschehen ist, bittet Kl. das Tribunal um Hilfe bei der Eintreibung des Geldes innerhalb von 48 Stunden. Das Tribunal erläßt am 05.09.1783 ein entsprechendes Mandat und setzt eine Frist von 14 Tagen. Strempel antwortet am 09.09., daß er den Vergleich so verstanden habe, daß Michaelis der 1. Zahlungstermin sein solle und bittet, Kl. in die verursachten Kosten zu verurteilen. Das Tribunal bestätigt am 16.09. zwar die Sichtweise des Bekl., ermahnt aber ihn und alle anderen künftig zur pünktlichen Bezahlung. Am 11.10. wendet sich Kl. erneut an das Tribunal, da das Geld immer noch nicht eingezahlt wurde und erbittet erneut ein Mandat. Das Tribunal weist die Bekl. am 22.10. zur Zahlung innerhalb von 14 Tagen bei Androhung der Vollstreckung an. Die Bekl. geben am 04.11. an, bereits 35 Rtlr an Kl. bar ausgezahlt zu haben, der Rest sei in der Kasse vorhanden und könne von ihm entnommen werden. Am 29.11.1783 weist das Tribunal die Bekl. zur Bezahlung der Restsummen, Kl. zur Entnahme des Geldes und "ein für allemal zur Ruhe" an.
Prozessbeilagen: (7) Quittungen Vollmers über empfangene Zahlung von Bernittschen Erben (17.06.1783), Strempel (05.10.1783), Zander (30.07.1783), Bernit (05.10.1783), Matthies (05.10.1783)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1783
Kläger: (2) Christian Hinrich Vollmer, Maurermeister zu Wismar
Beklagter: Maurermeister Strempel, Erben des Maurermeisters Bernitt, Maurermeister Zander und Jacob Bernitt sowie der Altgeselle Matthies zu Wismar
Anwälte: Kl.: J.W. Fürchtnicht (A), Dr. Christoph Christian Hasse (P) Bekl.: Dr. Friedrich Nürenberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2239


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2238
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Aufteilung des Erbes
Alte Signatur: Wismar M 169 (W M n. 169)
Laufzeit: 09.12.1782-01.02.1783
Fallbeschreibung: Kl. beschwert sich darüber, daß Bekl. mit der Aufteilung des Erbes seines Prozeßgegners Bernitt (Nr. 2236) begonnen haben, ohne den Ausgang des noch schwebenden Prozesses abzuwarten und bittet das Tribunal sie anzuweisen, damit innezuhalten. Das Tribunal fordert die Bekl. am 13.12.1782 zur Erwiderung auf. Da diese nicht reagieren, erneuert Kl. am 23.01.1783 seine Bitte. Das Tribunal fordert die Kl. am 28.01. erneut zur Stellungnahme auf. Die Bekl. folgen dem am 31.01. und erklären, sie stünden für ihren verstorbenen Erblasser ein, das solle dem Kl. genügen. Das Tribunal teilt dies dem Kl. am 01.02.1783 in Kopie mit.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1782-1783
Kläger: (2) Christian Hinrich Vollmer, Maurermeister zu Wismar
Beklagter: Erben des verstorbenen Maurermeisters Johann Michael Bernitt zu Wismar
Anwälte: Kl.: J.W. Fürchtnicht (A), Dr. Christoph Christian Hasse (P) Bekl.: Dr. Friedrich Nürenberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2238


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2237
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Bezahlung von Kopien
Alte Signatur: Wismar M 169 (W M n. 169)
Laufzeit: 16.02.1782-01.03.1782
Fallbeschreibung: Kl. wartet seit mehreren Monaten darauf, daß der Rat die Akten im Fall Nr. 2236 an das Tribunal zur Prüfung schickt. Obwohl die Bekl. die Appellation eingereicht haben, tun sie doch nichts für deren Fortgang, so daß er das Tribunal um ein erneutes Mandat gebeten hat, das dem Rat eine letzte Frist zur Akteneinsendung setzt. Die Bekl. wollen sich an den Kosten dieses Mandats von 3 Rtlr 28 s nicht beteiligen, Kl. bittet, Bekl. dazu zu verurteilen. Das Tribunal moderiert die Kosten auf 2 Rtlr 32 s und erläßt am 01.03.1782 das Mandat an Bekl. sub poena executionis.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1782
Kläger: (2) Christian Hinrich Vollmer, Maurermeister zu Wismar
Beklagter: Johann Michael Bernitt und Friedrich Strempel, Älteste des Maureramtes zu Wismar
Anwälte: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P) Bekl.: Dr. Friedrich Nürenberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2237


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3610
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Einrichtung einer Lotterie
Alte Signatur: Wismar V 60 (W V n. 60)
Laufzeit: (1769-1770) 06.07.1770-07.07.1770
Fallbeschreibung: Die Kl. haben von der schwedischen Krone das Privileg erhalten, eine Zahlenlotterie einzurichten und legen dem Tribunal einen Sicherungsschein über 150.000 Rtlr vor, den sie zu deponieren bitten. Das Tribunal nimmt den Versicherungsschein am 07.07.1770 entgegen. Am 02.03.1771 erbitten die Bekl. Nachricht von dem Vorgang und erhalten diese am 08.03., am 03.05. weisen die Bekl. darauf hin, daß der Versicherer nicht in den schwedischen Territorien und unter der Gerichtsbarkeit der schwedischen Krone angesessen, die Versicherung damit ungültig sei und die Anzeigen der Kl. in den Zeitungen geändert werden müßten. Das Tribunal weist die Kl. am 07.07.1770 entsprechend dazu an.
Prozessbeilagen: (7) Sicherungsschein über 150.000 Rtlr von Heinrich XI. Reuß, Graf und Herr von Plauen vom 25.06.1770; Privileg Adolf Friedrichs von Schweden für Zahlenlotterie vom 18.12.1769
Instanzenzug: 1. Tribunal 1770
Kläger: (2) Hauptmann Baron Friedrich von Vegesack und August Galland, Kaufmann aus Berlin als Betreiber der kgl. Schwedischen Zahlenlotterie zu Stralsund
Beklagter: schwedisch-pommersche Landstände
Anwälte: Bekl.: Dr. Joachim Christoph Ungnade (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3610


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3604
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Vermietung des Kompaniehauses
Alte Signatur: Wismar V 57 ( W V n. 57)
Laufzeit: (1765) 18.10.1765-05.03.1766
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Bekl. vom 18.10. um Fristsetzung zum Einreichen der Appellation weist das Tribunal den Kl. am 19.10. an, binnen 8 Tagen seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vorzutragen. Am 28.10. trägt der Kl. vor, daß das Ratsgericht ihn angewiesen hat, das von ihm gemietete Haus der Schifferkompanie binnen 8 Tagen zu räumen, da es an den Meistbietenden weitervermietet werden soll. Er bittet darum, es beim alten Brauch zu belassen, daß der Mietvertrag zwischen Michaelis und Michaelis läuft, ihn vorerst in dem Haus wohnen zu lassen, im Winter das höchste Gebot zu erfragen und das Haus dann ab Michaelis 1766 neu zu vermieten. Am 20.11. lädt das Tribunal die Parteien auf den 26.11 vor. Am 25.11. erbittet der Kl. Verschiebung des Termins, da von seinen Freunden viele noch auf See sind, das Tribunal bestätigt den Termin am selben Tag und urteilt am 26.11., der Kl. habe das Haus bis zum 10.12. zu räumen und Kompanie solle versammelt werden, um über neuen Mieter zu beraten. Am 02.12. teilt Kl. mit, er könne wegen seines hohen Alters und mangels Alternativen das Haus nicht räumen, sein eigenes Wohnhaus sei erst zu Neujahr beziehbar, weshalb er um Fristverlängerung bittet. Das Tribunal fordert den Bekl. am 03.12. zur Stellungnahme auf. Am 10.12. lehnen die Bekl. dies ab und bestehen auf der Vollstreckung des Urteils, am 13.12. läßt das Tribunal dem Kl. bis zum Jahresende Zeit mit dem Auszug und droht ihm ansonsten die Räumung an. Am 13.01.1766 meldet der Kl. Vollzug und bittet um Ansetzung eines neuen Termins durch das Tribunal wegen Vermietung des Hauses. Dieses setzt am 31.01. den 07.02. als Verhandlungstermin an. Am 05.02. geht eine erneute Stellungnahme der Bekl. ein, die dem Kl. am 06.02. mitgeteilt wird. Am 19.02. bitten die Bekl., den Kl. zur Übernahme der Prozeßkosten zu verurteilen, am 05.03.1766 legt das Tribunal fest, daß Oberältester Vogelsang das Kompaniehaus mietfrei bis zu seinem Tode bewohnen, es danach wieder an den meistbietenden vermietet, die Prozeßkosten aus der Kompaniekasse bezahlt werden sollen.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 05.10.1765; von Notar Anton Rode aufgenommene Appellation vom 07.10.1765 und Befragung der Schifferältesten Beckenström, Haase und Vogelsang vom 09.10.1765; Prozeßvollmacht der Bekl. für Dr. Hertzberg vom 01.12.1765
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1765 2. Tribunal 1765-1766
Kläger: (2) Johann Vanselow, Schiffer zu Wismar, ältestes Mitglied der Schifferkompanie (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Johann J. Vogelsang, Peter Beckenström, Hans Jürgen Hasse, Johann H. Stapelfeldt und Christian Rüdiger Neuenkirchen als Älteste der Schifferkompanie zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3604


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3603
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Räumung des Kompaniehauses
Alte Signatur: Wismar V 57 (W V n. 57)
Laufzeit: (1765) 07.09.1765-24.09.1765
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Bekl. um Fristsetzung zum Einbringen der Appellation vom 07.09. fordert das Tribunal den Kl. am 10.09. auf, binnen 4 Tagen seine Beschwerden gegen ein Urteil des Ratsgerichts vorzutragen. Am 14.09. reicht der Kl. seinen Schriftsatz ein. Er hat das Haus der Schifferkompanie seit Michaelis 1757 für 30 Rtlr 24 s / Jahr für zweimal 4 Jahre gemietet. Am 18.02. sollte über den künftigen Mieter entschieden werden, stattdessen schlagen die Bekl. vor, den jeweiligen Oberältesten mietfrei in dem Haus wohnen zu lassen und lassen dies durch die Mehrheit der Kompanie beschließen. Der Kl. appelliert dagegen, da die Hausmiete die einzige Einnahmequelle der Kompanie darstellt und diese nicht leichtfertig aufgegeben werden dürfe. Das Tribunal fordert den Rat am 23.09.1765 zur Vermittlung eines Vergleichs zwischen den Parteien auf.
Prozessbeilagen: (7) Protokoll der Versammlung der Schifferkompanie vom 18.02.1765; Ratsgerichtsurteile vom 20. und 22.07.1765; von Notar Anton Rode aufgenommene Appellation vom 29.07.1765; Schreiben des Kl.s an Rat (o.D.); Mitteilung des Notars Ernst August Leich wegen Kündigung des Mietvertrages für Kl. vom 01.03.1765
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1765 2. Tribunal 1765
Kläger: (2) Johann Vanselow, Schiffer zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Älteste der Schifferkompanie zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3603


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3601
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar V 54b (W V I n. 54b)
Laufzeit: (1755-1759) 29.12.1759-23.02.1760
Fallbeschreibung: Nach Bitte des Kl.s vom 29.12.1759 um 6wöchige Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 31.12.1759 trägt der Kl. am 07.02.1760 seine Einwände gegen ein Ratsgerichtsurteil vor. Er hatte Kind und Warendorf zum Betrieb der Strumpffabrik 3317 holländische Gulden vorgeschossen, die er zurückfordert, als er vom Konkurs der Fabrik erfährt. Er wird vom Ratsgericht jedoch zunächst auf die öffentliche Ansage des Konkurses vertröstet, um seine Ansprüche anzumelden. Der Kl. ergreift dagegen restitutio in integrum, wird aber auch in der zweiten Instanz vor dem Ratsgericht auf die Verkündung des allgemeinen Konkurses vertröstet. Deshalb appelliert er an das Tribunal und bittet um vorrangige Berücksichtigung seiner Forderungen und Anweisung an die Bekl., die Schulden an ihn zurückzuzahlen. Das Tribunal weist den Rat am 22.02.1760 an, die "Gravamina von selbst zu heben" oder die Akten der Vorinstanz einzusenden. Weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 13.09. und 19.11.1759; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 28.11.1759; 2 Schreiben des Kl.s an Wismarer Rat (o.D.); Abrechnung des Kl.s mit Bekl. vom 21.08.1759; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Quistorp vom 21.08.1759; Tribunalsurteil in Sachen des Lissaboner Kaufmanns Christoph Dietrich Tonnies vs. Kaufmann Hinrich Gabriel Gröning in pcto debiti modo relaxandi arresti vom 12.12.1755
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1759 2. Ratsgericht 1759 3. Tribunal 1759-1760
Kläger: (2) Wilhelm Huysinga van Vliet zu Amsterdam (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Franz Kind sowie Witwe und Erben des Gabriel Christian Wahrendorf als Interessenten der Strumpf- und Wollfabrik des Johann Wilhelm Schultz (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3601


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1123
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar G 126 (W G 4 n. 126)
Laufzeit: (1750) 28.04.1751-16.10.1751
Fallbeschreibung: Bekl. schuldet Kl. 186 Rtlr 36 s aus einem Wechsel und gelieferten Waren, verweigert aber die Bezahlung. Kl. erbittet daher ein Mandat, das er am 04.05. cum clausula erhält. Am 04.06. beschwert Kl. sich, daß Zahlung noch nicht erfolgt ist, bittet um erneutes Mandat mit 8tägiger Zahlungsfrist und Vollstreckungsandrohung und erhält es am 07.06. Am 14.10. reicht Kl. eine Rechnung über 89 Rtlr 34s nach, für die Ehefrau des Bekl. bei ihm für die Beerdigung ihrer Mutter eingekauft hat und bittet um Bezahlung aus Mitteln der Bekl., die er am 16.10.1751 erhält.
Prozessbeilagen: (7) Wechsel des Bekl. vom 14.03.1750 und 14.08.1750; Aufstellung über Waren, die Kl. Bekl. geliefert hat; von Tribunalsbote G. Nowander ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 08.05.1751; Schreiben des Bekl. an Kl. vom 19.05.1751; Liste der Einkäufe der Ehefrau des Bekl. bei Kl. vom 15.08.1750
Instanzenzug: 1. Tribunal 1751
Kläger: (2) Peter Velthusen, Kaufmann zu Wismar
Beklagter: Leutnant Carl Wolter zu Graevenitz, ehemaliger Amtshauptmann auf Poel und dessen Ehefrau
Anwälte: Kl.: Dr. Christoph Erich Herzberg (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1123
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