  OAI-PMH
| Signatur: (1) 0899 Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden Alte Signatur: Wismar F 111b Laufzeit: (1757-1759) 09.04.1759-31.10.1759 Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 09.04. und 22.05. um Frstverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilten Genehmigungen des Tribunals vom 11.04. und 23.05., trägt Kl. am 02.07. seine Beschwerden gegen ein Urteil des Ratsgerichts vor. Bekl. hatte Anfang 1757 191 fette Schweine zum Verkauf nach Hamburg treiben lassen. Kl. bietet an, sie durch seinen Stiefsohn in Hamburg verkaufen zu lassen und macht Preisangebot, das sich nicht halten läßt, da Schweine statt 9 nur 7 Zentner wiegen. Da somit nur 1.157 Rtlr anstelle der offerierten 1.528 Rtlr erlöst werden können, fordert Bekl. Schadensersatz von Kl., der nur als Vermittler aufgetreten und nicht am Handel beteiligt ist. Da das Ratsgericht Kl. zum Schadensersatz verurteilt, appelliert Kl. an das Tribunal und bittet um Berichtigung des Urteils. Das Tribunal lehnt die Annahme des Falles am 15.09.1759 ab. Am 27.10. kündigt Kl. an, das beneficium novum narratorium ergreifen zu wollen und bittet um Fristverlängerung, die er am 30.10.1757 erhält. Weiteres erhellt nicht. Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 12.07.1758, 10.01.1759; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 13.01.1759; Empfangsquittung des Hinrich Salomon Christoph Froh vom 07.01.1757; Schreiben des Bekl. an Johann Christian Tede, Wirtschaftsverwalter zu Strameus vom 05.01.1757 Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1758-1759 2. Tribunal 1759 Kläger: (2) Johann Friedrich Frick, Kaufmann zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz) Beklagter: Kammerherr von Lange zu Neukloster (Kl. in 1. Instanz) Anwälte: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0899 |