  OAI-PMH
| Signatur: (1) 0996 Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um die Festlegung von Preisen durch das Gewett Alte Signatur: Wismar G 34 (W G 2 n. 34) Laufzeit: (1673-1692) 09.11.1692-04.05.1693; 20.04.1694 Fallbeschreibung: Kl. appellieren gegen ein vom Rat bestätigtes Urteil des Gewetts, daß die Garbräter "das Pfund Fleisch ein Dreiling weniger dan die Knochenhauer" verkaufen müssen, obwohl sie es für den selben Preis kaufen. Kl. beschweren sich, daß die 4 in Wismar ansässigen Knochenhauer nicht in der Lage sind, die Stadt mit Fleisch zu versorgen, Kl. aber mit den verordneten Preisen in den Ruin getrieben werden und dies zum Schaden Wismars und seiner Bevölkerung sei. Am 18.11.1692 erläßt Tribunal ein Reskript an Rat, die Rationes decidendi einzuschicken, am 14.01.1693 begründet Ratsgericht seine Ansicht. Am 20.04.1694 erbitten Kl. Kopie des Berichts und erhalten diesen am 30.04.1694. Am 31.05.1695 argumentieren Kl. gegen die Sicht des Rates und erbitten Korrektur des Urteils, am 03.09.1695 setzt das Tribunal dies "zur Konferenz aus", weiteres erhellt nicht. Prozessbeilagen: (7) von Notar Erich Schilling aufgenommene Appellation vom 29.08.1692; Urteile des Gewetts und des Ratsgerichts vom 27.08.1692; Supplik der Kl. an Ratsgericht (o.D.); Auszug aus der Urkunde der Grabräter vom 12.04.1673 Instanzenzug: 1. Gewett zu Wismar 1692 2. Ratsgericht 1692 3. Tribunal 1692-1696 Kläger: (2) Friedrich Ziegel, Hans Hauke, Wollfriedt Goll und Joachim Goyers, Älteste und Amtsgenossen des Amtes der Garbräter in Wismar (Kl. in 1. Instanz) Beklagter: Amt der Knochenhauer in Wismar (Bekl. in 1. Instanz) und Bürgermeister und Rat von Wismar als Nebenbekl. Anwälte: Kl.: Dr. Adam von Bremen (P) Nebenbekl.: Dr. Friedrich Wagner (A), Dr. Jacob Gerdes (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0996 |