-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  07.: 1. Kläger G

Standort: Stadtarchiv Wismar - Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 07. 1. Kläger G


OAI-PMH
   
Signatur: (1) 0951
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar G 14 (W G 1 n. 14)
Laufzeit: (1657-1668) 02.05.1668-05.10.1670
Fallbeschreibung: Kl. und dessen Vater Henning Gerdes hatten Bekl. in deren Fall vor dem Tribunal in Sachen Erben des Henning von Oldenburg vs. Kreditoren des Siegfried Dechow vertreten, ohne dafür das vereinbarte Honorar (273 fl 4 s) vollständig erhalten zu haben und erbitten ein Mandat an Bekl., das sie am 14.07.1668 cum clausula mit einem Subsidial an den Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow erhalten. Am 28.02.1669 berichtet Kl., daß er die ersten 40 fl. empfangen habe, die Forderungen seines Vaters aber immer noch unbezahlt geblieben wären, weshalb er ein Mandatum sine clausula erbittet und dieses nebst Subsidial am 05.03. erhält. Am 21.05. fordern Bekl. Kl. auf, ihre Forderungen zu beweisen, das Tribunal fordert am 24.05. Stellungnahme von Kl., die am 16.06. eingeht und in der Kl. erklärt, die Bestallung seines Vaters sei verlorengegangen, und auf Vollstreckung seine Forderung besteht. Das Tribunal erläßt am 01.07. ein Vollstreckungsmandat, stellt es Bekl. aber frei, Quittungen für bereits geleistete Zahlungen vorzulegen. Am 25.10. beschwert sich Kl., daß er noch kein Geld erhalten hat und erbittet Subsidial an Justizkanzlei. Das Tribunal fordert ihn am 09.11. auf, die Übergabe des Mandates zu beweisen und erhält den Beleg am 13.12. mit erneuter Bitte um Vollstreckung der Forderung, die am 15.12.1669 ergeht. Am 05.03.1670 bittet Kl. um endliche Vollstreckung seiner Forderung und erhält am 16.03. ein erneutes Subsidial. Am 25.04. legt Kl. weitere Beweise vor, am 28.06. reichen Bekl. Quittungen ein, die frühere Zahlungen belegen und bitten, diese zu berücksichtigen. Das Tribunal fordert Kl. am 28.06. zur Antwort auf, die am 06.07. eingeht und in der Kl. erneut Subsidial erbittet. Am 12.07. lädt das Tribunal Parteien zur Eidesleistung des Kl.s auf den 16.09. vor, am 28.09. verschiebt es den Termin auf den 04.10.1670 und läßt Kl. dann seine Forderung beschwören..
Prozessbeilagen: (7) Abrechnungen über Forderungen vom 02.05.1668, 16.06. und 13.12.1669, 05.03.1670; von Notar Albert Schop ausgestellte Übergabequittungen für Mandate der Justizkanzlei vom 19.08.1668, 09. und 23.11.1669, 24.01. und 26.03.1670; Schreiben Dr. Neses an Dr. Gerdes vom 16.09.1668; Mandat des Herzogs von Mecklenburg an Justizkanzlei vom 22.10.1669; Mandat der Güstrower Justizkanzlei an Bekl. vom 29.10.1669; Schreiben des Kl.s an Andreas Pritzbauer vom 20.03.1664; Quittungen des Henning Gerdes vom 06.12.1657 und 16.03.1658; Erklärung Dr. Friedrich Gerdes vom 16.04.1670; Eidesformel für Kl.
Instanzenzug: Tribunal 1668-1670
Kläger: (2) Dr. Henning Christoph Gerdes im Namen der sämtlichen Erben des Bürgermeisters Dr. Henning Gerdes
Beklagter: Witwe und Erben des fürstlich mecklenburgischen Rats und Hauptmanns auf Schwan Andreas Pritzbauer im Namen der Erben des Henning von Oldenburg
Anwälte: Kl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Johann Nese (P)

Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0951