  OAI-PMH
| Signatur: (1) 0889 Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Aufteilung eines Erbes Alte Signatur: Wismar F 104 (W F 3 n. 104) Laufzeit: (1727-1750) 07.04.1750-17.06.1751 Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 07.04. um Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 09.04.1750 geht am 15.04. die Bitte der Bekl. um Befristung der Appellation ein, die am selben Tag abgelehnt wird. Am 22.04. bitten Bekl., Kl. keine weitere Fristverlängerung zu gewähren, das Tribunal sagt am 24.04. Prüfung zu. Am 21.05. bittet Kl. erneut um Fristverlängerung, die ihm am 22.05. verwehrt wird. Am 09.06. trägt Kl. seine Beschwerden gegen das Urteil des Ratsgerichts vor Beide Parteien sind Erben des Hans Lambrecht, Kl. sollte lt. Testament zunächst alle Schulden Lambrechts bezahlen, dann Bekl. 1/4 des verbleibenden Erbes auszahlen. Da Bekl. die Vorlage der Erbinventare der Eltern und Brüder Lambrechts fordern, um anhand dessen die Höhe des Erbes zu prüfen, geraten Parteien in Streit. Das Ratsgericht bestellt Kommissare, die mehrere Punkte vermitteln, andere werden durch Ratsgericht entschieden, wogegen Kl. appelliert. Es geht um die Höhe des Brautschatzes, den Wert von unverarbeitetem Zinn und Beerdigungskosten, die Kl. anders berechnet sehen will. Das Tribunal fordert am 04.09.1750 die Akten der Vorinstanz vom Rat an und eröffnet sie am 23.01. auf Antrag der Parteien vom 18.01.1751. Am 26.04.1751 bestätigt das Tribunal im wesentlichen das Ratsgerichtsurteil, ändert es nur in Bezug auf die Verteilung der Begräbniskosten, am 10.06.1751 sendet es die Akten an das Ratsgericht zurück. Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 24.02.1750; Ratsgerichtsurteile vom 08.07.1747, 17.09.1749, 19.02.1750; Supplik des Kl.s an Ratsgericht (o.D.); Auszug aus dem Testament der Ann Dorthie Schulten, Ehefrau des Hans Lambrecht vom 23.05.1727; Testament des Hans Lambrecht vom 24.02.1745; Auktionsprotokoll der Kleidung der Ehefrau Lambrechts vom 07.08.1741; von Notar Carl Friedrich Pälicke aufgenommenes Inventar eines Koffers der Ehefrau Lambrechts vom 18.02.1745; Auszug aus Protokoll der vom Ratsgericht eingesetzten Kommission vom 19.11.1749; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 10.09.1750 und 17.06.1751; Prozeßvollmacht der Bekl. für Dr. Hertzberg vom 30.09.1750 und des Kl.s für Dr. Quistorp vom 16.10.1750; Rationes decidendi des Ratsgerichts Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1748-1750 2. Tribunal 1750-1751 Kläger: (2) Anthon Rudolph von Felden (Bekl. in 1 Instanz) Beklagter: Daniel Schultz, Johann Jürgen Willer, Jochim Schultz, Johann Lorenz Marckwort und Katrina Bratten als nachgelassene Kinder des Jochim Schultz (Kl. in 1. Instanz) Anwälte: Kl.: Dr. Carl Christoph Gröning (P), seit 19.10.1750 Dr. Johann Theodor Quistorp (A & P) Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0889 |