-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  20.: 1. Kläger T

Standort: Stadtarchiv Wismar - Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 20. 1. Kläger T


OAI-PMH
   
Signatur: (1) 3441
Prozessgegenstand: Supplicationis pro Subsidialibus Auseinandersetzung um Beleidigung
Alte Signatur: Wismar T 17 (W T 1 n. 17)
Laufzeit: (1666-1667) 27.03.1667-16.09.1667
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat vor dem Konzil der Rostocker Universität und der Schweriner Justizkanzlei die Ehefrau des Kl.s als seine Schwiegermutter bezeichnet und erklärt, sie habe ihm ihre älteste Tochter versprochen. Der Kl. bittet, dem Bekl. eine Frist zu setzen, in der er diese Behauptung beweisen soll und Subsidiales an die Rostocker Universität zu erlassen, den Bekl. zu diesem Beweis aufzufordern. Das Tribunal erläßt am selben Tag ein entsprechendes Subsidial., am 13.05. teilt das Konzil der Rostocker Universität die Antwort des Bekl. mit. In dieser besteht der Bekl. darauf, daß ihm der verstorbene Dr. Johann Christoph von Hillen, der Vater seiner Braut Catharina Margaretha, ihm deren Hand versprochen hatte und die Kl.in dem zugestimmt habe und verteidigt seine Ansprüche. Da in der Sache bereits Prozesse vor dem Reichskammergericht und dem Konzil der Universität anhängig sind, lehnen das Konzil und der Bekl ab, sich auf den Prozeß vor dem Tribunal einzulassen. Das Tribunal fordert die Kl. am 14.05. zur Beantwortung auf. Am 19.08. geben die Kl. vor, der Bekl. beziehe seine Ansprüche aus einem alten, berichtigten Testament des ersten Mannes der Kl.in und weisen diese Ansprüche erneut zurück. Das Tribunal weist die Klage am 11.09.1667 als unbegründet zurück.
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Bekl. an Rektor und Konzil der Universität Rostock vom 23.01.1667; Buchwidmung des Bekl. für seine Braut vom 16.08.1666; Auszug aus Schreiben von Rektor und Konzil der Rostocker Universität an Schweriner Justizkanzlei vom 22.01.1667; Auszug aus Schreiben der Kl.in an Dr. Döbel vom 17.09.1666; Vertrag zwischen Kl.in, ihren vier Kindern und deren Schwiegersöhnen vom 04.09.1666; Auszug eines Schreibens des Kl.s an das Konzil der Universität Rostock vom 05.01.1667; Brief Catharina Margaretha von Hillens an Bekl. vom 15.04.1667; vom Rostocker Notar Johannes Schummer aufgenommene Aussagen der Kl.in vom 01.03.1667, des Hermann Friedrich von Hillen vom 12.04.1667; von Notar Gottfried Reichardt bestätigter Auszug aus der Appellation Dr. Thurmanns vom 30.12.1666; Hochzeitsgedicht Bernhard Petris auf die Hochzeit der Kl. miteinander vom 30.10.1666 (Druck); Hochzeitsglückwünsche zur Vermählung Johann Jacob Döbelns mit Anna Elisabeth von Hillen 1666 (Druck); Schreiben der Catharina Margaretha von Hillen an Bekl. (o.D.) und dessen Briefe vom 14.04.1667 und 2x o.D.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1667
Kläger: (2) Dr. Caspar Thurmann, Anwalt am Tribunal, für sich und in ehelicher Vormundschaft für seine Frau Anna Elisabeth Cothman
Beklagter: Bernhard Petri, Stud. jur. aus Schleswig, jetzt an der Universität Rostock
Anwälte: Kl.: Lic. Johann Thurmann (A & P)

Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3441