- Stadtarchiv Wismar - LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal Signatur: LAG, Rep. 29 Bestandsbildner:Wismarer Tribunal als Oberappellationsgericht für [...]Wismarer Tribunal als Oberappellationsgericht für die schwedischen Reichslehen Pommern, Bremen, Verden und Wismar Vorgänger: Reichskammergericht, Reichshofrat Nachfolger: Preußisches Oberappellationsgericht Berlin Laufzeit: 1653-1849 Zitierweise: LAG, Rep. 29, Nr. aktualisiert am: 20.10.2021
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Standort: Stadtarchiv Wismar - Wismarer Tribunal - 01. Prozeßakten - 01.07. 1. Kläger G   OAI-PMH
| Signatur: (1) 0411 Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Bezahlung einer Geldstrafe Alte Signatur: Rep. 29, Nr. 534 Laufzeit: (1716-1718) 28.05.1722-06.03.1723 Fallbeschreibung: Der Kl. erinnert daran, daß der Bekl. im Jahre 1711 zur Bezahlung einer Geldstrafe von 200 Rtlr verurteilt worden ist, weil er ein Mandat des Tribunals nicht befolgt habe. Da der Kl. die Strafe noch nicht bezahlt hat, bittet der Kl. um ein entsprechendes Mandat, das er am 28.05.1722 erhält. Am 23.07. erklärt der Bekl., daß das Tribunal die 200 Rtlr der Witwe von Friedensschildt als Hausmiete des Vizepräsidenten von Thessin zugewiesen habe. Dagegen hat der Bekl. vor der kgl. dänischen Landesregierung von Vorpommern restitutio in integrum eingelegt, diese hat die Zuweisung an die Witwe rückgängig gmacht. Am 22.07. trägt das Tribunal dem Fiskal auf, die Akten in dieser Sache vor dem Hofgericht zur Prüfung zu beschaffen.Am 30.07. bittet der Kl. um ein Reskript an das Hofgericht, die Akten einzusenden. Er erhält es am 31.07., am 10.08. legt das Hofgericht die Akten vor, der Fiskal bittet um Eröffnung der Akten, die das Tribunal am 12.08. auf den 14.08.1722 ansetzt. Am 23.01.1723 bestätigt das Tribunal die 1711 auferlegte Strafe und verurteilt den Bekl. zur Bezahlung. Am 26.02. berichtet der Bekl. von seinen immensen Kriegsschäden (Stadthaus in Bergen durch Stadtbrand verloren, Backhaus in Klucksevitz durch Russen angesteckt, Viehseuche 1713, 1715 Plünderung seiner Güter) und bittet um Erlaß der Strafe bzw. Ratenzahlung. Das Tribunal verweist ihn am 05.03.1723 an die Witwe Friedenschildt, um die Zahlungstermine abzustimmen. Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Protonotars Schlaff zur Überlassung der fiskalischen Forderung von 200 Rtlr an die Witwe des Assessors von Friedenschildt vom 18.04.1716; Urteile der kgl. dänischen Landesregierung von Vorpommern vom 16.02.1718 und 20.10.1718; Erklärung des Grobschmiedes Hinrich Pusch über Verpfändung von Acker durch Bekl. vom 15.02.1723; Akte der Landesregierung 1717-1718 Instanzenzug: 1. Tribunal 1722-1723 Kläger: (2) Dr. David Gerdes, Fiskal am Tribunal Beklagter: Kapitän Alexander Moritz von der Osten auf Unrow
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal) (1) 0411 |
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