-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  10.: 1. Kläger J

Standort: Stadtarchiv Wismar - Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 10. 1. Kläger J


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3875
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar W 227b (W W n. 227b)
Laufzeit: (1778-1783) 21.05.1783-07.04.1785
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 21.05., 07.07. und 21.08. um Fristverlängerung zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erteilten Genehmigungen des Tribunals vom 24.05. und 11.07. legt der Kl. am 04.09. seinen Schriftsatz vor, nachdem die Bitte der Bekl. vom 07.07., die Appellation für verfallen zu erklären, am 11.07. vom Gericht abgelehnt wurde. Der Kl. führt aus, daß er von den Bekl. wegen Schulden in Höhe von 1.548 Pfund Sterling 3 s 3 d vor dem Ratsgericht verklagt worden ist. Nach Einholung eines Gutachtens der Göttinger Juristenfakultät hat das Ratsgericht die Beweise der Bekl. für ausreichend anerkannt und den Kl. zur Bezahlung seiner Wechselschulden verurteilt. Der Kl. appelliert dagegen an das Tribunal, erklärt die Beweisführung der Bekl. für die Wechselschulden und die damit einhergehenden Zinsen und Kosten als unzureichend, führt umfangreiche Gegenbeweise an und bittet um Berichtigung des Urteils. Am 12.09. ergänzt er seinen Schriftsatz um zahlreiche Beweise. Das Tribunal fordert am 30.09. vom Ratsgericht die Akten der Vorinstanz an, am 20.10. bitten die Parteien um Eröffnung der am selben Tag eingegangenen Akten, die das Tribunal am 24.10. auf den 27.10.1783 ansetzt. Am 19.01.1784, am 20.02. die Bekl. bitten die Parteien um Prozeßbeschleunigung, am 26.04.1784 lädt das Tribunal die Pateien zu einem Vergleich auf den 09.07. vor. Am 07.07. bittet Advokat Sengebusch um Fristverlängerung, um sich von seinen Mandanten für den Vergleich instruieren zu lassen, das Tribunal setzt den Vergleichstermin daraufhin am selben Tag aus. Am 07.12. belegen die Bekl. ihre Forderungen und bitten um Bestätigung des Ratsgerichtsurteils. Das Tribunal fordert den Kl. am 30.12.1784 zur Erwiderung auf, am 29.03.1785 bitten die Bekl. um ein Urteil gegen den mittlerweile konkurs gegangenen Kl. Am 07.04.1785 fordert das Tribunal den Advokaten Sengebusch, der als gemeinsamer Anwalt der Jordanschen Gläubiger fungiert, auf, sich in dieser Funktion zu den Forderungen der Bekl. zu äußern und entzieht ihm das Mandat für die Bekl. Weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 14.02.1783; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommene Appellation vom 22.02.1783; Auszug aus Schreiben des Kl.s an die Firma Averhoff & von Scheven zu Hamburg vom 08.02.1779 und deren Antwort vom 12.02.1779; Bescheinigung des Schiffers Niclas Wilcken zu Barth über Ladung seines Schiffes vom 17.04.1778; Schreiben Niclas Wilckens aus Portsmouth an Kl. vom 26.05.1778; von Notar Georg Bimstedt zu Portsmouth ausgestelltes Notariatsinstrument für Schiffer Niclas Wilcken vom 10.06.1778 (dt. und englisch); Schreiben der Bekl. aus London an Firma der Witwe Karthaus und Sohn vom 16.04.1779; Auszüge aus den Geschäftsbüchern des Kl.s zum Handel mit Bekl. vom 12.04.1776-05.09.1783; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Hasse vom 07.10.1783; Wechsel vom 10.09.1778 (4x), 14.09.1778 (2x), 12.10.1778 (4x); Scheiben des Kl.s an Bekl. vom 03.09.1778
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1782-1783 2. Tribunal 1785
Kläger: (2) Caspar Gabriel Hinrich Jordan, Kaufmann und Ratsherr zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: N N Williams und N N Farrington, Kaufleute zu London (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Carl Christoph Schultesius (A), Dr. Christoph Christian Hasse (P) Bekl.: Philip Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Friedrich Nürenberg
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3875