-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  14.: 1. Kläger N

Standort: Stadtarchiv Wismar - Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 14. 1. Kläger N


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1703
Prozessgegenstand: Implorationis Auseinandersetzung um die Aufteilung eines Erbes
Alte Signatur: Wismar K 105 (W K 4 n. 105)
Laufzeit: (1720-1725) 03.10.1725-21.01.1728
Fallbeschreibung: Am 16.07.1723 ist ein gütlicher Vergleich vor dem Tribunal zur Verteilung des mütterlichen Erbes geschlossen worden. Bisher ist jedoch weder ein entsprechendes Verzeichnis des väterlichen Erbes erstellt noch die Verteilung der Güter vorgenommen worden, worum Kl. am 03.10. bittet. Das Tribunal weist Bekl. am 05.10. zur Antwort an. Am 20.10. bittet Rode um Fristverlängerung, die er am 22.10. erhält. Am 19.11. weist Rode die Vorwürfe des Kl.s zurück, er würde die Verteilung des Erbes verhindern und fordert, Kl. solle dafür die Grundlagen schaffen. Das Tribunal fordert am 04.12. Erklärung vom Kl., die am 19.12. eingeht und in der Kl. auflistet, was Rode aus dem Kuhlmannschen Erbe nutzt und Aufteilung des väterlichen Erbes fordert. Das Tribunal fordert Rode am 20.12.1725 zur Antwort auf. Am 28.01.1726 weist Rode die Forderungen des Kl.s zurück und fordert Beweise. Das Tribunal schließt am 29.01. die Beweisaufnahme, am 19.02. bittet Kl. um Prozeßbeschleunigung. Am 23.02.1726 fordert das Tribunal Rode auf, sich auf die Rechnung des Kl.s einzulassen, Kl. weitere Beweise für seine Forderungen vorzulegen und stellt einen Vorbescheid in Aussicht. Am 18.03. und 25.04. bittet Rode um Fristverlängerung, die er am 19.03. und 11.05. erhält. Am 19.03. sichert Witwe Kuhlmanns ihre Bereitschaft zum Ausgleich zu und stellt Erbteilung in Aussicht, wenn die Passivschulden eingetrieben und alle Gläubiger befriedigt worden sind. Das Tribunal fordert am 20.03. Erwiderung des Kl.s , am 05.04. fordert Kl. erneut sofortige Erbteilung. Das Tribunal fordert Witwe Kuhlmann am 11.05. erneut zur Antwort auf. Am 03.06. geht Rode auf die Rechnung des Kl.s ein und weist dessen Forderungen zurück. Das Tribunal teilt Kl. dies am 03.07. zum abschließenden Kommentar mit. Am 26.06. besteht Witwe Kuhlmann vor der Erbteilung die Prozesse zuende zu führen, um Überblick über das Erbe zu gewinnen. Das Tribunal teilt Kl. dies am 03.07. mit. Am 28.08. bittet Kl. erneut um Aufteilung des väterlichen Erbes, am 03.09. schließt das Tribunal die Beweisaufnahme. Am 25.10. lädt das Tribunal zum Vorbescheid auf den 08.11. ein, am 05.11. bittet Rode um Verschiebung des Termins, am selben Tag setzt das Tribunal den 29.11. an. Am 10.12. bittet Rode um neuen Termin, den das Tribunal am 11.12. auf den 20.12.1726 ansetzt. Am 16.03.1727 erbittet Kl. neuen Vergleichstermin. Die Antwort des Tribunals erhellt nicht, da ein Protokoll vom 11.03.1727 nicht beiliegt. Am 08.05. stellt Kl. weitere Forderungen, die Tribunal den Bekl. am 10.05. zur Erwiderung zuleitet. Am 12.06. bittet Witwe Kuhlmann um Bestellung von zwei Kommissaren aus dem Tribunalskollegium zur Vermittlung eines Vergleiches, am 17.06. stimmt Rode der Benennung der Assessoren Wagner und Palthen als Kommissare zu, am 18.06.1727 werden diese damit beauftragt, einen gütlichen Ausgleich zu vermitteln. Am 22.12.1727 und 12.01.1728 teilen Kommissare das Erbe, am 21.01.1728 teilen sie das Ergebnis dem Tribunal mit.
Prozessbeilagen: (7) Specification was H. Ant. Rode von der Kuhlmannschen Erbschafft in Händen hat" vom 17.12.1725; Prozeßvollmacht Rodes für Dr. Köckert vom 18.02.1726; Aufstellung über die Kuhlmannsche Erbschaft (o.D.); Auszug aus dem Vergleich unter den Kuhlmannschen Erben vom 21.03.1720; "Copey aus des Herrn Bürgermeister Kuhlmann Geheimbuch; Kosten für die Hochzeit Anton Rodes; Kommission für die Assessoren Wagner und Palthen vom 18.06.1727; Papiere dieser Kommission, enthaltend: Aufstellung über Streitpunkte zwischen den Parteien; mehrere Schreiben Dr. A.C. Grönings an die Kommission; Ausgaben Kuhlmanns für die Hochzeit Anton Rodes; Kommissionsprotokolle vom 15.09., 19. und 22.11.; 01., 13. und 22.12.1727 und 21.01.1728
Instanzenzug: 1. Tribunal 1725-1728
Kläger: (2) Kapitän Nils von Kuhlmann
Beklagter: Anton Rode, Kaufmann zu Wismar und dessen Miterben, besonders Margaretha Schmieterlow als Witwe des Bürgermeisters Kuhlmann
Anwälte: Kl.: Dr. Hinrich Tanck (A) Bekl.: Philipp Heinrich Pladecius (A), ab 19.10.1725: Dr. Joachim Dietrich Everssen (A), Dr. Joachim Köckert (P); seit 05.11.1726 Dr. Anton Christoph Gröning (A & P); Dr. Erich Hertzberg (A & P) für die Witwe Kuhlmann
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1703