-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  12.: 1. Kläger L
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 12. 1. Kläger L
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Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1860
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um verweigerte Justiz
Alte Signatur: Wismar L 3 (W L 1 n. 3)
Laufzeit: 19.03.1655-17.02.1657
Fallbeschreibung: Kl. stehen Abgaben aus Fehrdorf aus Poel in Höhe von 10 Mk. lüb. zu, die er seit 1650 nicht erhalten hat. Ein Mandat des Tribunals an den Vorgänger des Bekl. traf ein, als dieser für Poel seine Zuständigkeit schon niedergelegt hatte, weshalb Kl. sich erneut an das Tribunal wendet, um Hilfe bei der Eintreibung seiner Abgaben zu erhalten. Da eine Antwort des Tribunals ausbleibt, erneuert er am 06.09. seine Bitte. Das Tribunal verweist Kl. am 07.09.1655 an Bekl., um diesem sein Anliegen vorzutragen. Am 10.03.1656 berichtet Kl., Bekl. wolle dafür sorgen, daß Abgaben für 1 Jahr nachgezahlt werden, wogegen Kl. protestiert und vom Tribunal am 19.03. erneut ein Mandat erhält, Bekl. solle die Abgaben für Kl. eintreiben. Am 26.07. beschwert sich Kl., daß die Bauern immer noch nicht gezahlt hätten und bittet um Vollstreckung seiner Forderungen. Das Tribunal weist Bekl. am 07.10. dazu an, Kl. binnen 4 Wochen "claglos zu stellen." Am 28.11. beschwert sich Kl., daß Bauern nur für 2 Jahre die Pacht nachzahlen wollen und nicht für den gesamten Zeitraum von 4,5 Jahren und bittet, ihm zu seinem Recht zu verhelfen. Das Tribunal fordert Bekl. am 12.12.1656 dazu auf, dafür zu sorgen, daß die Forderungen des Kl.s erfüllt werden und droht widrigenfalls Vollstreckung an. Am 23.01.1657 erklärt Bekl., das Bauern nicht in der Lage sind, die Abgaben auf einmal nachzuzahlen. Am 31.01. weist Kl. nach, daß er Bekl. das Mandat zugestellt habe und erbittet Vollstreckung seiner Forderung, am 17.02.1657 legt Tribunal einen Plan zur schrittweisen Eintreibung des Geldes vor.
Prozessbeilagen: (7) Bericht des Notars Gotfried Reichardt über seinen Besuch auf Poel vom 29.04.1656; von Daniel Umbach, königlicher voreidter Kammerbott" ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 24.10.1656; Schreiben von Asmus Lembke und Hans Weitendorf an Graf von Steinberg vom 06.12.1656; von Notar Gottfried Reichardt abgegebene Erklärung über die Zustellung eines Mandats durch Hans Kruse, Wismarer Stadtbote, an Bekl. vom 16.01.1657
Instanzenzug: 1. Tribunal 1655-1657
Kläger: (2) Martin Leo, Pastor zu Alt Bukow
Beklagter: Graf Anthon von Steinberg
Anwälte: Kl.: Dr. Caspar Wilcken (A & P) Bekl.: Dr. Heinrich Schabbel (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1860


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1861
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Bezahlung rückständiger Pächte
Alte Signatur: Wismar L 3 (W L 1 n. 3)
Laufzeit: (1662) 16.10.1662-14.05.1664
Fallbeschreibung: Kl. hat den 1657 entworfenen Plan des Tribunals zur schrittweisen Bezahlung der Abgaben akzeptiert, bisher aber von den Bauern nichts erhalten. Da er seine Kinder aussteuern muß und erfahren hat, daß Bauern durchaus über Mittel verfügen und ihn bezahlen könnten, bittet er am 16.10.1662 und nach nicht erfolgter Reaktion des Gerichts am 11.04.1663, das Tribunal das Geld per Vollstreckung einzutreiben. Das Tribunal erläßt am 14.04.1663 ein erneutes Mandat an Bekl., am 21.05. erbittet Kl. die Vollstreckung gegen die Bekl. und macht auch seine Prozeßkosten geltend.Das Tribunal fordert am 22.05.1663 den Poeler Amtmann Burmeister zur Vollstreckung auf, am 18.06.1663 ergeht nach erneuter Beschwerde des Kl.s vom selben Tag erneut ein Mandat an Bekl., auch die Unkosten des Kl.s zu übernehmen, am 04.09.1663 nach erneuter Bitte des Kl.s vom 02.09. ein Mandat an den Amtmann zur Vollstreckung. Am 12.11. beschwert sich Kl., daß der Amtmann Asmus Lembke zwar ein Pferd gepfändet habe, Kl. aber damit nichts anfangen könne und bittet um Pfändung des Getreides. Das Tribunal weist den Amtmann am 17.11.1663 entsprechend an. Am 03.05.1664 beschwert sich Kl., daß die Bekl. zwar die Abgaben bezahlt haben, die Kosten für den Prozeß aber verweigern und erbittet deshalb erneut die Hilfe des Gerichts, das am selben Tag ein erneutes Mandat an den Amtmann erläßt, das Geld einzutreiben.
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalsbote Erich Wiese ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 23.04., 05.06. und 18.09.1663; Aufstellung der Kosten Leos in dem Fall über 17 Rtlr 37 s; von Daniel Umbach, königlicher Cammer Bott" ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 23.06.1662; von Elias Spilter, Trabant am Tribunal ausgestellte Übergabebescheinigung für ein Tribunalsmandat vom 21.06.1663; von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 23.11.1663
Instanzenzug: 1. Tribunal 1662-1664
Kläger: (2) Martin Leo, Pastor zu Alt Bukow
Beklagter: Asmus Lembke und Hans Weitendorf, Bauern auf Poel
Anwälte: Kl.: Dr. Caspar Wilcken (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1861


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1862
Prozessgegenstand: Mandatum executoriale Auseinandersetzung um die Eintreibung von Abgaben
Alte Signatur: Wismar L 3 (W L 1 n. 3)
Laufzeit: 28.06.1667-17.01.1668
Fallbeschreibung: Kl. bittet seit 1655 um Hilfe bei der Eintreibung seiner ausstehenden Abgaben von 2 Bauern aus Fehrdorf auf Poel. Trotz zahlreicher Mandate des Tribunals hat er das Geld bisher nicht erhalten, mußte sich selbst verschulden und hat deshalb einen Vollstreckungsbefehl des Amtsgerichts Neubukow erhalten. Er bittet das Tribunal am 28.06. und 12.11. erneut um Hilfe aus dieser Lage und erhält am 10.07.1667 und 19.11.1667 Mandate an den Bekl., das Geld bei den Bauern einzutreiben. Der Bekl. macht am 14.12. geltend, daß bei den Bauern, die ihm selbst noch mehrere 100 Rtlr schulden, , nichts zu pfänden sei und bittet um weitere Anweisung. Das Tribunal weist ihn am 21.12.1667 an, Kl. klaglos zu stellen."
Prozessbeilagen: (7) Mitteilungen des Bekl. vom 17.07. und 20.09.1667
Instanzenzug: 1. Tribunal 1667-1668
Kläger: (2) Martin Leo, Pastor zu Alt Bukow
Beklagter: Georg Paul Hannolt, Amtmann auf Poel
Anwälte: Kl.: Dr. Caspar Wilcken (A & P) Bekl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1862


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1863
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Aufbewahrung eines Testamentes beim Tribunal
Alte Signatur: Wismar L 4 (W L 1 n. 4)
Laufzeit: 08.06.1655
Fallbeschreibung: Das Ehepaar von Lützow reicht sein gemeinsames Testament beim Tribunal ein und bittet um Aufbewahrung bis zum Tode eines oder beider Eheleute sowie um Eröffnung und Vollstreckung ihres letzten Willens. Das Tribunal bestätigt den Empfang am selben Tag und verspricht, entsprechend tätig zu werden.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1655
Kläger: (2) Claus Christoph von Lützow und dessen Ehefrau Judith von Paselick zu Stockholm
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1863


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1864
Prozessgegenstand: Mandatum de restituendo Auseinandersetzung um Auslieferung von Untertanen
Alte Signatur: Wismar L 5 (W L 1 n. 5)
Laufzeit: (1657) 26.09.1657-01.10.1657 (20. Jahrhundert)
Fallbeschreibung: Dem Kl. ist im Dreißigjährigen Krieg sein Untertan Jochim Henning entlaufen und hat sich mit seiner Frau auf Poel aufgehalten. Bekl. will ihm auf seine Bitte zwar Henning, nicht aber dessen Frau, die auf Poel geboren wurde, ausliefern. Das Tribunal weist Bekl. am 30.09.1657 zur Auslieferung beider an.
Prozessbeilagen: (7) Verpflichtung Jasper von der Lühes auf Mulsow vom 11.09.1657; hand- und maschinenschriftliche Zusammenfassungen des Falls (20. Jh.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1657
Kläger: (2) Jasper von der Lühe auf Mulsow
Beklagter: Jochim Krolow, Amtmann auf Poel
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1864


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1865
Prozessgegenstand: Mandatum extraditionis Auseinandersetzung um Auslieferung von Untertanen
Alte Signatur: Wismar L 5 (W L 1 n. 5)
Laufzeit: 06.10.1673-05.02.1674
Fallbeschreibung: Vater des Kl.s hatte Tribunal um Mandat an den Amtmann von Poel gebeten, ihm seine entlaufenen Leibeigenen zurückzusenden und dieses erhalten. Da die Untertanen aber geflohen waren, konnte das Mandat nicht vollstreckt werden. Nun hat Kl. erfahren, daß sich sein Untertan erneut mit seiner Familie auf Poel aufhält und erbittet dessen Auslieferung. Das Mandat ergeht am 09.10.1673, der Bekl. läßt aber nur Vater und Mutter nach Mulsow ziehen und behält deren Kinder und Hab und Gut auf Poel. Kl. bittet am 23.01.1674 darum, diese den Eltern folgen zu lassen und verspricht Hilfe in ähnlichem Fall. Das Tribunal weist Bekl. am 28.01.1674 entsprechend an.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1673-1674
Kläger: (2) Hans Cordt von der Lühe auf Mulsow
Beklagter: Jürgen Elmhof, Amtmann auf Poel
Anwälte: Kl.: Dr. Caspar Schwartzkopf (A), Dr. Otto Christoph Marquardt (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1865


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1866
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Schadensersatz
Alte Signatur: Wismar L 6 (W L 1 n. 6)
Laufzeit: (1656-1658) 27.05.1658-16.11.1659
Fallbeschreibung: Dänische Truppen haben den Kl.n im Krieg zahlreiche Ochsen, Pferde, Geflügel und Lebensmittel weggenommen, anderes Vieh ist an der Seuche verendet. Ihrer Bitte um Schadensersatz wollen Bekl. nicht nachkommen. Kl. beharren aber darauf, da sie vom Feind der Stadt wegen angegriffen wurden und nicht bereit sind, diesen Schaden persönlich zu tragen. Sie bitten Tribunal um Hilfe bei der Erlangung von Schadensersatz. und erhalten am 28.05. ein Reskript an den Rat in diesem Sinne. Am 15.09. beschweren sich Kl., daß sie vom Rat nicht erhört worden wären und erbitten Hilfe des Tribunals. Dieses fordert den Rat am 17.09. auf, binnen 14 Tagen das Reskript vom 28.05. zu befolgen oder seine Argumente dagegen vorzutragen. Am 02.10. berichtet der Rat, daß er den Fall erwogen habe und Bekl. zu keinem weiteren Schadensersatz auffordern könne. Das Tribunal teilt Kl.n dies am 28.10. mit, am 15.11. bitten Kl. erneut um Hilfe, am 16.11.1658 weist Tribunal Bekl. an, ihnen die Pacht für das Kriegsjahr zu erlassen und ihnen weitere 50 Mk. lüb. Schadensersatz zuzubilligen. Am 31.03.1659 bitten Kl. erneut um Auszahlung des ihnen zugestandenen Schadensersatzes, das Gericht weist den Rat am 12.04. zur Veranlassung der Zahlung binnen 14 Tagen an. Am 03.05. erneuern Kl. ihre Bitte, am 06.05. das Tribunal sein Mandat. Am 18.05. erklärt der Rat, er habe Kl.n den Nachlaß einer Jahrespension und 50 Rtlr Schadensersatz angeboten, diese hätten aber abgelehnt. Das Tribunal teilt Kl.n dies am 31.05. mit, die sich am 17.06. darauf berufen, daß sie zusammen 50 Rtlr Schadensersatz erhalten sollten, diesen aber pro Person fordern. Das Tribunal fordert Rat am 12.07. "ernstlich" zur Bezahlung auf. Am 16.08. weist der Rat weitergehende Forderungen erneut zurück, da dies die Einkünfte der Kirche zu stark schmälern würde und verweist auf den Pachtvertrag der Kl. mit der Kirche und auf zahlreiche Rechnungen, die Kl. 1657 und 1658 bereits gestellt haben und bei denen sie sich bereits mit Bekl. verglichen haben und meint, er Schadensersatz wäre damit abgegolten. Das Tribunal sendet Kl. den Schriftsatz am 08.09. in Kopie zu, am 24.09. bestehen Kl. auf dem Schadensersatz. Am 05.10. fordert das Tribunal Bekl. auf, die mit Kl.n angeblich getroffene Abmachung wegen des Schadensersatzes zu beweisen. Am 04.11. legen Kl. ihre Prozeßkostenrechnung vor und bitten, Bekl. zur Bezahlung anzuweisen. Am 16.11.1659 bitten Kl. erneut, Bekl. zur Bezahlung anzuweisen, da diese den geforderten Beweis nicht geführt hätten, das Tribunal gestattet ihnen am selben Tag, ihre Pacht entsprechend zu mindern.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 05.05.1659; Ratsgerichtsprotokoll vom 29.04.1659; Aufstellungen über die Schäden und Prozeßkosten der Kl. (18 Rtlr 8 s); Aufstellungen Lippelts über Einquartierungen im Juni 1656 (37 Mk. lüb., 1657 (132 Mk. lüb. 8 s), 1658 (25 Mk. lüb. 22 s); Aufstellungen Stralendorfs über Kosten der schwedischen Durchzüge (32 Mk. lüb. 12 s), Durchzug des Waldeckschen Regiments (40 Mk. lüb. 13 s), Beköstigung "englischer Völcker" am 31.05.1656 (32 Mk. lüb.), Kosten im Oktober und November 1657 (46 Mk. lüb.), um den Jahreswechsel 1657/58 (36 Mk. lüb. 2 s), Verluste durch Dänen im Sommer 1657 (43 Mk. lüb. 8 s); von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 12.10.1659
Instanzenzug: 1. Tribunal 1658-1659
Kläger: (2) Hans Lippelt und Ulrich Stralendorf, Pächter auf Martensdorf und Klüssendorf
Beklagter: Provisoren des Gotteshauses zum Heiligen Geist in Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1866


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1867
Prozessgegenstand: Citationis Auseinandersetzung um ein Pfand
Alte Signatur: Wismar L 7 (W L 1 n. 7)
Laufzeit: (1654-1660) 22.05.1660-29.03.1661
Fallbeschreibung: Beim Verkauf seines Hauses in der Kramerstraße ist Hinrich Ballschmieter dem Kl. 1654 150 Rtlr schuldig geblieben. Er hat ihm eine Obligation ausgestellt, dieses Geld bis Ostern 1655 nebst Zinsen zahlen zu wollen. Kurz darauf hat Kl. diese Obligation an Bekl. verpfänden müssen, bei dem er 50 Rtlr Schulden hatte. Als er nach 5 Jahren aus dem Krieg zurück nach Wismar kam, hatte Bekl. angeblich verabredungswidrig seine 50 Rtlr bei Ballschmieter eingetrieben und diesem dafür alle weiteren Forderungen erlassen. Kl. bittet darum, Bekl. vor das Tribunal zitieren zu lassen, damit er sich zu diesen Vorwürfen äußern könne. Das Tribunal erläßt am 05.06.1660 die Citation, Bekl. kann aber am 28.03.1661 alle Vorwürfe entkräften, da er auf Anweisung des Kl.s das Geld an dessen Tochter ausgezahlt hat (Nr. 1868). Das Tribunal fordert Kl. am 29.03.1661 zur Erwiderung auf, weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Obligation Ballschmieters vom 25.06.1654; Auszug aus dem Schuldbuch des Franz Maaß d.J.; Auszug aus dem Gerichtsprotokoll vom 26.07.1655; Auszug aus Hinrich Ballschmieters Hausbuch über Zahlungen an Franz Maaß und die Tochter Limbachs vom 26.06.1655
Instanzenzug: 1. Tribunal 1660-1661
Kläger: (2) Nicolaus Limbach, Oberstleutnant
Beklagter: Franz Maaß d.J., Seidenkrämer zu Wismar
Anwälte: Kl.: Dr. Joachim Zander (A & P) Bekl.:
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1867


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1869
Prozessgegenstand: Mandatum inhibitorium Auseinandersetzung um einen Holzhandel
Alte Signatur: Wismar L 8 (W L 1 n. 8)
Laufzeit: (1660-1661) 24.07.1661-14.08.1661
Fallbeschreibung: Kl. hat am 27.11.1660 einen Vertrag mit Oberst Helmut von Plessen auf Cambs über den Kauf von 125 Faden Birkenholz getroffen. Als das Holz im Frühjahr geliefert wurde, stellte es sich als von schlechter Qualität und nicht ausreichender Menge heraus, so daß Kl. es nicht bezahlte. Daraufhin wurde er von Plessen vor dem Rat verklagt, der die Vollstreckung gegen Kl. verhängte. Kl. bittet Tribunal um ein Mandat an den Rat, das diesem verbietet, das Urteil zu vollstrecken. Tribunal folgt dem Antrag und fordert den Rat am 26.06. auf, Kl. in der Sache zu vernehmen. Der Rat weist am 10.08. nach, daß Untersuchung bereits erfolgt ist und Kl. zu Recht zur Bezahlung verurteilt wurde. Das Tribunal teilt Kl. dies am 14.08.1661 mit.
Prozessbeilagen: (7) Kaufvertrag vom 27.11.1660; Ratsgerichtsurteil vom 09.07.1661
Instanzenzug: 1. Tribunal 1661
Kläger: (2) Jochim Lewenow, Bürger zu Wismar
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1869


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1870
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Ausübung des Handwerks
Alte Signatur: Wismar L 10 (W L 1 n. 10)
Laufzeit: (1660-1662) 07.08.1662-21.11.1662
Fallbeschreibung: Kl.in war mit einem Raschmacher verheiratet und hat von ihm 5 kleine Kinder. Als ihr Mann verstarb, heiratete sie einen Kaufmann, der sie mit seinem Handel jedoch nicht ernähren konnte. Um nicht betteln zu müssen, bittet sie, das Handwerk als Freimeisterin ausüben zu dürfen, bis ihre Tochter alt genug zum Heiraten ist und die Werkstatt übernehmen kann. Da die Bekl. ihr dies verweigern, wendet sie sich an das Tribunal, das dem Antrag stattgibt und am 08.08. ein entsprechendes Reskript an den Rat erläßt. Am 02.09. beschwert sich Kl.in, daß weder Rat noch Raschmacher dem Reskript Folge leisten wollen und erbittet verschärftes Mandat an beide. Der Rat verteidigt am selben Tag hingegen die Privilegien der Ämter generell und des Raschmacheramtes insbesondere, die vom König 1660 bestätigt wurden. Ungeachtet dessen erneuert das Tribunal am 05.09.1662 sein Mandat an Rat, Kl.in zum Handwerk zuzulassen oder binnen 8 Tagen die Raschmacherrolle einzusenden. Am 16.09. bittet Rat um Fristverlängerung, die er am 19.09. erhält. An diesem Tag bittet Kl.in um Durchsetzung des Mandates, wird aber auf die Fristverlängerung verwiesen. Am 30.09. verteidigt der Rat erneut seine Entscheidung, am 01.11. bittet Raschmacheramt, sie in ihren alten Rechten zu schützen, Reaktionen des Tribunals erhellen nicht. Am 20.11. berichtet Kl.in, daß die Raschmacher einen Vergleich vor dem Rat verweigern, daraufhin ordnet Tribunal am 21.11.1662 an, Kl.in zum Raschmachen zuzulassen, da sie Gesellen einstellen und somit Arbeit in Wismar schaffen will, stellt diese Konzession aber unter die Bedingung einwandfreier Qualität.
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 09.08.1662; Auszug aus der königlichen Konzession vom 15.12.1660 für Wismarer Ämter; Schreiben des Raschmacheramtes an Rat vom 22.08.1662 und 23.10.1662; Schreiben der Raschmacherämter in Lübeck und Hamburg an den Ältermann des Wismarer Amtes vom 06. und 08.07.1661
Instanzenzug: 1. Tribunal 1662
Kläger: (2) Anna Segebade, Witwe des Wismarer Raschmachers Thomas Lüschow, jetzt Ehefrau des Kaufmanns Johann Röseler
Beklagter: Amt der Raschmacher in Wismar sowie Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte: Bekl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1870
186 Gerichtsakten «   21   -   30   »