-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  22.: 1. Kläger V
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 22. 1. Kläger V
55 Gerichtsakten «   21   -   30   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3588
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Ausübung des Handwerks
Alte Signatur: Wismar V 48 (W V I n. 48)
Laufzeit: (1740) 24.06.1745-29.06.1745
Fallbeschreibung: Der Kl. nimmt kleinere Operationen und Kuren vor, soll aber auf Bitten der Wismarer Chirurgen vom Rat aus der Stadt gewiesen werden. Er bittet darum, seine Arbeit weiterhin ausüben zu dürfen, da sie die Tätigkeit der Wismarer Chirurgen nur ergänzt, ihnen aber keine Patienten wegnimmt. Das Tribunal weist den Rat am 29.06.1745 entsprechend an und erteilt dem Kl. eine unbefristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.
Prozessbeilagen: (7) Bescheinigungen der Vorpommerschen Landesregierung vom 17.08. und 21.12.1740; Schreiben der Vorpommerschen Landesregierung an Oberinspektor Roman vom 21.12.1740
Instanzenzug: 1. Tribunal 1745
Kläger: (2) Georg Christian Vollbrecht, Operateur aus Grimmen
Beklagter: Bürgermeister und Rat von Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3588


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3581
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo sine clausula Auseinandersetzung um die Gewährung freier Unterkunft
Alte Signatur: Wismar U 41 (W U I n. 41)
Laufzeit: 01.10.1739-23.10.1739
Fallbeschreibung: Der Kl. hatte im Sommer 1739 3 Monate lang die Wismarer Garnison befehligt und vom Rat freies Quartier erbeten. Die Bekl. hatten ihm aber nur 2 Rtlr 24 s / Monat Quartiergeld gegeben, mit denen er sein Quartier nicht hatte bezahlen können. Er bittet das Tribunal um ein Mandat an den Rat, die 15 Rtlr, die er seinem Wirt noch schuldet, auszuzahlen. Das Tribunal weist den Rat am 02.10. entsprechend zur Zahlung an. Der Rat legt am 20.10. seine Gegenargumente vor und bittet, ihn von der Zahlung der 15 Rtlr zu entbinden und es bei dem gezahlten Betrag zu belassen. Die Entscheidung des Tribunals erhellt nicht, da ein Protokoll extrajudiciale vom 23.10.1739, auf das verwiesen wird, nicht beiliegt.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1739
Kläger: (2) Oberstleutnant F.V. von Usedom
Beklagter: Bürgermeister und Rat von Wismar
Anwälte: Bekl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A), Dr. Erich Hertzberg (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3581


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2788
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar R 101 (W R 3 n. 101)
Laufzeit: (1737-1745) 30.06.1745-11.10.1745
Fallbeschreibung: Kl. hatten wegen des Pachtvertrages über eine Mühle gegen den Vater des Bekl., den Bürgermeister Rassow zu Gadebusch, prozessiert und bereits 1737 vor Rat und Tribunal Recht erhalten. Da der Bekl. aber in den schwedischen Reichslehen nicht angesessen war, konnten sie dieses Urteil nicht vollstrecken lassen. Nun, da der Vater verstorben ist und der Sohn alle Aktiva und Passiva geerbt hat, erneuern sie ihren Anspruch an das Gut Landstorf in Pommern. Sie bitten daher, Subsidiales an das Pommersche Hofgericht zur Vollstreckung ihrer Forderungen ergehen zu lassen. Das Tribunal erläßt am 03.07. ein entsprechendes Mandat an den Bekl. und setzt ihm 6wöchige Frist zur Bezahlung. Nachdem der Bekl. die Annahme des Mandates verweigert hat, erbitten Kl. am 12.07. ein Strafmandat an den Verwalter Stübner zu Landstorf und erhalten dieses am 13.07. Am 11.10. beschweren sich Kl., daß die Zahlung noch nicht erfolgt sei, obwohl der Zahlungstermin bereits verstrichen ist und verlangen Vollstreckung. Das Tribunal wird wegen inzwischen erfolgter mündlicher Erklärung des Bekl., umgehend zu bezahlen, nicht weiter tätig.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 11.12.1737, 26.06.1745; Aufstellung über Forderungen an Schulden und Prozeßkosten an Rassow; Bestätigung des Notars von Meyenfeld über verweigerte Annahme des Tribunalsmandates vom 09.07.1745; Übergabebestätigung des Notars v. Meyerfeld für ein Tribunalsmandat an Verwalter Stübner vom 28.07.1745, aktualisierte Unkostenrechnung vom 11.10.1745
Instanzenzug: 1. Tribunal 1745
Kläger: (2) Witwe und Kinder Caspar Christian Vierecks
Beklagter: Lizentiat Rassow in Hamburg
Anwälte: Kl.: Dr. Anton Christoph Gröning (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2788


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3579
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Baumaßnahmen
Alte Signatur: Wismar V 38 (W V I n. 38)
Laufzeit: (1731-1732) 06.05.1732-11.07.1732 (20. Jh.)
Fallbeschreibung: Der Kl. wollte sich auf seinem Grundstück einen Katen als Wohnung fürs Altenteil bauen und Haus und Hof an seinen Sohn abtreten. Die Bekl. wehren sich vor dem Amtsgericht gegen die Baupläne, weil sie die Rechte des Dorfes und ihre eigenen Rechte beschnitten sehen, das Amtsgericht verbietet den Bau des Katens am von Kl. vorgesehenen Ort. Dieser appelliert gegen das Urteil des Amtsgerichts und erbittet am 27.06. Nachricht über die Entscheidung des Tribunals, das den Antrag am 11.07.1732 ablehnt.
Prozessbeilagen: (7) Gerichtsprotokoll im Haus des Ratsherrn Dr. Gröning vom 18.09.1731; Protokoll des Poeler Amtsgerichts vom 03.04.1732; von Notar Georg August Pladecius aufgenommene Appellation vom 09.04.1732; Amtsgerichtsurteil vom 03.04.1732; Aussage des Claes Bauert (o.D.); Aufstellung über erwähnte Personen (20. Jh.)
Instanzenzug: 1. Amtsgericht zu Poel 1732 2. Tribunal 1732
Kläger: (2) Carl Vieth zu Malchow auf Poel (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Peter Steenhagen und Joachim Beyer zu Malchow auf Poel (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Josias Matras (A)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3579


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3574
Prozessgegenstand: Rescriptum Auseinandersetzung um Handelsverbot
Alte Signatur: Wismar V 36 (W V I n. 36)
Laufzeit: 26.03.1726
Fallbeschreibung: Der Kl. ist vom Lübecker Kaufmann Adolf Rodde beauftragt worden, Weizen in Wismar zu kaufen und an ihn zu schicken. Bürgermeister Lembke verbietet jedoch die Ausfuhr des Getreides, da der Kl. nicht auf eigene Rechnung handelt. Der Kl. bittet um ein Schreiben an den Rat, ihn nicht in seinem Handel zu behindern und den Arrest auf sein Getreide zu lösen. Das Schreiben ergeht am selben Tag.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1726
Kläger: (2) Erich Voigt, Kaufmann zu Wismar
Beklagter: Bürgermeister Lembke zu Wismar
Anwälte: Kl.: Petrus Rudolf Schröder (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3574


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3573
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Heranziehung zum Wachdienst
Alte Signatur: Wismar V 34 (W V I n. 34)
Laufzeit: (1726) 25.06.1726-21.02.1727
Fallbeschreibung: Nach Bitte vom 25.06. um Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und am 26.06. erteilter Genehmigung des Tribunals, reicht der Kl. am 16.07. seine Beschwerde gegen ein Ratsgerichtsurteil ein, in dem er aufgefordert wird, sich als Gefreiter an den Wachdiensten zu beteiligen. Er lehnt dies ab, weil kein anderer Bürger 1. Standes dazu herangezogen worden sei und bittet das Tribunal, das Ratsgerichtsurteil aufzuheben. Das Tribunal lehnt die Annahme der Appellation am 27.09.1726 ab und fordert den Kl. auf, sich mit seinen Beweisen an den Rat zu wenden.
Prozessbeilagen: (7) von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommene Appellation vom 28.03.1726; Ratsgerichtsurteil vom 20.03.1726
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1726 2. Tribunal 1726-1727
Kläger: (2) Johann Jacob Vehlhering, Kaufmann zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte: Kl.: Johann Dietrich Stemwede (A), Dr Joachim Evers (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3573


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3576
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Kommissionshandel
Alte Signatur: Wismar V 36 (W V I n. 36)
Laufzeit: (1726) 02.04.1726-05.04.1726
Fallbeschreibung: Da der Kl. nach seiner vorherigen Appellation an das Tribunal nichts von diesem gehört hat, hat er restitutio in integrum gegen ein Ratsgerichtsurteil ergriffen, ist vom Ratsgericht aber wegen Unerheblichkeit der Beschwerden zurückgewiesen worden. Gegen dieses Urteil appelliert er an das Tribunal und bittet um Erlaubnis zum Kommissionshandel sowie um Rücknahme der Strafe. Das Tribunal sendet am selben Tag ein Reskript an den Rat und erhält ein Schreiben des Lübecker Rates, in dem dieser bittet, seinem Bürger Rodde die Ausfuhr des Weizens zu gestatten. Daraufhin fordert das Tribunal den Wismarer Rat am selben Tag auf, die Getreideausfuhr zu genehmigen oder die Akten der Vorinstanz einzusenden. Am 05.04. legen Bürgermeister und Rat die Akten der Erstinstanz vor und stellen klar, daß sich die erteilte Ausfuhrerlaubnis auf Gerste nach Stockholm bezogen habe und sich nicht auf den Weizen nach Lübeck erstrecken lasse und bitten das Tribunal, ihr Urteil zu bestätigen. Am 05.04.1726 legt der Kl. eine Bürgschaft seines Bruder, des Ratsherrn Hermann Caspar Voigt, für dieses Geschäft vor und bittet, die Ausfuhr des Weizens zu genehmigen. Am selben Tag fordert das Tribunal den Rat entsprechend auf.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 27.03. und 01.04.1726; Schreiben des Lübecker Rates an Tribunal vom 30.03.1726; Schreiben Adolf Roddes an Lübecker Rat vom 30.03.1726; Bürgschaft Hermann Caspar Voigts für seinen Bruder Erich vom 05.04.1726
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1726 2. Ratsgericht 1726 3. Tribunal 1726
Kläger: (2) Erich Voigt, Kaufmann zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Gabriel Lembke, Bürgermeister zu Wismar
Anwälte: Kl.: Petrus Rudolf Schröder (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3576


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3575
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Zulassung zum Kommissionshandel
Alte Signatur: Wismar V 36 (W V I n. 36)
Laufzeit: (1726) 29.03.1726
Fallbeschreibung: Der Kl. hat für Adolf Rodde aus Lübeck nach vorheriger Anfrage beim Bekl. Weizen in Wismar gekauft und wollte diesen nach Lübeck verschiffen. Dies ist ihm jedoch vom Rat verboten worden. Nach einem Schreiben des Tribunals an den Bekl. hat der Rat am 27.03. ein förmliches Ausfuhrverbot sowie ein Strafmandat in Höhe von 50 Rtlr erlassen, gegen das der Kl. appelliert. Am 29.03. stellt der Rat die Gründe für sein Vorgehen dar und lehnt die vom Kl. angebotene Sicherheit, dessen hochverschuldetes Haus, ab. Das Tribunal lehnt die vom Kl. vorgetragenen Gründe für seine Appellation am 29.03.1726 als unzureichend ab.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 27.03.1726; von Notar Johann Philipp Treffner aufgenommene Appellation vom 29.03.1726
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1726 2. Tribunal 1726
Kläger: (2) Erich Voigt, Kaufmann zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Gabriel Lembke, Bürgermeister zu Wismar
Anwälte: Kl.: Petrus Rudolf Schröder (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3575


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3578
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Ausübung eines Handwerks
Alte Signatur: Wismar V 37 (W V I n. 37)
Laufzeit: (1725) 04.03.1726-30.09.1726
Fallbeschreibung: Der Kl. hatte eine Seifensiederei in seinem Nebenhaus eröffnen wollen und dafür die baulichen Voraussetzungen geschaffen, war aber von seinen Nachbarn daran gehindert worden, die gegen diesen Plan beim Ratsgericht klagten und ein Verbot erreichten. Der Kl. appelliert gegen dieses Ratsgerichtsurteil und erhält am 06.09. ein Schreiben des Tribunals an den Rat, die Akten der Vorinstanz einzusenden. Diese gehen am 25.09. ein und werden am 30.09.1726 eröffnet. Weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) von Notar Philipp Heinrich Pladecius aufgenommene Appellation vom 18.12.1725; Ratsgerichtsurteil vom 12.12.1725; Rationes decidendi des Ratsgerichts
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1725 2. Tribunal 1726
Kläger: (2) Mevius Joachim Völschow, Seifensieder zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Franz Johann Lehmann, Jacob Peters und Konsorten (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Heinrich Tanck (A), Josias Matras (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3578


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3568
Prozessgegenstand: Rescriptum Auseinandersetzung um Besteuerung
Alte Signatur: Wismar V 26 (W V I n. 26)
Laufzeit: (1723) 26.06.1723-09.10.1723
Fallbeschreibung: Die Kl. beschweren sich, daß Bürgermeister und Rat sie zu den bürgerlichen Lasten heranziehen wollen und sie mit Vollstreckung bedrohen. Sie bitten das Tribunal um ein Schreiben an den Rat, dies zu unterlassen und erhalten es am 26.06. Am 29.06.1723 legen die Bekl. ihren Bericht vor und begründen ihre Forderung an die Kl. mit Zahlungen während der Besetzungszeit, den Pachtverträgen und allgemeinem Gebrauch. Daraufhin weist das Tribunal am 01.07. die Bekl. zur umgehenden Bezahlung der Steuern an. Am 07.07. erbitten die Bekl. Fristverlängerung und Verschonung mit der Vollstreckung, bis sie ihre Gegenargumente vorgetragen haben. Das Tribunal lehnt dies am 09.07. ab. Am 28.09. tragen die Kl. ihre Argumente gegen eine Besteuerung vor, das Tribunal bestätigt am 08.10.1723 jedoch seine Entscheidung.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 22.02.1723; Auszug aus den Arrhendeverträgen mit den Verwaltern von St. Jacobshof, Klüssendorf, Martenstorff und Steffin (o.D.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1723
Kläger: (2) sämtliche Verwalter von Gütern, die in Wismar wohnen
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte: Kl.: August Heinrich Pladecius (A & P) Bekl.: Dr. Erich Hertzberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3568
55 Gerichtsakten «   21   -   30   »