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Stadtarchiv Schwerin
Stadtkrankenhaus
Signatur: EK
Laufzeit: 1829-1957
Findbucheinleitung:
Inhaltsverzeichnis


Einleitung										Seiten
I. Institutionsgeschichte
1. Stadtkrankenhaus									2-7
2. Buchstelle für das Gesundheitswesen des Stadt- und Landkreises			7
II. Bestandsgeschichte und archivische Bearbeitung				7-9
1. Stadtkrankenhaus									
2. Krankenaufnahmebücher								
3. Fremdprovenienzen									
4. Kassation										
5. Personalakten des Stadtkrankenhauses						
6. Bestandsanalyse									

Findbuch						AE	Laufzeit		Seiten

Stadtkrankenhaus
I. Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten						
10. Verwaltung						29	1840-1951		1-3
11. Steuer- und Versicherungswesen			15	1884-1949		3-5
12. Hausverwaltung und Hausordnung			3	1841-1951		5
13. Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen		19	1884-1855		5-7
14. Aufnahme, Behandlung und Entlassung
von Kranken					25	1829-1951		7-10
15. Tarifwesen, Statistik, Verträge			19	1873-1951		10-12
16. Personalangelegenheiten				103	1957-1840		12-21
17. Inventar und Betriebsmaterial			11	1868-1951		21-22
II. Ärztliche Angelegenheiten				8	1879-1950		22-23
III. Angelegenheiten des Wirtschaftsbetriebes						
30. Küchenverwaltung					11	1864-1951		23-24
31. Garten- und Grünanlagen				4	1874-1951		24
32. Einkauf von Lebensmitteln				8	1893-1951		25
IV. Technische Anlagen, ärztliche Apparate		21	1856-1951		25-27
 und Geräte										
V. Unterhaltung der Gebäude				21	1875-1955		27-29	


I. Institutionsgeschichte

1. Stadtkrankenhaus (EK)
Vergleich vom 18.12.1840 (am 24.12.1840 verkündet)
Zwischen dem Magistrat zu Schwerin und dem Drosten von Plessen im Auftrag des Großherzogs, wird die Erbauung eines Stadtkrankenhauses, zur Mitbenutzung für Kran-ke aus dem Domanium beschlossen.
Dieser beinhaltet folgende Schwerpunkte:
§1
Der im vorigen Jahre an der Werderallee begonnene Bau wird durch den Magistrat bis Johannis 1841 benutzbar gemacht.
§ 2
Der Magistrat übernimmt die vollständige Ausstattung.
§ 3
Der Magistrat ist für die Unterhaltung zuständig.
§ 4
Der Magistrat hat die alleinige Verwaltung.
§ 5
Er sorgt für die Verpflegung der Kranken.
§ 6
Der Großherzoglichen Kammer werden 20 Betten auf ewige Zeiten überlassen. Es kön-nen ausnahmsweise auch Kranke nicht aus dem Domanium behandelt werden.
§ 7
Die Kammer zahlt für jede Krankenstelle täglich fünf Schilling N 2/3, also jährlich 760 Thaler und 20 Schilling.
§ 8
Weiterhin gibt es für jeden Domanial-Kranken täglich 4 Schilling Atzungsgeld, wobei dieser Betrag auf 20 Jahre festgeschrieben ist und dann revidiert wird.
§ 9 
Weitere Zahlungen übernimmt die hohe Kammer für:
a) Arzneien
b) Bandagen
c) Kleidung
d) Wein
e) Beerdigung
§ 10
Kostgeld und weitere Zahlungen werden vierteljährlich von der jeweiligen Staatskasse beglichen.
§ 11
Stehen mehr als 20 Betten frei, kann die Kammer mehere Kranke zusätzlich unterbrin-gen.
§ 12
Eine Erweiterung auf 40 Betten ist möglich
§ 13
Auskunftspflicht des Magistrats.
§ 14
Revision des Krankenhauses durch eine Regierungskommission alle fünf Jahre.
§ 15
Gegenseitiges Treuegelöbnis.
Am 30. März 1860 wurde ein Zusatzakte vereinbart.
Am 27.3.1882 wurde eine weitere Zusatzvereinbarung getroffen. Dabei ging es haupt-sächlich um eine vereinfachte Aufnahme von Domanialpatienten und die Kostenanglei-chung.
Späterer Vertragspartner war das Großherzogliche Finanzministerium, Abteilung für Domänen und Forsten. Mit diesem gab es Vertragsprobleme bezüglich der Auslegung des Wortes ,,Domanialangehöriger". Weiterer Rechtsnachfolger wurde das Landwirt-schaftsministerium welches dem Ministerium für Medizinalangelegenheiten eine end-gültige Regelung gestattete. Dieses übertrug das Recht des Landes auf 20 Betten dem Wohlfahrtsamt der Amtes Schwerin, ohne den Anspruch auf verbilligtes Kostgeld, wenn die Stadt auf ihr Entgelt von 3000 M verzichtet. Da im Stadtkrankenhaus ein großer Teil von Kranken die nicht aus Schwerin kamen behandelt wurden, verlangte der Magistrat 1927 vom Amt eine Beteiligung an den Umbaukosten.
1886 lautete die Anschrift: Werderstraße 14 (41) und 1892	Werderstraße 22 (14). Zuständig war 1894 Senator Prehn.
Am 24. Juni (Johannistag)1841 wurde das Stadtkrankenhaus eröffnet. Gebaut wurde es nach dem Vorbild des um 1823 errichteten Hamburger Krankenhauses. Es handelte sich um einen Demmlerbau im ,,Korridorsystem". Mit Eröffnung des Stadtkrankenhauses erfolgte gleichzeitig die Schließung des Domanialkrankenhauses, dessen Inventar über-nommen wurde.  Bis 1918 unterstand das Stadtkrankenhaus der Armendirektion des Magistrats. Patienten hatten, soweit sie keiner Krankenkasse angehörten einen Kurkos-tenzuschuß und die laufenden Kosten zu entrichten, bzw. bei Mittellosigkeit die Armen-kasse in Anspruch zu nehmen. 
Am 1. Juli 1931 wurde ein Erweiterungsbau dem Betriebe übergeben, nachdem die im Garten gelegene Männerabteilung für innere Krankheiten renoviert wurde. Die neuen Oberärzte waren für die innere Abteilung Dr. Krull und für die geburtshilflich-gynäkologische Abt. Dr. Wiegels. Chefarzt und Leiter der Dritten, der chirurgischen Abteilung ist Dr. Nieny. Jetzt standen 220 Betten zur Verfügung, währen es vorher 150 waren (1923 zwischenzeitlich einmal 170).
Zu den meisten Sachfragen wurde ein Erfahrungsaustausch mit anderen Stadtkranken-häusern geführt, ob es beispielsweise um Tarife oder auch nur um den Anschluß des Isolierhauses ans städtische Abwassernetzes ging.
1934 kam ein neues Isolierhaus mit 11 Betten hinzu. Gleichzeitig wurde die ehemalige Isolierstation zur Inneren Station umgebaut. Somit standen 250 Betten zur Verfügung. Etwa seit Kriegsbeginn waren im Stadtkrankenhaus auch Schwestern der parteieigenen NS-Schwesternschule tätig. Zwischen diesen und den traditionellen Rot-Kreuz-Schwestern des Marienhauses, gab es oftmals Differenzen. Während des II Weltkrieges kamen 3 Hilfskrankenhäuser dazu, das Isolierhaus Sachsenberg 1941, die Hospitalschule und das Hilfskrankenhaus des ehemaligen Altersheimes. 
1932 hatte es 220 planmäßige Krankenbetten, und 1938 250. Davon waren 24 in Isolier-räumen gelegen. 1934 wurden 2345 Kranke behandelt. 1935  gab es 6 festeingestellte Ärzte im Angestelltenverhältnis. Weiterhin waren 2-3 Medizinalpraktikanten eingestellt. 17 Schwestern darunter 3 Schwesternschülerinnen waren tätig. Die Schwesternschaft war das Deutsche-Rote-Kreuz der 14 Schwestern angehörten. Das Pflegepersonal war mit 22 (1938 nur noch 20) und das Verwaltungs- und Wirtschaftspersonal mit 32 Perso-nen vertreten.  Weiterhin waren 19 freie Hebammen mit einbezogen. Ambulant wurden ca. 400 Diagnosen jährlich zur Weiterbehandlung durch Hausärzte gestellt.
Vom 1.4.1934-31.3.1935 wurden 83 Sterilisationen wegen Erbkrankheiten vorgenom-men. Im selben Zeitraum starben 210 Personen und 2310 wurden entlassen.
Das Vermögen wurde zwischen 1932 und 1934 mit ca. 1.8 Mill. Reichsmark angegeben. Demgegenüber stand eine Verschuldung von 1,1 Mill. Reichsmark. 

Zur wirtschaftlichen Aufgabenerfüllung waren 1921 24 Arbeitnehmer beschäftigt: 			1 Bürohilfe
			1 Wirtschafterin
			6 Wärterinnen
			3 Wärter
			5 Haus-, Küchen- und Nähmädchen
			1 Nachtwache
			1 Kartoffelschälerin
			6 Arbeiter (Heizer, Gartenarbeiter, Hausdiener).




Das Stadtkrankenhaus wurde nach 1945  ein städtischer Eigenbetrieb. Träger war der Rat der Stadt Schwerin. Es umfaßte eine Fläche von 2 ha, 18a, und 99qm die sich im Eigentum der Landeshauptstadt befand. Im März 1946 standen insgesamt 1895 Betten
28 Ärzte, 210 Pflegepersonal, 318 Angestellte d.h. insgesamt. 556 Personen zur Verfü-gung.

Dienstbezeichnung gem. Ratsbeschluß vom 7.12.49 :
Rat der Landeshauptstadt
Dezernat Sozialwesen
Abt. Stadtkrankenhaus
Institutionen:
Entlausungsanlage im Altersheim Bornhövedstraße (bis 1947 von SMA genutzt)

Geschäftsverteilungsplan:
a) Verwaltung
Stadtrat
-Verwalter
	-Aufnahme
	-Buchhaltung
	-Personalabt.
	-Krankenblattarchiv
	-Wirtschaftsbetrieb (Küche, Wachanstalt, Nähstube, Heizung, Garten, Stadtbad)

b)Ärztliche Angelegenheiten
Stadtrat
-Chefärzte=	-chirurgische (Dr. Schütze)	-Innere (Dr. Krull)	
			- Laboratorium	
			- Röntgenstation
			- Bestrahlungsraum
			- Pflegepersonal
- 8 Stationen	- 70 examinierte Rote-Kreuz-Schwestern
		- 20 Schwesternschülerinnen
		- 40 Hausgehilfinnen





ab 1.9.1935 unterstand das Stadtkrankenhaus dem Stadtrat Blau, dem gleichzeitig u.a. auch das Wohlfahrtsamt unterstand.

Dienstanweisung 1945 (NS-Zeit)
Betriebsführer: Oberbürgermeister
Dezernent: stellv. Betriebsführer
		-grundsätzlichen Entscheidungen
Chefarzt: Vorgesetzte der Ärzte und des Pflegepersonals
Oberärzte: leiten die Abteilungen
Verwaltungsleiter: dem ärztlichen Leiter nebengeordnet
			
Assistenz- u. Hilfsärzte
Oberschwester: Ausführung der ärztlichen Anordnungen, ordnungsgemäße Pflege der Kranken
Schwestern: der Oberschwester unterstellt

Personal:
Armen und Wundärzte:	Dr. Wendt (1841-1847)	
(für die Alt- und Neustadt)	Dr. Driver (1841-
dirigierender Arzt	:	Dr. Kittel (1841-
				Dr. Heise (bis 1883)
				Dr. Uterhardt (ab 1883
Assistenzärzte:		Dr. Wendt (1841-
				Dr. Fahrenheim (1847-1851)
				Dr. Kortüm (1851-
Chefärzte: 			Dr. Nieny (1935)
				Dr. Gerlach (Febr. 1945 zur Wehrmacht)
				Dr. Schütze, Eckehard 1945-
Oberärzte:			Dr. Krull, Wilhelm 1935
				Dr. Wiegels, Wilhelm 1935
				Dr. Röhl, Liselotte 1945

Leiter der Krankenpflegeschule: Dr. Hoehne als Vertreter für Dr. Gerlach (während des II Weltkrieges)


Schwesternschaften/-ausbildung
Dem Stadtkrankenhaus angegliedert war das Marien-Mutterhaus am Schelfmarkt 1, welches durch die Schwesternschaft des Mecklenburgischen-DRK geleitet wurde. Sitz der Schwesternschaft war der Schlageterplatz 1. 
Um die Krankenpflege zu gewährleisten, wurde qualifiziertes Krankenpflegepersonal benötigt. Hierzu wurden Verträge  mit dem ,,Marien-Frauen-Verein vom Roten Kreuz" abgeschlossen. (vgl. II.) Ab 1.10.1939 wurden diese Verträge gekündigt und ein neuer mit der NS-Schwesternschaft geschlossen
Ab 1938 war am Stadtkrankenhaus eine Schwesternausbildung möglich. Hierzu gab es Verhandlungen und Verträge mit der NS-Volkswohlfahrt (vgl. EK/217). So sicherte der Gauamtsleiter Pg. Behr die Kostenübernahme für die Einrichtung und Lehrmaterialien zu. Anfänglich wurden 15 Schwestern ausgebildet. Zum Lehrkörper gehörten Dr. Ger-lach und Dr. Wiegels. Der Prüfungsausschuß bestand aus Dr. Gerlach, Dr. Kölzow (vgl. Gesundheitsamt) und Dr. Fulde. So begann der Lehrbetrieb am 30.5.1938



Hilfskrankenhäuser:

Zum Ende des II Weltkrieges und danach wurden viele Hilfskrankenhäuser eingerichtet, um die anfallenden Aufgaben infolge des immensen Flüchtlingszustroms und den damit verbundenen Epidemien zu erledigen. Dabei sind die Zahlenangaben ständigen Ände-rungen unterworfen.

Tbc-Heilstätte Lankow 
seit 1936
1946-1947 zeitweise Rote Armee
Tbc-Krankenhaus Friedrichthal:
seit Januar 1946,
Einrichtungsgegenstände aus Hilfskrankenhaus Schloß,
38 Angestellte, davon 1 Arzt, 1 Assistenzarzt
100 Betten
Görries, Baracken
299 Betten (502)
57 Angestellte, davon 1 Arzt, 1 Assistenzarzt, später 1 leitender Arzt, 1 Stationsarzt, 2 Assistenzärzte, 2 Volontärärzte.
Geschlechtskrankheiten
Möwenburg; Möwenburgstr.6
31 Angestellte, 1 Arzt
später Baracke
innere Station
bis 1951 mit 93 Betten
Seuchenkrankenhaus (Typushaus) Niklot-Schule, Herzogring
seit Sept. 1945
61 Angestellte, davon 2 Ärzte, 1 Assistenzarzt,
308 Betten,
Behandlung aller Art von Infektionen,
Auflösung April 1946
Ausweich-Krankenhaus Rabensteinfeld, Gutshaus
vom Kreisleiter Bollow für Katastrophenfälle eingerichtet,
vom Gauleiter im November dem Stadtkrankenhaus überlassen,
(über Inbetriebnahme kein Nachweis)
Realgymnasium, Steinstrasse
 64 Angestellte, davon 1 leitender Arzt, 3 Stationsärzte, 1 Volontärarzt,
seit Okt. 1945,
210 Betten,
Auflösung im Juli 1946
innere Erkrankungen
Schloß
Juli 1945 von SMA nach Abzug der sowj. Lazarettkranken übergeben,
bis zu 200 Thypuskranke
Isolierabteilung Sachsenberg
vor Kriegsende errichtet bis 1950, Ablösung durch Medizinische Klinik
320 Betten,
3 Ärzte
41 Angestellte
Abteilungen, innere; Infektionen, Erwachsenen Tbc.
Zippendorf, Strandhotel
Einrichtung am 1.9.1946,
leitender Arzt Dr. Lau, 4 Pfleger/innen, 3 sonstiges Personal
89 Betten,
geschlossenen Krankenanstalt
männliche Geschlechtskrankenbehandlung,


Bezirkskrankenhaus
1956 wurde aus den übriggebliebenen ehemaligen Hilfskrankenhäusern das Bezirks-krankenhaus.
Dazu gehörten:
- Chirurgische Klinik Werderstraße,
- Med. Klinik Lewenberg,
- Frauenklinik Seeblick,
- Hautklinik Görries,
- Kinderklinik Weinbergstraße,
- Kiefernklinik Möwenburgstr.


3. Buchstelle für das Gesundheitswesen des Stadt- und Landkreises Schwerin- Schwerin, Severinstr. 2
1951 zuständig für:
1. Poliklinik Schwerin
2. Ambulanz am Krankenhaus	Crivitz
3.					Gadebusch
4. 					Schwerin
5. 11 Betriebssanitätsstellen
6. 40 Gemeindeschwesternstationen
7. 5 Polikliniken, Apotheken
8. Ministerium für Gesundheitswesen- Betriebswirtschaft
9. Tbc. Heilstätten Lankow, Basthorst 
Nur zwei Akten überliefert, wobei eine kassiert wurde (siehe Kassation). Die andere wurde dem Bestand Gesundheits- und Sozialwesen zugeordnet.

II. Bestandsgeschichte und archivische Bearbeitung
Die Bestände wurden von Mai bis September 1997 bearbeitet.
1. Stadtkrankenhaus
Die Akten waren teilweise nach Aktenverzeichnis gebündelt, teilweise in fremde Be-stände eingegliedert, teilweise der Abteilung Gesundheits- und Sozialwesen zugeordnet.
Es waren zwei Aktenablagesysteme erkenntlich, einmal nach Fächern und zum anderen nach einem dreistufigen Ordnungssystem mit unterschiedlicher farbiger Kennzeichnung der Hauptgruppen. Davor muß es noch eine einfache Ablage nach Nummern gegeben haben, was daraus ersichtlich, daß stellenweise Nummern durchgestrichen und durch Fachangaben erneuert wurden. Gleichfalls ist zu beachten, daß ein Teil der Provenienz als Armen-Kollegium und der andere Teil als Stadtkrankenhaus angegeben ist.
Da das Verzeichnis der Generalakten erst aufgefunden wurde (es befand sich in einem anderen Gebäude beim Bestand Marienkrankenhaus), war bereits eine Verzeichnung nach dem dreistufigen Aktenplan, welcher nach 1945 eingeführt wurde, vorgenommen worden, da dieser bereits zu Beginn der Verzeichnung vorlag.
Nach diesem Aktenplan wurden die Akten geordnet, wobei nur bis zur zweiten der drei Gliederungsstufen gearbeitet wurde. Die dritte Gliederungsstufe entspricht damit sinn-gemäße dem Aktentitel.
Da zum Teil schon verzeichnet war, und dabei eine Aktenneubildung vorgenommen wurde, war es teilweise unmöglich den Registraturzusammenhang zu erkennen. Deshalb ist die registraturmäßige Zuordnung einiger Schriftstücke nicht eindeutig nachvollzieh-bar.

2. Krankenaufnahmebücher:
Von der Anlage und der Laufzeit waren zwei Typen von Aufnahmebüchern vertreten. Die Aufnahmebücher waren nicht mit einem Institutionsvermerk versehen, so daß keine äußerliche Unterscheidung zwischen Stadtkrankenhaus und Marienkrankenhaus möglich war.
Die Zuordnung der Krankenbücher erfolgte durch Überprüfung eines Beschwerdefalles einer Patientin des Marienkrankenhauses (Nr.10).
3. Fremdprovenienzen
Zwei Hauptkrankenbücher des Reservelazaretts III wurden dem Marienkrankenhaus zugeordnet. Dies aus dem Grunde, um nicht für zwei Bücher einen neuen Bestand anzu-fangen. Weiterhin wurde das Marienkrankenhaus ebenfalls als Lazarett benutzt, wobei das Reservelazarett III wahrscheinlich nicht dazu gehörte, obwohl sich der Standort desselben nicht aus dem Archivgut ergibt.
4. Kassation: 
- Mehrfachüberlieferung: Rundschreiben; Personalspiegel, 
- Urlaubskartei,
- Berechnungen über Gehaltskosten, Krankmeldungen, Wegezeiten, Versetzungen,  der      Buchungsstelle die keine rentenrelevanten Aussagen enthielten,
- Gesetzblätter,
- Firmenprospekte, Kostenvoranschläge, Rechnungen für kleinere Reparaturen,
- Personallisten mit Bankkontenangaben,
- Lohnkonten kurzzeitig Beschäftigter (vor 1952),
- Aufforderungen für Gehaltsnachzahlungen, einmalige Unterstützungen,
- FDGB- Beitragsbücher
- Einzahlungslisten für NAW
Im Auswahlverfahren wurden kassiert:
- Bewerbungen,
- Inventurlisten,
- Rundschreiben.
5. Personal A-Z
1996 wurden im Rahmen einer ABM-Maßnahme,  durch den Kollegen Buß die Perso-nalakten des Stadtkrankenhauses geordnet und Verzeichnet. Diese sind extra auf-geführt.
6. Bestandsanalyse
Die Akten der beiden Krankenhäuser bzw. auch der späteren Poliklinik widerspiegeln hauptsächlich dem organisatorischen und wirtschaftlichen Bereich des Krankenhausbe-triebes. Die Krankenblattarchive sind leider nicht überliefert. Nur die Aufnahmebücher, die leider auch nicht vollständig überliefert sind, geben dem medizinhistorisch interes-sierten Benutzer die Möglichkeit, Krankheitsvorkommen und soziale Strukturen zu stu-dieren. 

aktualisiert am: 03.05.2019