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Abteilung Finanzen
Signatur: R09
Laufzeit: 1945-1989
Findbucheinleitung:
Findbuch - R 9
Abteilung Finanzen-Beschlagnahmeausschuß-Vermögensverwaltung



Inhaltsverzeichnis						Jahr/AE		Seiten

I. Einleitung
1. Behördengeschichte								I-V
2. Bestandsgeschichte									V-VI

II. Gliederung
Abteilung Finanzen
1. Gesetze, Dienstanweisungen und Statistiken		1945-1963 (17)	1-3
2. Arbeitsorganisation, Personal, Löhne			1946-1990 (18)	3-5
3. Häuser- und Grundstücksverwaltung			1945-1967 (20)	5-8
4. Wirtschaftsbeziehungen					1936-1965 (16)	8-10
5. Steuern und Gebühren					1939-1958 (29)	10-13
6. Währungsumstellung					1948-1966 (7)		13-14
7. Haushaltsführung
7.1. Arbeitsorganisation, Personal und Löhne		1945-1980 (16)	14-16
7.2. Pläne							1945-1988 (150)	16-35
7.3. Jahreshaushaltsrechnungen				1946-1989 (16)	35-37
7.4. Analysen und Berichte					1927-1989 (54)	37-44
7.5. Investitionen und Bauvorhaben				1950-1990 (12)	44-46
7.6. Buchhaltung						1946-1954 (10)	46-47
7.7. Sonstiges							1921-1983 (17)	47-49
8. Kontroll- und Prüfungswesen				1936-1985 (54)	50-56
9. Sowjetische Besatzungsmacht				1945-1985 (9)		57-58
10. Verschiedenes						1946-1967 (9)		58-59

11. Beschlagnahmeausschuß (Erfassungs- und Ausgleichsamt)
11.1. Arbeitsorganisation und Personal			1945-1948 (8)		59-60
11.2. Beschlagnahme und Rückgabe				1945-1954 (49)	60-66
11.3. Überlassungsanträge					1945-1952 (7)		66-67
11.4. Vergabe und Verkauf					1945-1952 (11)	67-69

12. Vermögensverwaltung (Treuhandstelle, Vermögensabwicklungsstelle)
12.1. Arbeitsorganisation					1945-1949 (7)		69-70
12.2. Vermögenswerte					1938-1950 (11)	70-71
12.3. Häuser und Grundstücke				1945-1952 (27)	71-75
12.4. Firmen							1945-1958 (16)	75-77








I. Einleitung
1. Behördengeschichte
1.1. Abteilung Finanzen
Als Sachwalterin über alle finanziellen Belange hatte die Abteilung einen breit gefächerten Aufgabenbereich, der trotz vielfältiger Umstrukturierungen und Bezeichnungswechsel im Kern konstant blieb. Da es aufgrund der schlechten Überlieferungslage nicht möglich ist einen vollständigen Überblick über den Strukturwandel zu liefern, muß eine Skizzierung der wichtigsten Aufgaben genügen. Unter der historisch überlieferten Bezeichnung "Finanzverwaltung" (seit 1936) wurde sie anfänglich vom Stadtrat Dykbandt geleitet. Laut einer Verfügung der Landesverwaltung vom 05.01.1946 sollte ein Bezeichnungswechsel der untergeordneten Stadthauptkasse in die Unterabteilung Buchhaltung erfolgen. Gleichzeitig wurde eine Prüfstelle unter der Leitung des Stadtamtmannes Strohkirch gegründet. Allerdings taucht die Bezeichnung Stadthauptkasse noch im Telefonbuch von 1948 auf. Neben den Bezeichnungen Finanzverwaltung und Dezernat Finanzen ist die Bezeichnung Abteilung Finanzen ab den 60-er Jahren feststehend, wobei in den 80er Jahren noch eine Erweiterung in Abteilung Finanzen und Preise erfolgte. Eine lückenlose Aufzählung der Behördenleiter ist nicht möglich, deshalb nachfolgend ein durch die Verzeichnung gewonnener Überblick.                    Stadtrat                           Dykbandt
                    Bürgermeister                 Bauer
                    Bürgermeister                 Bastian
                    Abteilungsleiterin           Neumann
                    Abteilungsleiter              Reetz
                    Stadtrat                           Dr. Jurke
Aus Stellenplänen (Nr. 22) ist ersichtlich, daß die Abteilung zeitweilig bis zu 90 Mitarbeiter hatte.
Zu den Hauptaufgaben der Abteilung gehörten:
Haushaltsplanung
Hierzu wurden von den einzelnen Abteilungen, Instituten und Volkseigenen Betrieben Einzelpläne erarbeitet (Haushalts-, Finanz-, Kassen-, Investitionspläne). Diese wurden dann durch die Abteilung zu Jahreshaushaltsplänen zusammengestellt.
Haushaltskontrollen und Revisionen
Eine Kontroll- und Revisionsabteilung war ständig damit beschäftigt, die Erfüllung der Pläne und Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen zu überprüfen.
Buchhaltung
- Kontierung der Einnahme- und Ausgangsbelege ,
- Erstellung der Jahresabschlußrechnungen,
- Lohnbuchhaltung
Steuern
-Steuerveranlagung der Werktätigen, freischaffenden Intelligenz, Handwerker,
 Genossenschaften, Privatbetriebe,
- Steuerhinterziehungsermittlungsverfahren/ Steuerfahndung,
- Steuerermäßigungen,
- Vollstreckungen,
- Erbschafts- und Schenkungssteuern des Bezirkes Schwerin,
- Gemeindesteuern,
- Kino-, Vergnügungs-, Hundesteuern,
- Kulturabgaben,
- Grundsteuern.
Stellenpläne
- Finanzierung, Registrierung und Kontrolle des gesamten Stellenplanwesens des
 sozialistischen Sektors.
Eigentumsverwaltung
- Verwaltung staatlichen und treuhänderischen Eigentums,
- Verkauf volkseigener Eigenheime.
Wirtschaft
- Finanzierung und Planung der Einnahmen der Volkseigenen Wirtschaft,
- Bilanzabnahmen,
- Kostenreservenermittlung,
- Prüfung verbrauchsabgabenpflichtiger Betriebe.
Preise und Abgaben
- Überprüfung der Preiseinhaltung für Waren des Grundbedarfs, Tarife, Dienstleistungen, Mieten und Pachten.
1.2. Beschlagnahmeausschuß/ Erfassungs- und Ausgleichsamt/ Allgemeine Verwaltung Abt. B
Im Auftrag der Landesverwaltung, Abteilung Wirtschaft, wurde im Juli 1945 das Erfassungs- und Ausgleichsamt gebildet. Es hatte seinen ursprünglichen Sitz im Hotel "Nordischer Hof" und wurde durch den Dienststellenleiter Chott aufgebaut. Folgende Aufgaben waren zu erfüllen:
- Ausstattung von Dienststellen der Roten Armee, der Landes- und Stadtverwaltung,
- Unterbringung von Personen obengenannter Stellen,
- Verteilung von Einrichtungsgegenständen an Nazi- und Kriegsopfer.
Das Gebiet umfaßte den Stadt- und Landkreis Schwerin. Verwaltungssitz war am Marienplatz 8. Zu Anfang erfolgte eine wahllose Beschlagnahme, später dann nur noch bei NSDAP-Mitgliedern die vor 1933 eintraten, bei Funktionären und geflüchteten Personen. Ebenfalls wurde herrenloses Gut ( z.B. der Wehrmacht) beschlagnahmt. Beschlagnahmte Gegenstände wurden in Speichern gelagert und registriert. Die Ausgabe erfolgte nur auf eine schriftlichen Antrag hin.
 Nach einer Verfügung des Präsidenten des Landes vom 29.8. 1945 und mit Schreiben des OB Seitz vom 6.12.1945 erfolgte die Auflösung des Erfassungs- und Ausgleichsamtes die Gründung des Beschlagnahmeausschußes, welcher sich unterdem Vorsitz des Oberbürgermeisters, je einem Vertreter der demokratischen Parteien und dem Geschäftsführer Herr Strohkirch zusammensetzte . Mit Befehl Nr. 74 der Sowjetischen Militäradministration wurde jede weitere Beschlagnahme verboten und die Unterlagen an die Kommandantur geliefert. Jetzt erfolgte nur noch die Erfassung herrenlosen Gutes. 
Mit Rundschreiben der Landesverwaltung vom 03.05.1946 wurde die Institution aufgelöst. Es erfolgt jetzt die Bezeichnung "ehemaliger Beschlagnahmeausschuß". Eine weitere Bezeichnung lautete "Allgemeine Verwaltung Abteilung B" . Es wurde nun überprüft, inwieweit die Beschlagnahmen rechtmäßig erfolgten und ob Rückgaben oder Entschädigungen vorzunehmen waren. 
15.9.47 Verlegung der Diensträume des Amtes für Sequestrierung und Beschlagnahme von der Grenadierstraße 18 in die Klosterstraße 2 (Rose-Haus am Alten Garten)
Juli 1947 Öffnungszeiten für Publikumsverkehr Mittwochs von 9-15 Uhr
Die Anordnung der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) vom 05.10.1949 zur Sicherung der rechtlichen Stellung der anerkannten Opfer der Faschismus (OdF), ermöglichte diesen den Kauf der ehemals nur geliehenen Einrichtungsgegenstände. Ab 1950 übernahm die Rechtsstelle diese Aufgabe und veranlaßte die Schätzung von leihweise überlassenen Gegenständen zum späteren Kauf.
 Ab 1953 vergab die Abteilung staatliches Eigentum Gegenstände.
1.3. Vermögensverwaltung/Treuhandstelle/Vermögensabwicklungsstelle
Die Vermögensverwaltung wurde an 1.9.1945 durch den Stadtrat Schmitz gegründet.
Unter der Leitung des Herrn Hilzinger arbeiteten ein Frl. Wendt sowie die Herren Kartowitsch und Behrens. 
29.8.45  Anordnung des Präsidenten des Landes zur politischen Bereinigung der Wirtschaft
Ziel war es " Naziaktivisten " aus der Wirtschaft zu entfernen, wozu folgende Vorausseztungen zu erfüllen waren:

NSDAP-Mitgliedschaft die über eine nominelle Beteiligung hinausging,
Betriebe, mit für den Ort bedeutender Rolle,
Entscheidung eines Ausschusses (Bereinigungsausschuß).
29.8.45 Richtlinien zur Bildung der ,,Ausschüsse zur Pol. Bereinigung der Wirtschaft"
30.8.45 Rundschreiben des Präsidenten des Landes zur Schaffung von 
                  Treuhandstellen für die politische Bereinigung der Wirtschaft
	-Beaufsichtigung und Überwachung aller Treuhänder im Bezirk,
	-Rechnungsprüfung
	-Kontrolle des Geschäftsbetriebs u.a.
31.08.45 Anordnung des Präsidenten über die Registrierung des Vermögens 
                  aktiver Faschisten und Kriegsverbrecher
Die Betroffenen hatten anschließend keine Verfügungsbefugnis mehr über ihr Vermögen
5.10.45 Treuhandstelle bei der Stadtverwaltung

13.11.45 Richtlinien zu den SMA- Befehlen Nr. 126, 124.

Nr. 126  Beschlagnahme des Vermögens der NSDAP und ihrer Gliederungen
Nr. 124 provisorische Übernahme von Eigentum 
Deutsches Reich
Amtsleiter und führende NSDAP-Mitglieder
einflußreiche Anhänger
herrenloses Gut örtlich abwesender
nicht Hausrat und Kleidung

 27.11.1945 Gründung der Landestreuhandstelle mit folgenden Aufgaben, 
Erfassung aller Vermögenswerte
Sequestrierung      	                           Befehl 124 Ziffer 1 a-g
provisorische Verwaltung        	      Befehl 124 Ziffer 2
Registrierung                           	      Befehl 124 Ziffer 3
Beschlagnahme                         	      Befehl 126 

29.3.46 Befehl Nr. 97 der SMA zur Überprüfung der Beschlagnahmen aufgrund  
                  der Befehle Nr. 124, 126

April 1946 Verfügung des Präsidenten des Landes zur Auflösung der Treuhandstelle

Entlassung des Leiters Otto Hinzinger und Übergabe der Unterlagen an die Finanz-
abteilung .

1.7.46 Rundschreiben des Präsidenten des Landes zur Gründung des Amtes für
                   Sequestrierung und Beschlagnahme

Laut Beschluß der Zentralen Deutschen Kommission für Sequestrierung und Beschlag-
nahme sind Vermögenswerte gemäß Befehl Nr. 124 Nr. Ziffer 2 und 3 an unbelastete Eigentümer zurückzugeben.

3.7.46 Anordnung des Präsidenten des Landes zur Abberufung aller Treuhänder 
                   aus den Betrieben, die nicht Befehl 124 unterliegen

16.8.46 Gesetz Nr. 4 zur Sicherung des Friedens
- öffentlicher Aushang (1 Woche) über Enteignungen (1 DVO §5),
- Gewinne aus der Zeit der Sequestration gehören dem Land,
- Rechnungslegungspflicht der Eigentümer für die Zeit der Sequestration (1 DVO § 12)

29.3.47 Verfügung der Landesregierung über Nachsequestrierungen

27.4.48 Befehl Nr. 64 der SMA zur Aufhebung der Beschlagnahmen gemäß Befehl 
                  Nr. 124

15.09.48 Verfügung der Landesregierung zur Rückgabe der auf Liste B seques- 
                   trierten Betriebe ( Liste A sind die bis 30.04.1948 zurückgegebenen 
                   Betriebe)

1948 Bezeichnung  als Vermögensabwicklungsstelle

15.1.49 Verfügung des Innenministeriums des Landes über die treuhänderische 
                  Verwaltung der Vermögenswerte geflüchteter Personen

1951 Bezeichnung ,,Sachgebiet zum Schutze des Volkseigentums"


Febr. 1961 Abteilung Finanzen- Staatlich und Treuhänderisch verwaltetes Eigentum
                 Sachgebietsleiter: Lautenschlag
                 Mitarbeiter: Czoska, Masuch

Anmerkung: Die Protokolle des ,,Ausschuß zur pol. Bereinigung der Wirtschaft" befinden sich im Bestand ,,Amt für Wirtschaft"

2. Bestandsgeschichte
Bestandsbildung
Die Ordnung und Verzeichnung erfolgte von Januar bis Juli 1995 durch den Archivar
Jens-Uwe Rost. Die Verzeichnung von Nachträgen dauerte bis zum 5.3.1997.
Der Bestand setzt sich aus den Einzelbeständen der Abteilung Finanzen, des Beschlag-nahmeausschusses und der Vermögensverwaltung zusammen. Starker sachlicher und funktionaler Zusammenhang der Registraturbildner sowie die Vermeidung von Splitterbeständen führten zur Bildung eines Gesamtbestandes.
Überlieferungslage
Der Hauptteil des Bestandes (1945- ca.1970) befand sich an 5 verschiedenen Stellen im Stadtarchiv, teilweise verzeichnet, teilweise mit Archivgut vor 1945 vermischt. Ablieferungsverzeichnisse waren nicht zu finden. Recherchen in der jetzigen Kämmerei führten zu einer weiteren Schriftgutübernahme, wodurch eine Lückenlose Überlieferung in zeitlicher Hinsicht erreicht wurde. Ansätze einer Registraturorganisation und Aktenbildung waren ersichtlich, aber nicht nachvollziehbar.
archivische Bearbeitung
Die vorhandenen Verzeichnungsangaben erwiesen sich als ungenau, weshalb eine vollständige Neuverzeichnung erfolgte. Durch die schlechte Aktenbildung in der Abteilung waren Verweise zwischen Akten verschiedener Gruppen notwendig. Es wurden 494 Aktentitel, welche ca. 15,6 lfd. Metern Archivgut umfassen, gebildet wobei ca. 3 lfd Meter , Doppelüberlieferungen, Entwürfe, Planungsunterlagen die komprimiert vorliegen und Massenschriftgut (Rechnungsbelege) kassiert wurden.

Bestandsanalyse
Der Bestand gibt einen umfassenden, wenn auch z.T. nur punktuellen Einblick in die Arbeitsweise der Abteilung. Zur Behördenorganisation ist wenig überliefert.  Hauptbestandteil sind die Haushaltsplanung und die Überprüfung der Planerfüllung. So sind die Haushaltspläne von 1945-1988 lückenlos überliefert, wobei die Untergliederung dieser in Einzelpläne eine schnellere Benutzung ermöglicht.

Einzelplan                 Inhalt
1...Volksvertretung
3...Verwaltungsleitung
5...Innere Angelegenheiten
6...Büro für territoriale Rationalisierung
7...Plankommission
8...Finanzen
14..Land- und Forstwirtschaft
16..Handel und Versorgung
18..Arbeits- und Berufsausbildung
19..Gesundheits- und Sozialwesen
22..Energie, Verkehr, Nachrichtenwesen
24..Bauwesen
25..Volksbildung
28..Abgaben/Staatseinnahmen
30..Kultur
35..Jugendfragen
36..Wohnungspolitik
37..örtliche Versorgungswirtschaft
38..Erholungswesen
39..Umweltschutz, Wasserwirtschaft
42..Steuern
45..örtliche Industrie
57..Rücklagenfonds
58..Investitionen, Erweiterung der Grundmittel
59..Haushaltsüberschuß
61..Haushaltsausgleich
70..Berufbildung
(durch Strukturänderungen können Abweichungen auftreten)
In den Haushaltsrechnungen ist die Abweichung zwischen Plan und Realität nachvollziehbar. Die Analysen dokumentieren den Behördenweg vom Plan zur Jahresabschlußrechnung. Im Bereich der volkseigenen Wirtschaft sind durch zahlreiche Geschäftsberichte auch Einblicke in deren Entwicklung möglich.

überarbeiteter Ausdruck (erster  Ausdruck am 19.7.1995)
Schwerin, 5.3.1997, 
Jens-Uwe Rost

aktualisiert am: 03.05.2019