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Stadtarchiv Schwerin
Amt für Wirtschaft/Gewerbeaufsicht
Signatur: R15
Bestandsbildner:
Laufzeit: 1945-1985
Findbucheinleitung:
Findbuch 

Rat der Stadt Schwerin

Abteilung Wirtschaft/ Gewerbeaufsichtsamt (R 15)

Vorwort


I. Registraturbildnergeschichte
1. Abteilung Wirtshaft
1.1. Allgemeines
Wie alle Bereiche der Stadtverwaltung unterlag auch die Behörde, welche sich um die wirtschaftlichen Belange der Stadt kümmerte einem häufigen Strukturwandel. Diesen minuziös nachzuvollziehen ist nicht Gegenstand dieser Abhandlung. Somit kann es sich hier nur um einen groben Überblick handeln.

1.2. Amt für Wirtschaft (bis 31.12.1946 die Bezeichnung ,,Amt für Industrie und Handel")
Das Amt existierte bis ca. 1951. Geleitet wurde es von Stadtrat Bauer. Die Abteilung Wirtschaft unterstand einem Herrn Borck. Diese hatte wiederum verschieden Unterabteilungen.
a) Abteilung Industrie und Gewerbe:
Gemäß Befehl Nr. 234 der SMA wurden bestimmte Betriebe angeleitet und kontrolliert. Hierzu fanden Besprechungen mit Betriebsleitungen und Betriebsratsvorsitzenden statt. In diesem Zusammenhang kümmerte man sich um Materialbestellungen und um die Verpflegung der Arbeiter.
b)Straßenreinigung und Müllabfuhr
c)Abt. Verkehr
d)Brennstoffversorgung
e)Abt. Reparation
Diese wurde gegründet,  nachdem  sich die  Kommandantur über Mängel (z.B. beim Bau von Rettungsbooten durch die Firma Oberländer) beschwerte.
1.3. Dezernat Wirtschaft und Arbeit
a) Allgemeines
Das Dezernat bestand in etwa zwischen 1951-1952. Sein Dezernent war zeitweise Andreas Hamann und später vom Stadtrat Schröder. Zum Dezernat gehörten folgende Abteilungen:
-Wirtschaft
-Aufbau
-Arbeit
-Berufsausbildung
-Sozialfürsorge
-Wohnungswesen


b) Abt. Wirtschaft/ Industrie und Handwerk
Zwischenzeitlich erfolgte die Umbenennung in Abteilung Industrie und Handwerk.
Insgesamt waren 1952  hier 22 Angestellte tätig. Hauptarbeit war die seit April 1951 beginnende Auflösung der KWU (Kommunalen Wirtschaftsunternehmen) und die Überführung der Arbeitskräfte in die volkseigene Industrie. 1952 begann die Dezentralisierung der örtlichen Industrie

Die Abteilung wurde von Herrn Dienert geleitet und  hatte folgende Struktur:
Sachgebiete
-örtliche Industrie:
 Planung von Produktion, Arbeitskräften und Investitionen sowie deren Kontrolle
-Privatwirtschaft/-industrie:
Überwachung der Kapazitätsausnutzung, Kontrolle der Treuhandbetriebe, Qualitätskontrollen, Einführung neuer Arbeitsmethoden, Abwicklung der Betriebe von Republikflüchtlingen
-Verkehr: 
Verteilung von Benzin, Öl, Reifen, Holz, Garagen u.a.
-Druckgenehmigungsstelle; 
Kontrollen des Papierverbrauchs, der Auftragsbücher und Genehmigungsnummern, der im Druck befindlichen Aufträge
-Kriesenenergiebeauftragter;
 Kontrollen in Großbetrieben, Kontrolle der Druschpläne, Überwachung der Stromentnahmen der Betriebe; Schulung der Energiebeauftragten in den Betrieben
-Kreisschrottbeauftragter;
Planung und Überprüfung des Schrottaufkommens
-Handwerk:
-Gewerbelenkung:
Überprüfung der Voraussetzungen für Gewerbegenehmigungen, Gewerbeabmeldungen, -entzug
-Nahrung und Genuß;
 Abrechnung der Waren- und Rohstofflieferungen, Material- und Warenprüfungen

1.4. Abteilung Örtliche Wirtschaft 
1955 wurde die Abteilung Örtliche Wirtschaft gegründet. Abteilungsleiter waren nacheinander Herr Dienert, Herr Pätzold und Herr Knüppel. Die Abteilung beschäftigte 1957 18 Angestellte, wobei 7 Frauen darunter waren. Ziel der DDR Wirtschaftsstrategie war es auch den unterentwickelten Norden zu ,,Industrialisieren". Die Abteilung entwickelte Konzepte hierfür. Zu den sonstigen Aufgaben gehörten u.a.:
-Organisierung der Betriebsleitertagungen,
-Wettbewerbsdurchführung z.B. ,,Verpflichtungsbewegung zu Ehren der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution",
-Maschinen- und Materialbeschaffungen,
-Bilanzen, Analysen und Statistiken,
-Betriebskontrollen,
-Kontakte zu Handwerkskammer,
-Inventuren,
-Zusammenarbeit mit der ständigen Kommission ,, örtliche Wirtschaft",
-Planerfüllungskontrollen,
-Einführung der 45 Stundenwoche,
-Staatspolitische Schulungen,
-Schaffung eines Geflügelteiches im Tierpark im Rahmen des NAW(Nationales Aufbauwerk),
-Kontakte zu Westbetrieben im Rahmen der Gesamtdeutschen Arbeit,
-Werbung von jungen Arbeitern für die NVA

Der Abteilung unterstanden folgende  Betriebe:
-Treuhandbetriebe,
-Stadtgärtnerei,
-Stadtbad,
-Wohnungs- und Grundstücksverwaltung,
-VEB (K) Sack- und Planfabrik,
	Linda Werk
	Holzverarbeitungsbetrieb,
	Uhle
	Fleischkombinat,
	Mostrichfabrik,
	Nahverkehrsbetrieb,
	Stadtreinigung,
	T.B.A. (Tierkörperbeseitigungsanstalt am 1.1.1958 aufgelöst),
	chemische  Fabrik,
	Müllabfuhr,
	Friedhofsverwaltung,
	Wäscherei,
	Ausbau,
	Wasserwirtschaft.
Zur Erfüllung der Aufgaben und Anleitung der Betriebe besaß die Abteilung folgende Struktur:
-Sachgebiet	Örtliche Industrie:
			-Projektierungsplanung,
			-Erarbeitung der Vorratsnormen,
			-Technische Arbeitsnormen, Materialverbrauchsnormen,
			-Materialplanung,
			-Investitionen.
- Sachgebiet Kommunale Wirtschaft:
			-Planung und Anleitung der B- und V-Betriebe,
			-Arbeitskräfteplanung,
			-Quartarlsananlysen.
			-Haushaltsplanung
			-Projektierungs- und Investabrechnugen
Sachgebiet Handwerk und Gewerbelenkung:
			-Steigerung der Massenbedarfsgüterproduktion,
			-Gründung von Handwerkerproduktionsgenossenschaften,
			-Genossenschaftsregister,
			-Branchenbereinigung.
Sachgebiet	Lebensmittelindustrie:
			-Beschaffung von Räumen für die Fleischverteilung,
			-Kontrolle der Vertragsabschlüsse und Lebendviehlieferungen.
Kreisenergiebeauftragter:
			-Anleitung und Kontrolle des elektrischen Getreidedrusches,
			-Überprüfung der Eigenstromanlagen,
			-Perspektivplan.
Sachgebiet Straßenwesen:
			-Straßenbau,
			-Uferbefestigungen.
Sachgebiet Verkehr:
			-Erntetransportplan,
			-Transportraumverträge,
			-Lieferverträge von Fahrzeugen für den Nahverkehr.
Altstoffbeauftragter:
			-Erfassung,
			-Schaffung von Annahmestellen,
			-Materialreserven der Betriebe.


1.5 Abt. Wirtschaftsplanung
 Diese Abteilung bestand zwischen 1950-1952. Die Leitung hatte Herr Jarmatz. Folgende Aufgaben waren zu erledigen:
-Überprüfung der Produktionsbetriebe auf Einhaltung und Erstellung der Volkswirtschaftspläne und aller anderen Pläne,
- Gründung eines Planungsausschusses aus Vertretern der Ind.- u. Handelskammer, der Gewerkschaften und Aktivisten um Produktionsschwierigkeiten zu beseitigen,
-Investitionssitzungen zur Beseitigung von Schwierigkeiten bei der Erfüllung des Investitions- und Generalreparaturplanes,
-Mitarbeit in der Holzlenkungsstelle,
-Hilfe für die Betriebe bei der Erfüllung der Zusatzpläne 1950,
-Erstellung der Nachwuchsplanes im Rahmen des ,,Ausschusses für Berufsausbildung".





1.6.  Abt. Örtliche Versorgungswirtschaft
In den 60er Jahren bis zum Ende der Überlieferung bestand die Abteilung Örtliche Versorgungswirtschaft. Sie unterstand dem Stadtrat Pingel und dem Abteilungsleiter Macke. Ihr oblag die Beaufsichtigung folgender Betriebe. 
-VEB	Reiko,
-	Grünanlagen,
-	Stadtwirtschaft,
-	Dienstleitungsbetrieb,
-Straßenbeleuchtung,
-Straßenreinigung,
-Grünanlagenpflege,
-Sekundärrohstofferfassung.
Zu den Aufgaben gehörten:
- ,,Weitere Erfüllung der Hauptaufgabe des X Ptg. der SED",
-Überprüfung der Preise, der Öffnungszeiten,
-Organisation von Sekundärrohstoffsammlungen,
-Planauflagen und Plankontrolle der unterstellten Betriebe,
-kontinuierliche Einflußnahme auf PGH, ELG, Handwerker und Gewerbetreibende, durch Teilnahme an Vorstandssitzungen persönliche Gespräche u.a.,
-Kooperationsverträge zwischen VEB DLB und Handwerksbetrieben,
-Prämienvereinbarungen.

1.7. Abteilung Aufbau
Diese Abteilung bestand zwischen 1950-1960.
Die personelle Besetzung der Abteilung sah folgendermaßen aus:
-Leiter: Herr Rüttermann; Leiter der Investbauleitung, Bauleiter für schwierige Aufgaben,
-weitere 5 Bauleiter,
-2 Buchhalter,
-1 Sachbearbeiterin,
-1 Kraftfahrer,
-1 Bote.
Die Abteilung Aufbau hatte folgende Aufgaben:
-Leitung aller Investitionsbauten der Stadt.

1.8. Abt. Verkehr
Abteilungsleiter war ein Herr Groth. Die Abteilung hatte folgende Aufgaben:
-Kraftfahrerschulungen,
-Bauvorhaben: Verkehrssicherheitstürme; Anlegerbrücken Schweriner See; 
-Anleitung der Verkehrsbetriebe zur besseren Auslastung,
-Entlastung der Reichsbahn durch Schiffahrt,
-Gewerbegenehmigungen für Fuhrunternehmen,
-Verkehrsplanung,
-Ernteeinsätze,
-Arbeiterberufsverkehr.
2. Gewerbeaufsichtsamt
Das Gewerbeaufsichtsamt wurde 1948 als eigenständige Behörde gegründet, nachdem es vorher als Abteilung Gewerbepolizei zur Ortspolizeibehörde gehört hatte. 1952 befand es sich als Abteilung Gewerbelenkung kurzfristig beim Dezernat Inneres, bildete 1953-1954 einen Teil  der Abteilung Industrie und Handwerk und kam dann 1955 zur Abteilung Örtliche Wirtschaft. Ungeachtet der organisatorischen Zuordnung blieben die Aufgaben relativ gleich, was sich auch in der Aktenführung ausdrückt. Das Amt war zuständig für Erteilung und Entzug der Gewerbeerlaubnis, sowie für die allgemeine Überwachung der Gewerbetriebe, was von der Kontrolle des Alkoholgehaltes ausgeschenkter Spirituosen bis zur Hygieneaufsicht in Fleischereien reichte. 


II. Bestandsgeschichte

1. Bestandsbildung
Die Ordnung und Verzeichnung erfolgte, mit einer größeren Unterbrechung von Juli 1996 bis Januar 1997. Die oben beschriebene Registraturbildnergeschichte zeigt, daß sich der Aufgabenbereich der verschiedenen Abteilungen und Ämter ziemlich konstant gehalten hat. Deshalb wurde ein Gesamtbestand gebildet. Es ist darauf zu achten, daß aus dem ehemaligen Dezernat für Wirtschaft und Arbeit das Sachgebiete Arbeit dem Bestand ,,Amt für Arbeit (vgl. Findbuch R13) zugeordnet wurde. Auch die Unterlagen der Abteilung Aufbau sind dem Bestand ,,Stadtbauamt-Teil 3/ R10" zugeordnet worden. Allerdings ließ es sich nicht vermeiden, das teilweise Unterlagen dieses Bereiches mit in den Bestand ,,Wirtschaft" gelangten. Es ist also empfehlenswert, beide Findbücher durchzusehen.

2. Überlieferungslage
Ca. 7 lfd. Meter Unterlagen bildeten den Ausgangspunkt. 19 Akteneinheiten waren von Herrn Dr. Kasten 1994, bereits als Einzelbestand ,,Gewerbeaufsichtsamt/R21" verzeichnet worden. Bereits in den 60er Jahren sind 79 Akteneinheiten von Erich Brost als ,,Sachgebiet Örtliche Wirtschaft" verzeichnet worden. Weiterhin befanden sich 8 Archivkartons im Bestand des ehemaligen Verwaltungsarchives unter der Bezeichnung ,,ÖVW". Der starke sachliche und funktionale Zusammenhang zur ,,Wirtschaftsabteilung" führte zur Eingliederung in diesen Bestand. Die restlichen ca. 5 lfd. Meter lagen unsortiert verteilt in verschiedenen Archivmagazinen.

3. archivische Bearbeitung
Die Bildung eines Gesamtbestandes erforderte die Neuverzeichnung sämtlicher Akteneinheiten, wobei zum Teil auch erst Akteneinheiten gebildet werden mußten. Kassiert wurden nur Doppelüberlieferungen und Massenschriftgut, wie z.B. Rechnungsbelege. Nach Ordnung und Verzeichnung stehen nunmehr 6,1 lfd. Meter Archivgut in Form von 285 Akteneinheiten dem Benutzer zur Verfügung.

4. Bestandsanalyse
Der Bestand gibt einen umfassenden, wenn auch zum Teil nur punktuellen Einblick in die Arbeitsweise der Abteilung. Zum Personal und der Behördenorganisation ist wenig überliefert. Zeitlicher Schwerpunkt ist die Nachkriegszeit bis 1958/59. Somit bietet sich die Möglichkeit die wirtschaftliche Lage bis zur Manifestierung der Planwirtschaft zu erforschen.. Danach sind nur noch Bruchstücke vorhanden. Dokumentationsschwerpunkt sind Planungsunterlagen, die schwer zu verstehen sind, da sich Art und Umfang in einem ständigen Wandel befanden. Ein guter Einblick wird in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Volkseigenen Betriebe gewährt. Allerdings sollten betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorhanden sein. Abschließend wird empfohlen andere Bestände ergänzend zu benutzen. So u.a.:
-Rechtsstelle,
-Handel- und Versorgung,
-Finanzen.



Schwerin, 30.1. 1997

aktualisiert am: 03.05.2019