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Stadtarchiv Schwerin
Allgemeine Verwaltung
Signatur: R08
Laufzeit: 1925-1990
Findbucheinleitung:
Findbuch - R 08

Allgemeine Verwaltung


Inhaltsverzeichnis		

I.	Einleitung	
1.  	Registraturbildnergeschichte
1.1.	Abteilung Allgemeine Verwaltung						
1.2.	Umsiedleramt/ Umsiedlerausschuss						
1.3.	Entnazifizierungskommission						
2.	Bestandsbearbeitung							
2.1.	Zugang ins Archiv und frühere archivische Bearbeitung		
2.2. 	Kassation									

II.	Gliederung
01.	Behördenorganisation			1930-1990		
01. 	Personalangelegenheiten			1930-1988	
02.	Rechtsgrundlagen				1947-1949	
03.	Haushaltsangelegenheiten			1946-1990	
04.	Hausverwaltung und Diensträume		1944-1980	
05.	Besatzungsmacht				1945-1946	
06.	Verschiedenes					1944-1954	
02. 	Ausschüsse					1945-1949	
03.	Entnazifizierung				1945-1948	
04	Beziehungen zu anderen Verwaltungseinheiten		
05.	Beziehungen zu Parteien  und Organisationen			
06.	Gesundheitswesen				
07.	Kulturinstitute				1946-1950
08.	Marktaufsicht				1945-1949	
09.	Ortsvorsteher				1945-1949	
10.	Polizei						1945-1950	
11.	Pressestelle					1946-1959	
12. 	Sobottka-Stiftung				1946-1947	
13.	Stadtbezirke					1945-1957	
14. 	Umsiedler und Heimkehrer			1945-1953	
15.	Verschiedenes				1925-1950	
16.	Fremdprovenienzen				1945-1989			
01.	Betreuungseinrichtungen			1975-1986	
02.	Betriebsgewerkschaftsleitung			1950-1955	
03.	Fahrbereitschaft				1945-1989	
04.	FDJ-Grundeinheit				1951-1956	
05.	Verschiedene					1946-1953	



I.	Einleitung

1.	Registraturbildnergeschichte
1.1. Allgemeine Verwaltung
Die Abteilung "Allgemeine Verwaltung" war wie der Name schon vermuten lässt einer Vielzahl von strukturellen Änderungen ausgesetzt. So können die folgenden Angaben nicht für die gesamte Bestehenszeit angenommen werden, sondern stellen immer nur einen gewissen Zeitraum dar. Beispielsweise gehörten zur Abteilung teilweise die  Haupt- und Inneren Verwaltung sowie das Rechtsamt. Leiter der Verwaltung bzw. Dezernatsleiter war der Oberbürgermeister. Darüber hinaus gehörte  die Pressestelle, das Personalamt, die Poststelle, die Besoldungs- und Lohnabteilung zur Allgemeinen Verwaltung. Nach dem Krieg waren hier auch die Umsiedlerabteilung, das Dolmetscherbüro  und der Entnazifizierungskommission ansässig. Materialbeschaffungsamt, Botenmeisterei sowie Pförtner und Auskunftsstelle gehören "serienmäßig" zur Abteilung. Ebenso die Fahrbereitschaft und Werkküche. Angeleitet durch die Abteilung wurden auch die Bezirksvorsteher der Stadtbezirke I-VIII. Jeder Stadtbezirk hatte seinen eigenen Rat. Dieser bestand aus einem Vorsitzenden, sowie Ratsmitgliedern für Inneres, Volksbildung, Gesundheitswesen, Finanzen und Wirtschaft. Auch die Anleitung der Ortsämter gehörte zur Aufgabe der Abteilung. Folgende Ortsamtsleiter sind bekannt. 
- Friedrichthal		Tanneberger
- Görries		Schmidt
- Krebsförden		Kronlage
- Lankow		Winter
- Medewege		Broose
- Mueß		Groth
- Neumühle		Frau Wagner
- Warnitz		Helms
- Wickendorf		Weise
- Zippendorf		Hacker

Abteilungsleiter waren u.a.:
Frau Henk		1952-1954
Frau Szymanski	1966-1984
Frau Klug		1984-1986
Frau	Pollin		1985
Herr Strobl		1987

1981 waren 68 Angestellte bei der Abteilung tätig. Hierzu gehörten Haushaltssachbearbeiter, die Poststelle, Schreibkräfte, Boten, Telefonistinnen, Hausinspektoren, der Fahrdienst, Hausmeister, Raumpflegerinnen und Pförtner  

Sekretär des Rates
Wahrscheinlich seit den 60er Jahren unterstand die Allgemeine Verwaltung und die Org. Instr. Abt. dem Sekretär des Rates. Daher sind die Dokumente dieser Zeit mit dessen Eingangstempel versehen, wurden dann aber zur Aufgabenerledigung an Frau Szymanski weitergeleitet.
Sekretär des Rates: 	Leipholz	1966-1968
			Borchert 	1972-1983
			Niggemann	1984-1989



Bürgermeister Kruse: 1945-1947
Dieser war zuständig für das Sozialamt (Wohlfahrtsamt, Jugendfürsorgeamt, Altersheime), die Berufsfeuerwehr und das Stadtkrankenhaus mit seinen Hilfskrankenhäusern, der Isolierstation und dem Stadtbad .

1.2. Umsiedleramt und Umsiedlerausschuss
Um der Masse an Flüchtlingen, Umsiedlern und Kriegsheimkehrern Herr zu werden, wurde ein  Umsiedleramt bzw. später eine Umsiedlerabteilung gegründet. Verantwortlich war der Stadtrat Schröder. Leiter war ein Herr Massel bis 31.3.1946 . Teilweise waren hier 98 Leute beschäftigt. Neben 5 festen und 25 Hilfsangestellten, gab es Küchenangestellte, den Bahnhofsdienst, Ärzte, Schwestern,  Angestellte in den Lagern und eine Waschküche. In der Stadt gab es folgende Umsiedlerlager:
- Arsenalstraße mit Färberei (Umfärbung von Militärstoffen ), Entlausung, Quarantänelager und  Entbindungsheim,
- Apothekerstr. 48 (Auffanglager),
- Kurhaus Muess,
- Fähre,
- Friedrichsthal,
- Marienhöhe,
- Ernst-Thälmann-Str. 5/7 ,,Mutter und Kind" (Jugoslawen),
- Jugendheim Lankow,
- Altersheim Rostocker Str. 1,
- Wohnlager Möwenburgstr. 6,
- Centralmolkerei Wismarschestr., Mütter und Säuglinge,
- Altersheim, Am Markt 11,
- Möwenburgstr. 6,
- Verpflegungsausgabestelle, Wismarschestr. 153 (Möbelwerkstatt Neuss) .
Die Kosten für die Umsiedlerbetreuung wurden von der Stadt ausgelegt und später von der Zentralverwaltung für deutsche Umsiedler in Berlin bzw. durch die Landesverwaltung erstattet.  Die Umsiedler wurden registriert, entlaust,  ärztlich untersucht und nach einer Quarantänezeit zwischen 14-21 Tagen wieder entlassen, wobei dann die wohnraummäßige Unterbringung städtische Finanzierungs- und Organisationssache war  . 
Die Umsiedlerabteilung hatte folgende Aufgaben zu erledigen:
- Mitarbeit im Umsiedlerausschuss,
- Verpflegungs- Wohnungs- und Arbeitsbeschaffung für Kriegsheimkehrer und Umsiedler,
- Leitung und Verpflegung der Umsiedlerlager,
- Vergabe von Textilien,
- Kontrolle der Färberei.
Durch Ratsbeschluss vom 14.7.1948 wurde das Amt aufgelöst und ab 20.7.1948 als Abteilung ,,Volk und Heimat" weitergeführt und dem Sozialamt unterstellt.




Umsiedlerausschuss
Bereits im September 1945 wurde im Kreis Schwerin ein ,,Ausschuß der Umsiedler und Kriegsteilnehmer" gegründet. Die Leitung hatte anfänglich Genosse Bürger später Herr Endruschat. Weiterhin waren jeweils 3 Mitglieder von KPD, SPD und CDU vertreten. Die Besetzung wechselte häufig, so kam z.B. ein Vertreter des Wohnungsamtes und ein Vertreter vom Wohnungsausschuss hinzu. Eine Neugründung erfolgte am 03.10.1947 im Sitzungssaal der Stadtsparkasse, aufgrund einer Anordnung der Landesregierung, Hauptabteilung für Umsiedlung. Im Stadtgebiet waren etwa 30.000 Umsiedler zu versorgen. Zum Gründungsausschuss gehörten folgende Personen:
Vorsitzender: Stadtrat Bulle ( bis 14.6.1948) dann Stadtrat Kruse, später Ahrens
SED: Frau Stachel
CDU: Frau Köppel
LDP: Frau Granitzki
FDJ: Herr Schmidt
Frauenausschuss: Frau Luise Lux
FDGB: Herr Bernheide
Caritas: Herr Behrend
Ev. Hilfswerk: Herr Schröder
Volksolidarität: Herr Schmidt
Gesundheitsamt: Dr.Schneider
Kreisarbeitsamt: Herr Broido
Amt für Handel und Versorgung: Herr Höft
Wirtschaftsamt: Herr Borck
Sozialamt: Herr Neumann
Umsiedleramt: Herr Greifenberg
Zu den Aktivitäten des Ausschusses gehörte das Ausrichten von Kinderweihnachtsfeiern, die Gründung einer Kommission zur Überprüfung der Lage der Umsiedler im Arsenal (bordellartige Zustände), die Beschaffung von Wohnraum und Einrichtungsgegenständen, die Beschaffung von Bezugsscheinen, Umquartierungen, Durchführung der Woche ,,Volk und Heimat" auf Anweisung der Landesregierung, um Umsiedler und Einheimische zusammenzuschließen (Festveranstaltungen, Textilausgabe, Festreden, Theater und Kinoveranstaltungen, Tombola, Spendensammlung), Verwaltung des Fonds ,,Volk und Heimat" (ca. 90.000 Mark), Finanzierung von Kinderheimen, Kinderlandverschickung. Zur Arbeitsorganisation ist zu sagen, dass es 14tägige Zusammenkünfte gab und spezielle Kommissionen zu einzelnen Problemen gegründet wurden. Leider musste schon damals eine unregelmäßige Teilname der Mitglieder verzeichnet werden. Mit der Auflösung der Umsiedlerämter war die Arbeitsgrundlage des Ausschusses hinfällig. Vom Sozialministerium wurde nicht mehr von Umsiedlern, sondern von Neubürgern gesprochen. Das Umsiedlerproblem wurde als gelöst betrachtet. Das letzte Sitzungsprotokoll ist vom 16.12.1948. Die Mitglieder wehrten sich gegen eine bevorstehende Auflösung und wollten weiterarbeiten. Der genaue Zeitpunkt der Auflösung ist unbekannt.

1.3. Entnazifizierungskommission
Die Tätigkeit der Entnazifizierungskommission ist seit 1945 dokumentiert. Aber erst im September 1947, mit Befehl 201 der SMAD in Verbindung mit  der Direktive Nr. 24 des Alliierten Kontrollrates vom 21.1.1946 und der  Verordnung Nr. 38 des Koordinierungskomitees, wurden Entnazifizierungsuntersuchungen gesetzlich geregelt durchgeführt. Denn der Befehl 201 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärverwaltung gab Richtlinien zur Anwendung der Direktiven 24 und 38.  Ziel dieser Vorschriften war die Entnazifizierung der größeren Industriebetriebe und der Selbstverwaltung. Darum waren Betriebe und Verwaltungen als Ganzes zu Beurteilen. Für Unklarheiten im Verfahren war das Kriminalamt K.5 als Untersuchungsbehörde zuständig. Die städtische Entnazifizierungskommission schickte von Ihren Sitzungen der Landesentnazifizierungskommission (beim Ministerium für die Innere Verwaltung, Hauptabteilung Personal) jeweils Durchschläge Ihrer Sitzungsprotokolle. Diese Sitzungen waren öffentlich. Bis zur letzten Sitzung am 10.3. 1948 waren 91 Sitzungen absolviert, wobei insgesamt 3 671 Fälle bearbeitet wurden. 163 Personen wurden daraufhin entlassen und  in 998 Fällen die Unterlagen einer Untersuchungskommission übergeben (Nr. 23). 
Als Sanktionen konnte nach Einstufung Folgendes beschlossen werden:
a) als Belasteter
- Beschränkung des Arbeitsverhältnisses (nur noch als Arbeiter),
- Entlassung aus dem Dienst,
b) als Minderbelasteter
keine leitende Funktion mehr
c) als Mitläufer keine Sanktionen.
Bei der Landeskommission konnte gegen die Beschlüsse Berufung eingelegt werden. Ihr oblag auch die Entnazifizierung von Wissenschaftlern, Ärzten und Lehrern. Die städtische Entnazifizierungskommission verschickte an Berufsverbände, Betriebe, Behörden, Post , Bahn u.a. leere Personalfragebögen, die dann zur Entscheidung ausgefüllt zurückgesandt wurden. Die Industrie- und Handelskammer z.B. schickte der Kommission die Personalakten der in Betrieben neueingestellten Personen zur Überprüfung. Die Untersuchungsergebnisse wurden den Arbeitsämtern mitgeteilt. Mit dem Oberkirchenrat wurde vereinbart, daß die Kirche selbständig die Überprüfung vornimmt (Nr. 15). Am 21.12.47 fasste der Landtag den Beschluß, alle Jugendlichen mit Geburtstag ab 1.1.1919 nicht zu Kontrollieren. Bisweilen gab es Kompetenzstreitigkeiten zwischen der Stadt und Landeskommission, in deren Verlauf die Landeskommission zu immer mehr Kompetenzen gelangte . Bis zum 15.3.1948 musste die Entnazifizierung gemäß Befehl 35 abgeschlossen sein. 

			


2. Bestandsbearbeitung
2.1.	Zugang ins Archiv und frühere archivische Bearbeitung
a) Umsiedler
Wann der Bestand ins Archiv gelangte ist unklar. Es wurde nichts kassiert. Aufgrund seines geringen Umfangs wurde von einer inneren Ordnung abgesehen. Es ist auch nur ein kleiner Einblick in die Arbeitsweise der Abteilung möglich.
b) Entnazifizierung
Die Akten der Entnazifizierungskommission umfassen 3 Kartons. Sie sind früher schon einmal bearbeitet worden und enthielten drei unterschiedliche Signaturen. Damit war der ursprüngliche Registraturzusammenhang zerstört, dies insbesondere, da neue Umschlagsmappen verwendet wurden. Eine der drei Signaturen war eine AV Nummer, woraus zu schließen ist, das die Akten im Bestand allgemeine Verwaltung integriert waren. 
c) Allgemeine Verwaltung
Aus der Zeit zwischen 1970 und 1989 liegen zahlreiche Ablieferungsverzeichnisse und Kassationsprotokolle vor. Im November 1993 wurde das meiste Schriftgut durch Herrn Dr. Kasten kassiert. Der restlichen Überlieferung waren zum Teil auf den Aktendeckeln Nummern mit einem AV Kürzel  vorhanden. Leider konnten hierfür keine Verzeichnungsangaben gefunden werden. Leider wurden auch die ursprünglichen Registraturzusammenhänge zerstört, so daß verschiedene Registraturen, wie Hauptverwaltung, Innere Verwaltung, Bürgermeister Kruse, Dezernat Dr. Spreche zusammenkamen.

d) Fremdprovenienzen
Wann die Unterlagen der FDJ-Grundeinheit, der BGL, der Betreuungseinrichtungen (1990), der Fahrbereitschaft, der Stadtverordnetensitzungen, des Beschwerdeausschusses, der Abteilung für Information und des Kreisfriedensrates ins Stadtarchiv gelangten, ist ebenfalls unklar. Da jeweils nur einige Akten erhalten blieben, erschien es unökonomisch, je einen eigenen Bestand zu bilden. Darum erfolgte die Angliederung an die Allgemeine Verwaltung. Eine vorherige archivische Bearbeitung erfolgte nicht, so daß eine eigene Untergruppe im Bestand R 8 entstand. 

2.2.	Kassation
a)	Kassation
Kassiert wurden Fernmelderechungen Zahlungsaufforderungen und Einzahlungsbelege für Telefongebühren, diverse Rechnungsbelege (Gebühreneinnahmen, Kfz.Rep, u.a.), Doppelexemplare, Dienstbesprechungsprotokolle, Buchungslisten, doppelte Amtsblätter 1946-1947, Turnusmäßige Belehrungen 1982-1987, Bankbelege der Werkküche 1972-1990.
b) Aussonderungen
 Lohn- und Gehaltslisten, 1957-1982 wurden am 20.4.99 an die Personalverwaltung abgegeben (ca. 0,4 lfm).
c) Auswahlverfahren
Auswahlweise wurden aufgehoben:
Protokolle der Finanzrevision 1985-1989
Kassenbücher 1974-1975





Schwerin den 27.12 1999

aktualisiert am: 03.05.2019