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Stadtarchiv Schwerin
Waisenunterstützungsverein
Signatur: V08
Bestandsbildner: Waisenunterstützungsverein (V8)
Laufzeit: 1888-1934
Findbucheinleitung:
Vorwort

Geschichte
Der Waisenunterstützungsverein ging auf eine Initiative des Hoftheaterdekorationsmalers Wielbrandt zurück. Dieser war 1881 an der Gründung einer sogenannten Fechtschule beteiligt, die zu wohltätigen Zwecken Gelder sammelte und skrofulöse Kinder damit unterstützte. Im folgenden Jahr beschloß die Fechtschule, die eingehenden Gelder für die Gründung eines mecklenburgischen Waisenhauses zu verwenden. 1883 erfolgte die Umwandlung in eine Landesfechtschule mit Unterverbänden, der das Vermögen zufiel. Als erkennbar wurde, daß die Gründung eines Waisenhauses in absehbarer Zeit nicht zu verwirklichen war, beschloß die Generalversammlung stattdessen, von den Zinsen Waisenkinder beim Schulbesuch zu unterstützen. Wegen des abnehmenden öffentlichen Interesses und der Auflösung der Fechtschulen wurde eine Beschränkung bei der Wirksamkeit auf Schwerin festgelegt. Im Januar 1889 wurde der veränderten Situation Rechnung getragen, indem der Verein unter neuem Namen als ,,Waisenunterstützungsverein zu Schwerin" seine Arbeit aufnahm.
Verwaltet wurde der Verein durch einen Ehrenrat und den Vorstand. Die großherzogliche Familie unterstützte ihn durch Spenden. Die weiteren Gelder wurden in Sammlungen durch Lohndiener bei den Mitgliedern aufgebracht, eine Aufgabe, die vorher die Fechtmeister erfüllt hatten. Aus den Zinserträgen wurde eine steigende Zahl von Kindern unterstützt. Anfänglich wurden ausschließlich Knaben gefördert, seit 1903 wurden auch Mädchen in die Unterstützung aufgenommen. Voll- und Halbwaisen erhielten das Schulgeld und Bücher, um den Besuch der Bürgerschule fortsetzen zu können. Dafür waren sie verpflichtet, regelmäßig ihre Zeugnisse vorzulegen und gutes Betragen nachzuweisen. Später wurde auch der Besuch weiterführender Schulen wie des Realgymnasiums oder des Gymnasiums ermöglicht. Eine weitere Form der Unterstützung lag in der Beschaffung von Konfirmationsbekleidung für bedürftige Kinder.
Der Waisenunterstützungsverein war bis mindestens 1933 tätig.


Bestandsgeschichte
Die Akten des Waisenunterstützungsvereins wurden bei der Verzeichnung des Bestandes ,,Magistrat" 1996 bis 1998 ausgesondert und zu einer eigenen Provenienz im Bereich ,,Vereine und Verbände" zusammengefaßt. Es handelt sich um Einzelstücke, deren eigentliche Herkunft und Grund für das Gelangen in den Magistratsbestand unbekannt ist. Die alten Archivregistraturnummern lassen vermuten, daß der Bestand nicht vollständig überliefert wurde. Aufgrund der Unvollständigkeit und des geringen Umfangs ließ sich die alte Registraturordnung nicht rekonstruieren. Auf eine Untergliederung der Akten wurde daher bei der Verzeichnung verzichtet. Der Bestand wurde im September 2001 von Antje Koolman, Archivreferendarin im Landeshauptarchiv Schwerin, im Rahmen eines einmonatigen Praktikums verzeichnet.

aktualisiert am: 03.05.2019