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Stadtarchiv Schwerin
Abteilung Handel und Versorgung
Signatur: R05
Laufzeit: 1945-1979
Findbucheinleitung:
Abteilung Handel und Versorgung / Örtliche Versorgungswirtschaft
I.1. Behördengeschichte
a) Aufgaben
Bis 1951 unter der Bezeichnung "Amt für Handel und Versorgung", danach als "Dezernat Handel und Versorgung" befand sich der Behördensitz in der Otto-Grotewohl-Str. 22. Später hatte die "Abteilung Handel und Versorgung" ihren Standort in der Karl-Marx-Str. 26/27. Das genaue Entstehungsdatum ist aus der Aktenlage nicht mehr ersichtlich. Hervorgegangen ist die Abteilung aus dem Ernährungs- und Wirtschaftsamt. 
Nach dem Krieg bestand die vornehmliche Aufgabe in der Ausgabe von Lebensmittelkarten, Bezugscheinen und Reisemarken. Dazu diente auch ein Gebäude in der Schulstraße Nr. 2. Die Kartenzentralstelle wurde von Frau Martens und Herrn Eggers geleitet. Gemäß Befehl Nr. 168 der Militärkommandantur der Stadt und des Kreise waren ständig stichprobenartig Kontrollen in Betrieben und im Handelsgewerbe durchzuführen. Diese bezogen sich auf die Abrechnung, Lagerung und Verwaltung der bewirtschaften Güter. 1948 waren so über 700 Betriebe zu kontrollieren. Hierzu bestand eine Kreisprüfstelle unter Leitung eines Herrn Setzke. Im Jahr 1948 besaß die Abteilung 24 Arbeitszimmer, woraus auf eine große Anzahl von Mitarbeitern geschlossen werden kann. Im Monat April 1949 waren beispielsweise 7 Prüfer angestellt. Diese führten 57 Betriebsprüfungen durch. Aufgrund dieser Prüftätigkeit würden Strafmaßnahmen eingeleitet, wenn gesetzliche Bestimmungen überschritten wurden. So würden im April 1949 38 Fälle nach der Wirtschaftsstrafverordnung durch die Rechtstelle ( siehe R 23) verfolgt.
1951 sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Verwaltungsarbeit zu vereinfachen. Wöchentliche Abteilungsleitersitzungen, Diskussionen mit der Bevölkerung über die Gesetzeslage sowie Sichtwerbung hierüber sollten diesen Prozeß beschleunigen. Weiterhin sollte die Bearbeitung von Beschwerden aus der Bevölkerung verkürzt werden. Durch die schrittweise Aufhebung der Rationierung wurde eine Schwerpunktverlagerung zur Sicherung und Kontrolle der Warenbewegung durch enge Zusammenarbeit mit den nachgeordneten volkseigenen Handelsbetrieben angestrebt. 1960 war das Hauptaugenmerk auf die 800 Jahrfeier der Stadt gerichtet. Wahrscheinlich ab 1959 gab es eine"Handelsnetzkommission", welche sich neben der Abt. Handel und Versorgung aus Vertretern der HO, des Konsums, der Org.-Instrukteur-Abt., der Wohnraumlenkung, der Abt. Örtl. Wirtschaft u.a. zusammensetzte. Hier wurde versucht, die Versorgung der Bevölkerung durch Umstrukturierung und Organisierung der Verkaufsstellen zu verbessern. Hierbei handelte es sich meist um die Übernahme ehemals privater Läden durch den Konsum oder die HO.
Unter der sog. "Massenpolitischen Arbeit" wurde die Mitarbeit in den HO Beiräten, Konsumausschüssen, Handelsaktiven der Wohnbezirke und in der Ständigen Kommission Handel und Versorgung gezählt. 
Unter der Arbeit im Rahmen der Nationalen Front waren die Kollegen angewiesen, an Einwohner- und Hausversammlungen teilzunehmen. Weiterhin sollten sie "Paten" sozialistischer Brigaden werden.
Zur Veranstaltung von Märkten, wie z.B. zu Weihnachten unterhielt die Abteilung ein Marktbüro. Weiterhin waren Volksfeste wie der 1.Mai zu organisieren.



b) Personal
Die folgenden Angaben sind nicht als vollständig und absolut zu betrachten, da nur wiedergegeben wurde, was sich aus dem geringen Aktenumfang ergab. So können die benannten Personen wesentlich länger tätig gewesen sein, als hier dargestellt.
Abt. Handel u. Versorgung
1945-1951	Stadtrat				Klein
1945		Abt.Ltr.				Höft
1945		Abt.Ltr.				Siebert
1945		Betriebsobmann			Wolf
1948-1951	Kontrollstellenleiter			Setzke
1951-1952	Abt.Ltr.				Setzke
1951-1952	Stadtrat und Dezernent		Richter
1952		Stadtrat für H.u.V.			Legat
1953-1954	Abt.Ltr.				Struck
1959 		Abt.Ltr.				Jonuschies
1960		Stellv. Abt.Ltr.			Lingmann
1962-1983	Stellv.des OB und Abt.Ltr.		Bissel
1967 		Abt.Ltr				Klempien
1972-1980	Abt.Ltr.				Schultz
1975-1977	Marktbeauftragter			Dieckmann
1984		Stellv.des OB	und Abt.Ltr		Kaminski




II. Bestandsgeschichte
Die Verzeichnung erfolgte im Januar 1996. Ursprünglich waren ca. 1,2 lfd. Meter Schriftgut überliefert. Davon waren 2/3 mit Unterlagen der HO-Gaststätten vermischt, während sich der Rest im Bestand des ehemaligen Verwaltungsarchivs befand. Für das Jahr 1980 ist ein Ablieferungsverzeichnis vorhanden. Die Übergabe der restlichen Überlieferung ist nicht dokumentiert. 
Kassiert wurden:
- Rechnungsbelege des Marktbüros von 1975-1976 (Jahrgang 1977 archiviert),
- Wirtschaftstrafverfahren 1949-1950 (nur Auswahl archiviert da im Bestand Rechtstelle ausführlich dokumentiert),
- Volkswirtschaftspläne 1975-1976 (nur Auswahl archiviert, da im Bestand Abt. Finanzen R 9)
- Kontrollberichte über Einzelhandelsgeschäfte (nur Auswahl)
Somit stehen derzeit 0,7 Lfd.  Meter Archivgut in 34 Akteneinheiten zur Verfügung.
Insgesamt ist die Überlieferungslage spärlich und unvollständig. Es ist zu vermuten, daß sich noch weiteres Schriftgut anfindet.

Schwerin, den 02.02.1996 (Hr. Rost)

aktualisiert am: 03.05.2019